Acht SAC-ler(innen) starten die Wanderung bei strahlend blauem Himmel und angenehmen Temperaturen von Chilcherberge oberhalb von Silenen. Schon die luftige Fahrt ist spektakulär, wir fahren mit einer Kistenseilbahn, die uns sanft in die Höhe bringt. Während der Fahrt geniessen wir das Panorama oder bewältigen mit Witzen das «flaue Gefühl». Bei der Bergstation angekommen gibt’s einen Startkaffee und wir füllen die Trinkflaschen auf. Nachdem viele Gebresten besprochen sind, vereinbaren wir uns auf das Schöne zu fokussieren.
Nun führt uns Markus in ruhigem und stetem Schritt 1250Hm hinauf. Der Pfad führt durch grüne und üppige Alpwiesen und Wald oder schlängelt sich an Bergflanken, bis zum Hexensteig sogar im Schatten. Alle sind ruhig und es fühlt sich wie «meditatives Wandern» an. Wir bestaunen immer wieder die grossartige Natur. Nach etwa 2 ½ Stunden Aufstieg öffnet sich vor uns der Blick auf den zauberhaften Seewlisee. Das türkisblau schimmernde Wasser liegt eingebettet zwischen den Bergen und reflektiert die Sonne und das Schwarz Stöckli auf bezaubernde Weise. Die Klänge zweier Alphornspieler runden die Idylle ab. Nach kurzer Pause machen wir uns auf den Weg zum Seewligrat. Der Aufstieg ist nochmals steil, besonnt und erfordert etwas Kraft. Wind erfrischt uns, den Markus kurz zuvor bestellt hat. Die Aussicht auf dem Weg hinauf ist jede Mühe wert. Oben angekommen, werden wir mit einem atemberaubenden Panorama belohnt. Der Seewligrat bietet einen grandiosen Ausblick auf die umliegende Bergwelt und den glitzernden Seewlisee. Wir geniessen die Mittagsrast, füllen an der Quellfassung unsere Flaschen wieder auf und freuen uns am Sein. Der nächste Abschnitt der Tour führt uns vom Seewligrat weiter zur Sittlisalp. Der Weg ist abwechslungsreich und schlängelt sich durch schroffes Gelände und sanfte Almwiesen. Rot-Weisse Markierungen leuchten im Überfluss. Unterwegs begegnen wir einem sehr fetten Mungg und einige Kühe grasen friedlich. Die Mundwerke laufen auch wieder aktiv. Nach einem langen und eindrucksvollen Tag voller Eindrücke und Erlebnisse erreichen wir die Sittlisalp auf der Alpkäse verkauft und von vielen gekauft wird. Die letzte halbe Stunde nach Vorder Boden ist «Fleissarbeit». Aber das Bähnli runter ist wiederum spektakulär -Schwindelfreiheit beim Bähnlifahren ;-). Fast senkrecht gondeln wir 600 Hm nitzi. Unterschächen liegt ca. 25 Minuten per pedes entfernt und das Postauto fährt uns zuverlässig. nach Altdorf.
Diese Wanderung ist ein echtes Erlebnis. Die Kombination aus herausragenden Ausblicken, wunderschöner Natur und der Ruhe der Berge hat mich sehr beeindruckt. Ich kann diese Tour wärmstens empfehlen.
Herzlichen Dank an Markus für die umsichtige Leitung, die wieder einmal super Idee und der Gruppe für das tolle Miteinander. Es war ein grossartiger Tag.
Heidi Baumann
