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Tourenberichte SAC Februar 2010 PDF Drucken E-Mail
4. Februar

Winterwanderung Churerjoch

Zu neunt wanderten wir auf gut gepfadetem Weg durch eine malerische „Hüttli“- und Moorlandschaft von Parpan zum Churerjoch. Anfänglich war von dem von der Meteo versprochenen Föhnloch mit blauem Himmel nicht viel zu sehen. Gegen Mittag wurde das Wetter jedoch strahlend. Nach einem Imbiss im Berggasthaus Jochalp und einem kurzen Abstecher zum Aussichtspunkt ging’s wieder hinunter, auf dem gleichen Weg, jedoch mit einer neuen Perspektive des Bergpanoramas. Wir genossen die herrliche Aussicht und fuhren um 16.30 zufrieden wieder nach Hause.
Lotti Miesch


11. Februar

 WW Reusstal - Meiengrüen

Mittwochabend, Meteo-Tagesschau:
Aussichten für Donnerstag, 11. Februar: Immer wieder Schneefall, starke Bise,
dadurch sehr kalt. – „Au Weia“,  gibt es wohl Absagen für die Meiengrün-Tour?
Nichts dergleichen, denn Werktags-Wanderer sind wirklich wetterfest. Wir sind
12 SAC-ler/innen und 3 Gäste, die sich um halb neun auf dem Lindenplatz in Mellingen treffen. Die Bise ist kaum spürbar, die Kälte gut erträglich, und von Schneefall kann man nicht reden. Mir als Tourenleiter soll’s recht sein. Munter geht’s durch’s Reusstädtchen zum rechten Reussufer Richtung Gnadental. Sogar die Sonne lacht als blasshellgelbe Scheibe durch die Wolken. Einfach herrlich!
Durch den Neuschnee vom Vortag (ca. 10 cm) sind die Wege gut begehbar. Der Altschnee mit Eisplatten sind somit zugedeckt. Das gilt für die ganze Tour. Nach  einigen Auf und Ab der Reuss entlang, erreichen wir kurz vor 10.00 Uhr den Reusspark, wo wir uns in der schönen Cafeteria bei Cafe, Tee und Gipfeli aufwärmen. Weil Fasnachtsanfang ist begegnen uns fröhliche,  verkleidete Angestellte und Bewohner und auch dementsprechende Musik ertönt aus dem
angrenzenden Säli zu uns rüber.
Zügig geht’s danach auf der Verbindungsstrasse nach Nesselnbach. Hier beginnt der Aufstieg durch den schön verschneiten Wald zum Weiler Büschikon. Auch hier begleitet uns die Sonne zwischendurch als helle Scheibe. – Eine wunder-
schöne  Winterlandschaft. -  Ueber tiefverschneiten  Wanderwegen geht es hinauf  zur Hochebene von Hägglingen zu Punkt 555. Das hiess, Schneestapfen. Punkt 555 ist auch ein schöner Aussichtspunkt mit Kapelle zwischen Reuss- und Bünztal.
Die Frage: wie lange rechnest Du noch bis zur Mittagsrast im Meiengrün, deutet darauf hin, dass sich langsam der Hunger bemerkbar macht, oder die Müdigkeit. Also, schnell hinunter nach Hägglingen, durch das Dorf und wieder hinauf zu unserem Ziel, Meiengrün. Nach 50 Minuten haben wir auch das geschafft. – Noch schnell ein Gruppenfoto, und dann hinein in die warme Stube des Restaurants.
Da der grösste Teil unserer Wanderung schon bewältigt ist (ca. 4 Std.), können wir es uns recht gemütlich machen und werden von der Meiengrün-Crew auch richtig mit einem guten Menu verwöhnt.
Ca. Viertel vor drei Uhr, verlassen wir gestärkt und gut gelaunt den Ausflugsort, und hinab geht’s, bei leichtem Schneefall nach  Wohlenschwil – Büblikon zum Bahnhof Mellingen-Heitersberg, wo wir kurz nach vier Uhr eintreffen. – Ja so Schneewanderungen brauchen so seine Zeit. So war auch meine geplante Wanderzeit von 4 ½ Std. auf gute 5 Std. angewachsen. Müde waren wohl alle, aber trotzdem, glaub ich, auch zufrieden. – Danke für’s Mitwandern !!

