| Tourenberichte SAC April 2010 |
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8. April WW: Zwingen – Blauen – Flüh Mit eme wahnsinns Spurt hani me in letschter Sekunde wägem verspötete Poschtauto no in Basler Zug grettet, wo mich d’Edith scho vermisst het. Z’Basel isch de no die letschti Person zu eusere Gruppe gstosse, und so simmer de in Zwinge nach eme Kafi z’füfzähte losmarschiert. D’ Edith het is erklärt, das es i dem Gebiet sehr viel Burge het, und scho simmer bem erschte Schloss, ebe Zwinge, verbiimarschiert. I de Gärte hets grüent und blüeht, und Knospe a de Bäum händ mächtig vüre drückt. Uf eme stotzige Wägli ischs de Hang uuf gange em Waldrand zue. Nachere knappe Stund dur Wald und Acherland sind mer im Dorf Blauen acho. Wiiter weder berguuf dur Wiese und Wald, zum Teil Naturschutzgebiet, und denn zum Grat vom Blauepass. Vo de Berge chani nüt säge, es isch de ganz Tag trüeb gsii, aber grägnet hets ned und zum laufe isch es agnehm chüel gsii. Jetz ischs e Viertelstund durab gange und scho simmer i de Bergmatte ned nor uf drü Kamel gstosse, sondern au as reservierti Restaurant, wo mer eusi Mittagsverpflegig iigno händ. Mit volle Büüch ischs wiiter gange zunere Spielwiese, denn mit echli Sueche im Wald hämmer s’Gratwägli gfunde, und denn inere steile Flanke im Zickzack in Chälegrabe. Denn ischs die interessanti Schlucht mit schön agleite Wägli und Brüggli dorab gange. Ab Hofstette isch de Wäg wieder gstiege, wieder dur es Naturschutzgebiet richtig Chöpfli. Vo do hämmer jetz au uf Mariastein gseh und ufem Abeweg d’ Ruine Landskron ennet der Grenze. In Flüh acho hämmer no Ziit gha zum iichere, denn nachere halbstündige Tramfahrt uf Basel het eus d’SBB wieder uf Brugg brocht. Der Edith säg ich härzliche Dank, mer händ wieder es Stückli unbekannts und würkli sehr interessants Land dörfe kenne lehre. Dorly Meier 14. und 15. April WW: Adonisröschen + Falschmünzer Farinet (Unterwallis) Tourenleiter André Vonder Mühll 10 Teilnehmer Mit dem Zug fuhren wir Richtung Unterwallis via Lausanne nach Saxon. Dort stiegen wir auf schmalem Pfad hinauf zu den Adonisröschen. Sie wachsen oberhalb den steilen Rebhängen und blühenden Aprikosenplantagen. Die Wiesen waren noch braun und ausgetrocknet und plötzlich entdeckten wir die ersten Blumen. Wir bewunderten diese einzigartigen Adonisröschen, das sonnige Wetter, die Aussicht auf die Berge und über das Rhonetal. Bei Charrat endete der Pfad und wir querten das Tal nach Fully zum Hotel. Einige machten noch einen Spaziergang oberhalb des Dorfes zum Kastanienwald. Um 18 Uhr trafen wir uns zum Apero und André las uns einen Teil der Geschichte von Farinet vor. C.F. Ramuz stellte diese Persönlichkeit dar. Einige von uns kannten die Geschichte vom Französischunterricht. Das anschliessende Nachtessen war auf eine besondere Art präsentiert und schmeckte hervorragend. Am folgenden Tag ging es statt zu Fuss mit dem Postauto nach Saillon. Farinet lebte in diesem Ort. Von dort beginnt der Farinetpfad am Fusse der mittelalterlichen Burg. Am Rundweg markieren 21 Glasbilder. Wir stiegen immer höher durch die Rebberge zum Waldrand. Dort organisierte André einen Apero. Mit Hilfe von Handy konnte uns die charmante Weinbäuerin doch noch erreichen und wir konnten auf einen guten Tropfen anstossen. Weiter gingen wir höher zur Hängebrücke, die 136 Meter über jene Schlucht schwingt, in der sich Farinet versteckte. In guter Zeit erreichten wir das Dorf Leytron, um dann die Heimreise vollgepackt