Der Tourenleiter            Willy Michel
Fotos von Cilly Spicher



 13./14. Februar

Schneeschuhtour : Niderhornhütte und Niderhorn im Simmental mit LVS.Ausbildung

Mit Urs Sandfuchs als Leiter fuhren wir drei Schneeschuhläufer zusammen mit den Skitourengängern unter der Leitung von Adrian Sager mit dem Zug ins Simmental. Von der Haltestelle Grubenwald (auf Verlangen!) stiegen wir auf sanften Hängen hinauf auf eine Höhe von ca. 1350m. Aus dem Kamin der Niderhornhütte des SAC Bern sahen wir schon Rauch aufsteigen. Doch die warme Suppe, die uns Urs versprochen hatte, mussten wir uns hart erarbeiten. Wir hatten zwar nur einen Nordhang auf gleicher Höhenlinie zu queren, doch sanken wir bei jedem Schritt in die ca. 60 cm tiefe Schneedecke bis fast auf den Grund ein.

Jede Gruppe liess sich am Nachmittag viel Zeit für Uebungen mit dem LVS. Zuletzt versammelten wir uns für eine gemeinsame Uebung mit Mehrfachverschütteten. Bernhard, der Hüttenwart, hatte zuvor drei LVS im Schnee vergraben. Danach legte er sich mit den Beinen in eine Höhle und forderte uns auf, mit den Sonden zu stochern um den Unterschied zwischen der Schneedecke und seinen Beinen zu spüren.
Bernhard war ein überaus flotter Hüttenwart. Er bereitete uns mit der Hüttenchefin ein vorzügliches Abendessen zu. Als dann Margrit den Duft von frisch gebackenem Brot schnupperte, sahen wir zwei Zöpfe, die uns zum Frühstück erwarteten. Darauf freuten wir uns natürlich.

Minus 15 Grad zeigte das Thermometer am Sonntagmorgen an. Die Kälte umklammerte uns nur kurze Zeit. Nach 30 Min. Aufstieg waren wir bereits in der Sonne und genossen diese bis hinauf auf den Gipfel des Niderhorn (2077m) und hinunter bis zur Waldpartie am Ausgang des Tals in Richtung Zweisimmen.
Danke, Urs, für dieses interessante, lehrreiche Wochenende, abgerundet mit der schönen Tour aufs Niderhorn.

Hanna Machguth

PS Es wäre zu wünschen, dass sich mehr Teilnehmer an solch einem Ausbildungswochenende beteiligen - zu ihrer eigenen Sicherheit und zur Sicherheit aller Teilnehmer einer Tour.

Fotos von dieser Tour



17. Februar 2010

Werktags-Skitour Schild

Um 6:30 Uhr fahren vier Club-Mitglieder mit dem Zug über Zürich – Ziegelbrücke nach Näfels-Mollis. Von dort geht es mit dem Taxi hinauf nach Fronalp zur Talstation des Skilifts. Der Skilift bringt uns hinauf auf 1580 m, und nach einer kurzen Abfahrt montieren wir die Felle und marschieren um 9:10 Uhr los. Die Sonne scheint drüben am Glärnisch und macht uns Hoffnungen auf gutes Wetter.

Die Spur führt regelmässig steil bergauf, und wir gewinnen rasch an Höhe. Nach 1½ Stunden machen wir einen kurzen Halt und montieren die Harscheisen. Weiter oben wird das Gelände flacher. Der Föhn bläst recht stark und treibt Schneefahnen vor sich her. Um 11:20 Uhr sind wir bei Rotärd und steigen von dort zuerst über flaches Gelände und zum Schluss steiler auf den Gipfel (2300 m), den wir um 11:50 Uhr erreichen. Der Himmel ist bedeckt, aber wir haben trotzdem eine schöne Aussicht rund herum, nur die höheren Gipfel sind in den Wolken.

Das Wetter lädt nicht zu einer langen Rast ein. Also Felle abmontieren, kurz die Aussicht geniessen und einen Eintrag ins Gipfelbuch machen. Dann fahren wir ab, zurück nach Rotärd. Von dort geht es eine Mulde mit schönem Schnee hinab, aber leider ist die Sicht nicht sehr gut, was die Sache vor allem für mich als Vorfahrer etwas mühsam macht. Auf 2000 m halten wir um 12:30 Uhr Mittagsrast, es bläst kaum Wind und die Temperatur ist angenehm. Eine halbe Stunde später fahren wir weiter hinab zur Mürtschenalp und von dort noch ca. 1 km talauswärts. Dann montieren wir noch einmal die Felle und steigen den steilen Hang hinauf nach Robmen. Das Alpbigiglenstöckli lassen wir rechts liegen, denn die Lawinengefahr im steilen Gipfel-Nordhang wäre wegen dem Triebschnee zu gross.

Von Robmen fahren wir ab hinunter zum Meeresboden. Bei einem Alpstall halten wir kurz Rast, dann geht es weiter, zuerst durch ein Stück Wald, dann folgt ein offener Hang mit schönem Pulverschnee (wegen der Temperatur nicht mehr ganz leicht, aber gut zu fahren), und schnell sind wir einige hundert Meter weiter unten. Dann wieder ein Stück durch den Wald und weiter über Wiesen, bis wir schliesslich um 15:50 Uhr den Weiler Walengufen östlich von Obstalden erreichen. Zehn Minuten später sind wir bei der Postauto-Haltestelle an der Kerenzerbergstrasse. Wenig später bringt uns das Postauto hinunter nach Mühlehorn. Zum Glück kommt nach zehn Minuten der Zug, so dass wir in der offenen Wartehalle (ein nach Westen offenes Glashaus) nicht allzu lange frieren müssen. Um 18:30 Uhr – exakt zwölf Stunden nach der Abfahrt am Morgen – sind wir zurück in Brugg. Ein schöner Tag ist zu Ende.

Peter Hartmann

Teilnehmer:
Peter Hartmann (Tourenleiter)
Rolf Schären
Verena Schäfer
Barbara Stüssi-Lauterburg

Fotos zu dieser Tour



18. Februar

WW Winterwanderung Rigi

Mit viel Vertrauen in den Wetterbericht, der für den Nachmittag Aufhellungen verspricht, fahren 15 SACler/innen Richtung Innerschweiz. Rigikulm hüllt sich in dichten Nebel. Statt grosse Gipfel zu bestaunen und zu benamsen geben wir uns mit Gipfeli und Kaffee zufrieden. Der Winterwanderweg hinunter zum Staffel ist schön präpariert und einfach zu begehen. Schon bald tauchen wir unter den Nebel und geniessen den Tiefblick auf die Seebodenalp. Der Abstieg zum „Chänzeli“ erweist sich als Schlüsselstelle, ist mit Stöcken und „Iseli“ bewaffnet jedoch gut zu bewältigen. Wer keine Hilfsmittel bei sich hat,  schlittert von Unebenheit zu Unebenheit und landet mit viel Glück und ohne blaue Flecken ebenfalls auf dem „Chänzeli“. Erste Sonnenstrahlen brechen durch die Wolken. Schatten und Licht verzaubern die Wasseroberfläche des Vierwaldstättersees.
Kurz vor Rigi Kaltbad besuchen wir die Einsiedelei  bei der kalten Quelle, die der Gegend den Namen gegeben hat. Grosszügig verzichten wir auf ein Bad! Auf dem Trassee der ehemaligen Scheideggbahn wandern wir nach Unterstetten zum Mittagessen. Der Weg wechselt von der Süd- zur Nordseite der Krete und gibt so immer wieder neue Ausblicke frei.
Am Nachmittag trennt sich die Gruppe. Einige wandern auf direktem Weg hinunter ins Klösterli, während die andern zur  Rigi Scheidegg aufsteigen. Es ist warm, sonnig und wir sind alleine unterwegs. Nun geniessen wir den Blick in die Alpen, wo Wolken für ein abwechslungsreiches Schauspiel sorgen.
Im Kräbel trifft sich die Gruppe wieder und unter fröhlichem Plaudern fahren wir gemeinsam nach Brugg zurück.
Rosmarie Grimmer