mit schönen Erinnerungen anzutreten. Im Namen aller, herzlichen Dank dem Tourenleiter André für die beiden interessanten Tage. Annemarie Knüttel Fotos von Ruedi und Hansjörg 18. April Blustwanderung (Chriesiwassertour) Fricktal Um 8:00 Uhr fahren 9 Club-Mitglieder (5 Männer und 4 Frauen) mit dem Zug von Brugg nach Frick, wo unsere Tourenleiterin Edith Leuenberger auf uns wartet. Die Beizen sind alle geschlossen, aber Edith hat Gipfeli und einen Thermoskrug mit Kaffee mitgebracht – ein guter Anfang der Tour! Um 8:45 Uhr marschieren wir los, und durch Gipf und Oberfrick gelangen wir zum Wald, durch welchen wir zum Fürberg aufsteigen. Nur wenige Kirschbäume sind schon im Vollblust, die meisten blühen noch nicht oder erst in Ansätzen. In der Nähe des Birchhofs machen wir den ersten Halt, und Beni serviert Chriesiwasser aus einer Flasche, die er letzten Herbst dort gekauft hat auf dem Weg zur Fricktaler Monatsversammlung. Dazu schwärmt er, wie im Vorjahr die Kirschbäume schön geblüht haben. Weiter geht es über das Hochplateau, dann beginnt der Abstieg nach Wölflinswil. Bei einem Posten des Eisenerz-Weges halten wir nochmals Rast, diesmal überrascht uns Beni mit einem feinen Chriesi-Likör. Um 11 Uhr sind wir in Wölflinswil. Von dort steigen wir auf zum Plateau des Altenbergs und auf der anderen Seite wieder hinab durch ein kleines Tal nach Wittnau. Dann geht es wieder bergauf zum Weinberg auf der anderen Talseite, und um 13 Uhr erreichen wir das Kreuz oben am Weinberg, wo wir Mittagsrast halten. Der Blick geht nach Südosten zum Strihen und nach Süden das Tal hinauf, in dem die Strasse nach Kienberg und zur Salhöchi führt. Zum Abschluss gibt es noch einmal eine Runde Kirsch, diesmal gespendet von der Tourenleiterin. Die Blustwanderung wird jetzt in Chriesiwasser-Tour umbenannt. Um 13:30 nehmen wir den Abstieg nach Oberfrick unter die Füsse. Zuerst dem Waldrand entlang, dann vorbei an blühenden Kirschbäumen geht es rasch abwärts, so dass wir bereits nach einer knappen Stunde im Rest. Adler in Gipf eintreffen. Nach einem Trunk marschieren wir zum nahen Bahnhof und sind um 16 Uhr wieder zurück in Brugg. Im Namen der Teilnehmer danke ich der Tourenleiterin Edith Leuenberger für die Leitung dieser schönen Tour, Beni Bill für den Routenvorschlag und beiden für die Chriesiwasser unterwegs. Peter Hartmann Fotos von Peter Hartmann und Beni Bill 22. April WW : Mondscheinwanderung, Turenleiter Hansjörg Spillmann. 26 Teilnehmer Ist es eine Mondscheinwanderung oder eine Wanderung zum Sonnen-untergang? Beides. Um 16:35 Uhr fahren wir mit dem Postauto nach Remigen. Durch das Dorf, zur Kirche und zum Wasserreservoir. Dann geht es auf steilem Weglein zum leicht nach Osten geneigten Plateau des Bützbergs. Wer kennt diesen Berg? In unserer Gruppe ausser dem Tourenleiter fast niemand. Kein markierter Wanderweg, aber auf dem 647 m hohen Gipfel ein schöner Tisch mit Bank. Gibt es hier einen Apéro? Fragen einige, nein sage ich. dafür haben wir unterwegs zwei Gämsen gesehen. Nach einer Rast folgt ein kurzer, steiler und wegen dem trockenen Laub recht rutschiger Abstieg, kein Weg, eher ein Wildwechsel, auf der Nord-seite hinunter. Dann geht es wieder aufwärts zur Bürersteig, über die Strasse und hinauf zum Aussichtspunkt auf der Chameren. Das Brat-feuer, vorher entfacht von Ernst Walz, ist schon bereit für unsere diversen Fleischstücke und diverse Korken knallen in den ruhigen Frühlingsabend. Plötzlich entdeckt jemand durch die noch kahlen