Fotos von Heiri Schlittler



25. Februar

WW-Wanderung zwischen Gansinger- und Sulztal                          
10 Teilnehmer

Wir treffen den Tourenleiter Hansueli Fehlmann in Oberbözberg bei schönster Alpensicht. Kurz nach der Begrüssung werden wir über die Aussicht und einige weitere Besonderheiten des Oberbözbergs
orientiert, unser Tourenleiter ist richtig im Element. Wunderbarer Sonnenschein begleitet uns auf dem Weg zur Sennhütte. Hinab zur Ampferenhöhe ist der Weg noch recht vereist. Hinauf zum Cheisacher wird die Aussicht immer umfassender: Die Juraberge im Westen, der Bözberg im Süden, Lägern und Geissberg im Osten und dahinter die Scheeberge. Und auf der Aussichtskanzel des Cheisachers kommen noch der Tiefblick ins Sulztal und nördlich davon der Blick in den Schwarzwald, einfach schön. Auf dem Weg „Rund um Sulz“ geht es
weiter, steil hinunter, über Wiesen, vorbei an Höfen und einmal flüchten 5 Rehe vor uns. Warum wohl?
Wieder auf der Höhe bei Galten verzehren wir unser mitgebrachtes Mittagessen und bald geht es weiter über Schlatt, fast bis Rheinsulz und der Risulzerhalde entlang nach Etzgen. Einkehr in der Sonne. Die Postautohaltestelle befindet sich beim ehemaligen Bahnhof und wir warten, bald etwas unruhig. Einmal ist ein Postauto auf der andern Strassenseite vorbeigefahren, aber angeschrieben ist es doch hier, auf der Tafel steht gross „Brugg“. Eine Frau klärt uns auf, dass die Autos über Etzgen-Dorf nach Brugg auf der andern Seite halten, von Brugg steht nichts auf der Tafel. Wohl oder Übel müssen wir nochmals ins Restaurant, denn unterdessen beginnt ein leichter Regen und wir kommen mit dem nächsten Postauto, eine Stunde später nach Hause.
Herzlichen Dank dem Tourenleiter für die nette Wanderung.

Hansjörg Spillmann



27. Februar

Skitour auf den Redertengrat, 2150m

Anstatt auf den Arvigrat hat Tourenleiter Heinz, wegen des vorangegangenen Sturmtiefs mit viel Schnee und hoher Lawinengefahr, als Ausweichtour den Redertengrat ausgewählt.

Somit fanden sich 7 TourengeherInnen am Samstagmorgen um 7.00h bei der FHNW in Windisch ein. Wohl zum letzten Mal können dort die Autos gratis und in der Zeit unlimitiert  parkiert werden. Die Barrieren sind schon montiert, es fehlt nur noch die Elektronik.

Item, nach 90 Minuten Autofahrt dem Zürichsee entlang, über Lachen, Siebnen, weiter ins Wägital, dort bis zum Stauseeende, standen wir bei der Brücke mit angeschnallten Skiern, parat zum Aufstieg. Bis zur Rinderweid waren 2 nahrhafte und lange Steilstufen zu überwinden, welche nicht ohne Harscheisen zu bewältigen waren. Dort gewährten wir uns eine kurze Trinkpause.
Dann gings weiter im gleichmässig ansteigenden Gelände, wo wir recht schnell Höhe gewinnen konnten. Überhalb des letzten Wäldchens führte rechts die Spur  zum Mutteristock weg.  Wir jedoch hielten uns linker Hand, dem imposanten Felsriegel entlang. In der Ferne entdeckte ich ein Blechhaus das wie eine Baustellentoilette aussah. Schnell waren wir auf gleicher Höhe wie das Kabäuschen und ich dachte, die Glarner sind wirklich besorgt um die Bedürftnisse der Touries……
Zwei Snowboarder kurvten mutig in einer steilen Rinne vom Mutteristock gegen uns herunter. Um das Spektakel verfolgen zu können, legten wir wieder eine kurze Pause ein. Just zu der Zeit schien die Sonne zwischen dem Oberen und Unteren  Mutteri durch und wir genossen die wärmenden Strahlen.
Der Gipfel wurde nun sichtbar, wir sahen Leute oben. Nun ging es in forschem Tempo hinan, es wurde steiler und der Gipfelanstieg brachte mich zum keuchen.
Um 11.50h konnten wir uns gegenseitig gratulieren. Die Sicht war überwältigend, klar und praktisch Windstill. Im Norden sah man vom Bodensee bis zum Weissenstein inklusive Mittelland und gegen die Berge im Süden vom unmittelbar vor uns stehenden Glärnisch bis hin zum Tödi, der schon ziemlich vom aufkommenden Föhnsturm bearbeitet wurde. Der starke Farbkontrast hat fasziniert. Beim halbstündigen Mittagessen genossen wir die phantastische Sicht und identifizierten weitere Gipfel und Orte. Dabei hatte ich zufällig eine Bemerkung aufgeschnappt: „….hast du den Rettungsschlitten da unten in diesem Blechhaus auch gesehen…“.
Heinz blies zum Aufbruch und in einem Zuge kurvten wir die 1250 hm über pulvrige, windgepresste, bruchharstige und vereiste Hänge runter zum See. Es gab Stürze, aber allesamt verliefen sie glimpflich. Nach gerade 1 Stunde standen wir um 13.20h wieder beim Auto.
Eine superschöne Tour fand beim Restaurant Stausee den Abschluss.
Unser TL Heinz hatte wiederum eine tolle Tour in einem für mich unbekannten Gebiet vorzüglich und umsichtig geleitet. Dafür danke ich im Namen aller Teilnehmer ganz herzlich.

Rolf Schären

Fotos dieser Tour




26.-28. Feb.

Freeride–Skitour: TransGrischuna II: Churwalden – Flims – Disentis
Leitung: Martin Schneiter
 