Äste der Bäume den Mond. Aber die untergehende Sonne ist viel attraktiver und ihr zu Ehren singen wir auf der Aussichtskanzel, unter der sich ja ein grosser Bunker befindet, den Alois. Dann wandern wir auf breiter Strasse durch den Wald und das immer spärlicher werdende Tageslicht reicht noch aus, um auch die steile Treppe hinunter nach Remigen ohne Lampe zu bewältigen. Kurze Einkehr im Bären und um 22:11 Uhr fährt uns das Postauto wieder nach Brugg. Es war schön, Wetter, Mond, Sonne und Wanderer machten mit und ich verspreche, nächstes Jahr wieder eine Mondscheintour zu organisieren. Hansjörg Spillmann Foto zu dieser Tour Tourenbericht Oetztal 100424_tourenbericht_oetztal.pdf (425.68 KB 08.05.2010 23:24) 25. April – 1. Mai 2010 WW Tourenwoche Cinque Terre Montag, 26. April Lèvanto – Sant’Antonio – Pilgerhospiz Soviore – Monterosso Nicht der Wecker schellt, es kräht ein Hahn in aller Herrgottsfrühe, um uns auf den 1. Tag in der Cinque Terre vorzubereiten. Nach einem ausgiebigen Frühstück und dem Kauf von Reiseproviant fahren wir mit dem Zug nach Lèvanto, wo der Einstieg zu unserer 1. Wanderung beginnt. Es werden 2 Gruppen gebildet, die schnellere wird von Hans, die gemütlichere von Rosmarie geführt. Mit einem Blick auf die Uferpromenade verlassen wir Lèvanto und folgen dem rot-weiss markierten Weg oberhalb der Steilküste durch Macchia und Olivenhaine auf mehrheitlich schmalen Wegen nach oben. Bekannte und weniger bekannte Pflanzen und Blumen säumen den Weg und immer wieder zieht uns ein wunderbarer Duft durch die Nase. Der Wald wird dichter und wir erreichen nach 2 Std. den Aussichtspunkt mit Blick auf Monterosso und kurz danach sehen wir die Kapelle Sant’Antonio und eine riesige Menschenmenge, die sich auf dem schönen Picknickplatz verpflegt. Trotzdem finden wir alle ein Plätzchen, und die 2. Gruppe trifft kurze Zeit später ein. In der Zwischenzeit ist der Aussichtspunkt frei, und wir können nach dem Mittagshalt einen Blick über die Küste werfen und fotografieren. Ein herrlicher abwechslungsreicher Weg führt uns weiter durch Macchia und Kiefernwälder zur „Colla dei Bàgari“. Hier nehmen ein paar von uns den Weg zurück nach Lèvanto, der Rest steigt nochmals steil bergauf und gelangt schliesslich zum Strassenpass „Colla di Gritta“. Der Weg entlang der Strasse gefällt nicht allen, es gibt jedoch keine andere Möglichkeit, und so müssen wir nochmals leicht ansteigende Strassenkehren in Kauf nehmen. Wir kommen zum Pilgerhospiz „Madonna di Soviore“ (465 m) und belohnen uns hier mit einer Erfrischung, die wir reichlich verdient haben. Der Weg hinunter ist breit, aber steinig. Wir kommen an einer rosaroten Barockkapelle vorbei und folgen dem Weg Nr. 9 nach Monterosso. Zunächst durch Wald, dann durch terrassierte Olivenhaine nähern wir uns auf dem Maultierpfad wieder dem Ausgangspunkt. Herzlichen Dank an unsere Tourenleiter und alle Mitwanderer, die diese Tour erst zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Uschi Lorenzen Gruppe 2 wandert vom Colle dei Bàgari ein bewaldetes Tälchen hinunter nach Lèvanto. Das Rauschen des Baches begleitet uns, eher ungewohnt für die Cinque Terre. Der Weg ist weich, dicht mit Föhrennadeln übersät, die Luft angenehm kühl. Welcher Gegensatz zum heutigen Aufstieg! Rosmarie Grimmer Dienstag, 27. April Monterosso – Riomaggiore Regen war angesagt. Am Morgen werden wir jedoch von der Sonne begrüsst. Die klassische Cinque-Terre-Wanderung – der Sentiero azzurro – steht heute auf dem Programm. Diese Strecke ist so berühmt, dass sie sogar mautpflichtig ist! Mit den notwendigen „Eintrittsbilletten“ versehen (die über Siebzigjährigen wandern billiger!) machen sich 10 Schnellläufer und 7 kleine Negerlein um neun Uhr auf den Weg. Gleich hinter dem Dorf geht’s auf ziemlich steilem Pfad und über unzählige Treppen die ersten 200 Höhenmeter hinauf. Wir kleinen Negerlein nehmen’s gemütlich. Auf der Höhe angekommen, geniessen wir den in stetem Auf und Ab im Hang verlaufenden Weg, bestaunen die verschiedenen Arten von Rebbau, den zum Teil alten Kulturweg, die wunderschönen Blumen. Nach knapp zwei Stunden und einem steilen Abstieg liegen die Bucht und das malerische Dorf Vernazza vor uns. Wir beobachten, wie sich aus zwei eben angekommenen Schiffen Ströme von Touristen über die Piazza in die Gässchen ergiessen – und uns schwant nichts Gutes. Als wir dann ganz ins Dorf hinunter gestiegen und in der Hauptgasse angekommen sind, herrscht dort ein solch emsiges Treiben, dass wir gleich durch die nächste Seitengasse wieder entfliehen! Zwei Negerlein müssen wegen Gebresten allerdings aufs Weiterwandern verzichten und kehren von hier mit dem Schiff nach Monterosso zurück. Die verbleibenden fünf kleinen Negerlein führt der Pfad erneut hinauf, vorerst über zahlreiche Treppen in felsiges Gebiet. Hier geniessen wir – bei prächtiger Aussicht auf die romantische Küste und das Meer – unser Picknick. Danach geht es weiter, durch Rebberge und Olivenhaine, bald durch offenes Gelände, dann wieder durch „Wildnis“, unter uns stets die felsige Küste. Nach etwa eineinhalb Stunden erreichen wir Corniglia, ein weiteres malerisches Dorf, das auf einem Felssporn hoch über dem Meer thront. Wir gönnen uns einen Cappuccino. Die anschliessende Besichtigung des Dorfes fällt leider kurz aus, denn plötzlich hört man Donnergrollen, und hinter den Hügeln im Nordwesten ist der Himmel bedrohlich schwarz. Über eine nicht enden wollende, mit Ziegelsteinen belegte Treppe – eine Art „Backstein-Tatzelwurm“ – steigen wir zum Bahntrassee resp. zur Küste hinunter. Mit dem Donnergrollen ständig im Rücken wandern wir der Küste entlang zügig Richtung Manarola. Einem Negerlein ist dieses Tempo zu schnell. Es verabschiedet sich und kehrt von Manarola mit der Bahn nach Monterosso zurück. Ein weiteres Negerlein schliesst sich ihm aus Solidarität an. Und so wandern nur noch drei kleine Negerlein auf der berühmten Via dell’amore nach Riomaggiore. Mittlerweilen ist die Gewitterfront da, es regnet in Strömen aber nur kurze Zeit. Trotz eindrücklicher Szenerie und lauschigen Sitzen auf dem in den Fels gehauenen Pfad lässt die romantische Stimmung etwas auf sich warten… Zwanzig Minuten später ist Riomaggiore erreicht, wo wir auf dem Bahnhof die Schnellläufer antreffen. Der Zug nach Monterosso fährt auch gleich ein. Ein weiterer perfekter Wandertag geht zu Ende. Lotti Miesch Mittwoch, 28. April Riomaggiore – Portovenere Heute stand uns wiederum ein herrlicher Wandertag bevor. Um 8.50 Uhr bestiegen wir den Zug in Monterosso, der uns nach Riomaggiore brachte. Unsere Wanderung führte uns an kleineren Rebbergen vorbei zur hoch über dem Meer gelegenen Kirche Madonna di Montenero. Von hier aus hatten wir einen tollen Blick auf Riomaggiore und darüber hinaus auf alle Orte der Cinque Terre. Kurz nach 11 Uhr erreichten wir auf Wiesen- und Waldwegen den Colle del Telegrafo. Eine Stunde später gönnten wir uns in einer Waldlichtung eine halbstündige Mittagsrast. Unsere Wanderung