Churwalden am Freitagmorgen. Neun Tourengänger schauen bei Kaffe wie es draussen Leintücher schneit.
Ihr wollt Skifahren gehen, fragt die ältere Dame.
Abgemacht ist abgemacht und so fahren wir mit der Bahn nach Windegga. Was ist das, was da durch die Wolken drückt? Während dem Anstieg mit Fellen an den Skis kommt die Sonne voll.  Den Aufstieg Richtung Fulhorn, brechen wir wegen sehr viel Triebschnee am Nordosthang der Fulbergegg auf 2380 müM, ab. Bei guten Verhältnissen fahren wir nach Feldis ab. Mit Seilbahn und Postauto erreichen wir Flims. Die Flimser wollen ihr Skigebiet auch Tourenfahrern verkaufen entsprechend hoch der Preis. Nach Sturm bedingten Stopps erreichen wir unsere Unterkunft, die Nagenshütte. Hütte ist wohl der falsche Ausdruck.
Am Morgen weckt uns die Sonne. Nun nutzen wir die Tageskarte. Die Abfahrt von La Siala über Vonn auf Segnasboden bei tollem Pulverschnee, zur Segnashütte ist das Sahnehäubchen des Tages. Nach verschiedenen Fahrten erreichen wir bei zu nehmendem Wind Crap Maseng Wegen des vollen Restaurants fahren wir notgedrungen durstig ab nach Ladir. Das Postauto stand schon da und runter ging’s nach Ilanz. Durst oder Stalldrang. Der Durst musste mit dessen Löschung bis nach der Bahnfahrt nach Disentis warten.
Weizen gilt als Nahrungsmittel und so verbanden wir grosses Durstlöschen mit erster Sättigung des Hungers. Essen und Unterkunft im Hotel Furka waren vorzüglich.
Bei bleiernem Himmel waren wir am Sonntag beim Frühstück. Eine Teilnehmerin fühlte sich nicht Top fit und stieg aus. Wir andern fuhren mit Bahn und Lift an den Piz Ault auf 2770 müM (4 Sektionen). Nebel, Wind, erhebliche Lawinengefahr und etwas Schnee führten zum verlegen unserer weiteren Expetition. Richtung Nordwesten zum Pt. 2840 erreichten wir nach recht happigem Abstieg das Val Strem. Schlechte Sicht machte das Fahren nicht zum grössten Vergnügen. Das letzte Stück nach Sedrun war besser in Sachen Sicht, dafür sehr ruppig wegen dem vom Vortag gefrorenen, verfahrenen Sulz. Mit der Bahn ging’s schon ordentlich früh zurück in heimatliche Gefilde.
Drei interessante, zwei sehr schöne und ein wegen des Wetters etwas durchzogener Tag in guter Gesellschaft bei Top Führung gingen zu Ende. Danke Martin

Hansueli Fehlmann

Fotos dieser Tour



27. Februar
Schneeschuhtour Chasseral

Die SAC Tour habe ich wegen schlechten Wetterprognosen
vom Sonntag, 28. auf Samstag, 27. Febr. vorverschoben.

Mit 2 Autos fuhren wir nach Frinvillier und weiter zum LL-Parkplatz Les Prés d’Orvin, die Strasse hinauf zum LL Parkplatz die etwas vereist war, bereits um 8:20, nach 1 Std. 20 Min. waren wir rasch am Ziel angekommen.

Bei -1° sind wir um 8:40 abmarschiert, im Schatten noch kalt, aber bald schien die Sonne und es war angenehmer, etwas Wind begleitete uns dann den ganzen Tag. Unser Tagesziel hatten wir schon von weiten gesehen. Langsam stiegen wir aufwärts im schönen Juragebiet, teils auf gepressten Schnee zum Chasseral auf 1607 m, es ist der höchste Gipfel des Schweizer Juras.
Der Turm selber hat noch eine Höhe von 120 m. Eine super Aussicht hatten wir, im Süden das Panorama der ganzen Alpenkette vom Säntis bis zum Mt. Blanc und andererseits (im Norden) die Sicht vom Jura bis ins Elsass.
 Kurz vor dem Petite Chasseral machten wir einen kurzen windigen Mittagshalt von nur 20 Min.
Ab 11:55 wanderten wir weiter entlang des Petite Chasseral und dann hinunter zum Rest. de la Métairie du Milieu de Biel (nein es war kein Milieu).
In der Beiz verweilten wir längere Zeit, danach ging es zurück zum Auto, inzwischen hatten sich am Himmel Schleierwolken gebildet, so hatte es ja der Wetterbericht vorausgesagt.
Wir waren  eine gute Gruppe und brauchten nur  5 Std. Laufzeit für diese Tour.   
Die vorverschobene Tour hat sich gelohnt, bei dem Wetter mit klarer Weitsicht, es war eine schöne Tour. (Es war gut sind wir nicht am Sonntag auf diese Tour gegangen, denn da hatte es ja sehr stark gestürmt).

Beni 

Fotos von Beni

 
© 2010 SAC Brugg - Schweizerischer Alpenclub - Sektion Brugg
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