führte an der Kirche S. Antonio vorbei nach Campiglia, das auf 395 m liegt. Von hier genoss man eine herrliche Aussicht bis nach La Spezia. Wir legten nochmals eine Trinkpause ein und nahmen die letzte Etappe unter die Füsse. Die Steilküste war etwas vom Schönsten, was man in der Cinque Terre zu sehen bekam. Der anspruchsvolle Abstieg nach Portovenere setzte Trittsicherheit und gute Kondition voraus. Und wieder ging es rauf und runter bis wir um ca. 15.15 Uhr unser Ziel dieser Königswanderung erreichten. Uns blieb noch genügend Zeit, in einer Gartenwirtschaft Coupes und Getränke zu geniessen und das historische Städtchen zu erkunden. Besonders imposant waren die alte Festung sowie die auf einem Felsvorsprung gelegene Kirche San Pietro. Die Terrasse vor der Kirche bot einen phantastischen Blick hinunter auf das Meer. Nach 17 Uhr bestiegen wir das Schiff für die Rückreise. Noch einmal präsentierte sich die gesamte Cinque Terre in voller Grösse. Riomaggiore ist relativ gross, die Häuser eng aneinander gebaut. Erst oberhalb des Bahnhofs verbreitet sich der Ort weit in den Hang hinein. Bald zeigte sich auch Manarola, das sich hinter einer Felsnase versteckt. Das nächste Dorf hiess Corniglia, der einzige Ort nicht am Wasser und damit auch nicht direkt per Schiff erreichbar. Weiter ging’s nach Vernazza, ein kleiner Ort, gedrängt gebaut. Nach einstündiger Fahrt erreichten wir wieder Monterosso, das in zwei Teile gespalten ist. Der neuere Teil mit dem Bahnhof besitzt mit einer gepflegten Küstenpromenade auch einen schönen Sandstrand. Der alte Teil mit dem Schiffshafen und der Kirche San Giovanni Battista liegt hinter einem Felsvorsprung. Die Altstadt, die durch das Eisenbahntrassee vom Meer getrennt ist, gefällt mit ihren bunten arkadengesäumten Häusern. Bistros laden überall zum Verweilen ein. Wirklich eine tolle, unvergessliche Gegend. Herzlichen Dank für die umsichtige, perfekte Wanderleitung. Margrit Hägi Gruppe 2 plante die gleiche Wanderung, wollte sich aber den Aufstieg ersparen und auf dem Colle del Telegrafo (513m) starten. Falsche Fahrplanauskünfte sorgten in Riomaggiore für einige Aufregung. ich geriet ins Schleudern! Mit jeder neuen Auskunft wanderten wir noch einige Meter durchs Dorf aufwärts, bis wir auf ca. 70m Höhe den Bus nach Biassa bestiegen. Die Auskunft der Chauffeuse, die Haltestelle Monte Nero sei die dem Colle del Telegrafo am nächsten gelegene, liess uns dort aussteigen. Mein Gesicht wurde lang und länger, als Dorly erklärte, ihr Höhenmeter zeige erst 250m über Meer. Tatsächlich prangte das Santuario Madonna di Monte Nero 90m höher oben auf dem Hügel. – Ein steiler aber interessanter Aufstieg führte uns durch gepflegte Rebhänge hinauf zum Santuario, wo wir die andere Gruppe trafen. Unterwegs fesselten die vielen Reb-Zahnradbähnchen unsere Aufmerksamkeit. Frohgemut wanderten wir vom Santuario zum Colle del Telegrafo und weiter, genossen die andersartige Vegetation und die Aussicht aufs Meer und La Spezia. Auch die Schlüsselstelle, das etwas ausgesetzte Weglein um den Monte Castellana, und den steilen, aussichtsreichen Abstieg nach Portovenere meisterten wir mit Bravour. Nach wohlverdienter Tranksame und Bummel durchs Städtchen fuhren wir gemeinsam mit der andern Gruppe nach Monterosso zurück. Rosmarie Grimmer Donnerstag, 29. April Framura – Bonassola – Lèvanto Natur pur: Der Verde-Azzuro-Weg trägt seinen Namen zu Recht. Verde steht für das Grün der Waldeinsamkeit, durch die wir wandern und Azzurro für das tiefblaue Meer, auf welches wir hinunterschauen. Für heute ist wieder wunderschönes Wanderwetter angesagt. Mit der Bahn fahren alle von Monterosso zum Ausgangsort der Wanderung nach Framura. Unsere Tourenleitung Rosmarie und Hans Grimmer, wollen vor dem Abmarsch die Gruppe wieder aufteilen. Diesmal hat Rosmarie 11 und Hans nur 6 Teilnehmer. Über eine steile Treppe erreichen wir eine Strasse, welche schmal und schmäler wird und sich bald als enger Schotterweg fortsetzt. Wir marschieren an Olivenbäumen und Reben vorbei und geniessen die wunderschöne Aussicht auf das naheliegende Meer. Am Wegrand bestaunen wir die blühende Vegetation. Wir bewundern gelben Ginster, weisse Ziströschen und deren Zistrosenwürger, blühenden, duftenden Thymian, Currykraut, Zungenständel und violetten Dingel. Diese Pracht wird gerne und häufig fotografiert. Wir geniessen, dass heute, im Gegensatz zu den letzten drei Tagen, kaum Wanderer unterwegs sind. Dann verläuft der Weg wieder durch kühle Wälder und Tobel und nach ca. 2½ Stunden erreichen wir, vorbei an üppigen Orangen- und Zitronengärten, Bonassola, wo sich Gruppe 1 in einem Strassencafe mit einem feinen Capuccino stärkt. Durch Olivenhaie gelangen wir auf einem Treppenweg zum höchsten Punkt. Zur Mittagsrast treffen sich die beiden Gruppen auf einem grossen Parkplatz. Auf einem steinigen Strässchen, von wo wir einen prächtigen Ausblick aufs Meer haben, steigen wir unter der heissen Mittagsonne steil hinab zur Küstenpromenade von Lèvanto. Zwei nimmermüde SAC-Frauen trennen sich hier von der Gruppe und wandern via Sant’Antonio zurück nach Monterosso. Am langgestreckten Kiesstrand sind bereits die ersten Touristen am „Sünnele“ und ganz vereinzelt auch am Baden. Abseits vom Rummel finden wir eine schön gelegene Cafeteria und geniessen eine feine und wohlverdiente italienische Gelato. Anschliessend geht’s zum Bahnhof, wo Rosmarie erfahren muss, dass ein italienischer Billettautomat so seine Tücken hat. Sie ist lange beschäftigt unsere 11 Billette zu lösen. Um 15.00 besteigen wir den Zug zurück nach Monterosso. Auf der Fahrt erfahren wir von einem anderen Reisenden, dass unsere Billette in diesem Zug nicht gültig sind. Wir finden die Situation lustig, sind aber froh, dass kein Kontrolleur gekommen ist. Dem Leiterteam, Rosmarie und Hans, danken wir ganz herzlich für die schöne, unvergessliche Tour. Ruth Schaffner, Annemarie Knüttel Freitag, 30. April Madonna di Saviore – Riomaggiore ![]() Das Ziel der Gruppe 2 ist heute Vernazza. Wir fahren mit den andern nach Soviore (465m) hinauf. Unser Wanderweg führt mehr oder weniger über die Krete, dann am Abhang des Monte Malpertuso (815m) entlang zum Monte Castello (746m) und Monte Gaginara (772m). Meist wandern wir im Wald und wundern uns, dass hier oben die Vegetation nicht weiter ist. Buschwindröschen und Veilchen dominieren, die Buchenblätter sind kaum entfaltet. Sobald wir gegen die Sella della Cigoletta absteigen wird es blütenreicher. Weiss blühende Erikabäume, gelber Ginster und viele Waldblumen säumen den Weg. Kurz vor der Sella zweigt unser Weg nach Vernazza ab. Es ist der steilste Abstieg dieser Woche und stellenweise ausgesetzt. Er führt uns durch alle uns schon bekannten Vegetationsstufen hinab bis zum Meer. Eigentlich ein schöner Abschluss dieser Woche! Mit dem Schiff fahren wir nach Monterosso zurück. Rosmarie Grimmer Fotos von Klara Vogel und Hansjörg Spillmann |






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