Zum Jahresanfang hätten wir eine sonnige Skitour aufs Sunnehöreli geplant. Aber der mangelnde Schnee und das Wetter bringen uns zu einer kreativen Tourengestaltung. Wir planen von den Bergbahnen Flumserberge zu profitieren und den Spitzmeilen zu besteigen. Auf dem Maschgenkamm starten wir mit einer Abfahrt nach Panüöl auf der nicht-präparierten Piste im dichten Nebel. Alle schön hintereinander, so dass niemand verloren geht. Nach dem Anfellen gehts Richtung Alp Fursch. Schon bald müssen wir das erste Mal die Ski abziehen und tragen, weil es sogar auf der Strasse zu wenig Schnee hat. Nach der Alp Fursch ist die Schneedecke ziemlich geschlossen und wir steigen den Markierungsstangen entlang auf. Das Wetter wird aber immer ungemütlicher. Ein total vereister Bachlauf zwingt uns zuerst zu einem Ausweichmanöver und dann doch zu einer Tragepassage. Gut ist der Pickel mit dabei, so kann die Tourenleiterin Stufen ins Eis schlagen und alle kommen unbeschadet über die schwierige Stelle. In der Ebene Bälli pfeift uns der Wind noch mehr um die Ohren, es ist richtig garstig. So entscheiden wir uns für einen Abstecher in die Spitzmeilenhütte. Nach dem Kafi in der Wärme steigen wir noch etwas auf zum Geländerücken oberhalb des Madseelis. Bevor wir losfahren, macht sich ein Ski schon selbständig auf die Abfahrt. Mit etwas Glück finden wir diesen aber wieder und können dann alle zur Alp Fursch runter kurven. Die Sicht- und Windverhältnisse bessern sich just zur Abfahrt deutlich, so dass wir alle Steine gut sehen und erfolgreich umfahren können. Nach dem Gegenanstieg zum Sessellift Panüöl, lassen wir uns von ebendiesem auf den Maschgenkamm hochtransportieren und fahren anschliessend zusammen mit ganz, ganz vielen Anderen hinunter zum Tannenboden.
Julia Geissmann
Die diesjährige Weihnachtsfeier stand unter dem Motte “Geschenke”. 52 Sektionsmitglieder nahmen an der Feier teil und unterhielten sich bestens. Barbara Jenni hat mit Unterstützung von weiteren HelferInnen die Tische wunderschön dekoriert und die bewährte Küchencrew bestehend aus Werner Jenni, Gabriela Von Atzigen, Pia Gitz, Werner Gitz, Ursi Suter und Urs Dätwyler war für das leibliche Wohl besorgt und erledigte den Abwasch – vielen Dank! Die Bergpredigt hielt Manfred Daum. In einer engagierten Rede sensibilisierte uns Manfred für einen schonenden Umgang mit unserer Umwelt und forderte uns auf, Mass zu halten.
Text und Fotos: Alois Wyss
Nebel und nur mittelprächtiges Wetter ist angesagt für heute. So entscheiden wir uns für eine kurze Reise in den Klettergarten Olten Säli. Ein Kommunikationsfehler bezüglich Seil-Mitnahme sorgt noch vor der Abfahrt für einen Sprint. Zum Glück gibts viele Verbindungen nach Olten… Im Klettergarten angekommen müssen wir uns zuerst an den Fels gewöhnen, finden aber abwechslungsreiche Routen für alle. Als am Nachmittag endlich die Sonne durchdrückt sind unsere Arme schon müde und wir machen uns auf den Heimweg .
Fotos: Dani Schmid, Kristina Macku
Wenn der Gotthard nicht staut und der Gipfel in den Wolken liegt…
Pünktlich um 06:00 Uhr rollte unser kleines, aber feines U35-Team von Brugg Richtung Gotthard los – mit dem Glück, dem Wochenendstau gerade noch ein Schnippchen geschlagen zu haben. Ziel: Sidelenbach. Dort angekommen um 08:00 Uhr, stand zuerst die wichtigste alpinistische Disziplin an: Kaffee & Nussgipfel im Hotel Tiefenbach – das Fundament jeder erfolgreichen Tour.
Die Tour war für fünf Personen ausgeschrieben, doch ausser Noëmi und Cyril fand sich keine weitere motivierte Jugend. Woran es lag? Unklar. Vielleicht Sommerferien, vielleicht Instagram-Flaute – jedenfalls: Ihr habt was verpasst!
Mit vollgeladenen Energiespeichern nahmen wir den Zustieg zur Sidelenhütte unter die Füsse – der höchsten Hütte der Urner Alpen – und erreichten sie in gemütlicher Stunde. Nach kurzer Anmeldung ging’s direkt weiter zum Kletterhighlight des Tages: Schildchröttli-Grat. Der Name klingt niedlich, doch spätestens bei der Klagemauer wurde es ernst. Geklagt wurde trotzdem nur leise – hauptsächlich über die fehlende Aussicht am Gipfel. Die Sicht reichte etwa 100 Meter – Nebel deluxe.
Wenigstens war’s windstill. Also keine Aussicht, aber auch keine kalten Finger – ein fairer Deal. Nach dem Abstieg zur Hütte stärkten wir uns mit Kuchen und machten einen Abstecher zum nahegelegenen Bergsee. Dort bauten wir – statt schnöder Steinmännli – einen Steinbogen, der selbst Leonardo da Vinci gefallen hätte.
Der Abend klang mit einem wilden Mix aus Rätselspielen, Geduldsproben und einem leckeren Hütten-Znacht aus. Um 21:00 Uhr war Bettruhe – denn: Der Wecker kannte kein Erbarmen.
Montag, 04:30 Uhr – Tourenstart
Gut gestärkt und mit Stirnlampen bewaffnet, starteten wir in Richtung Galenstock Süd-Ost-Sporn. Die letzten Tage hatten 20–30 cm Neuschnee gebracht, und laut Hütte war seit Tagen niemand auf dem Gipfel gewesen – einsame Spurarbeit war angesagt. Der Gletscher zeigte sich in seiner sommerlich ausgeaperten Form, und auf dem Grat lag ordentlich Schnee. Die Entscheidung war schnell gefallen: Steigeisen an und losklettern!
Die Kletterei präsentierte sich winterlich – einsam, ruhig, wunderschön. Der Schnee war erstaunlich tragfähig, was uns eine überraschend flotte Spurarbeit ermöglichte. Dank unserer 3er-Seilschaft mit perfekter Seilorganisation erreichten wir sogar unter Führerzeit den Gipfel – ein sportlicher Erfolg und Beweis für top Teamwork.
Die Sicht? Immer noch eher philosophisch als panoramisch – aber wer braucht Aussicht, wenn das Erlebnis so stark ist?
Der Abstieg über die bestens eingerichtete Abseilpiste bot nochmals Gelegenheit, unsere Technik unter Beweis zu stellen. Danach gings zurück zur Hütte, weiter zum Auto und wieder heimwärts Richtung Aargau – mit müden Beinen, vollen Erinnerungen und dem Gefühl: Das war ganz grosses (Berg-)Kino!
Herzlichen Dank an Philipp für die Organisation und Leitung dieser gelungenen Tour.
Wir hoffen auf viele weitere solche Erlebnisse mit der U35!
Bei bestem Wetter verbrachte die JO einen spannenden Tag an der Oberbuchsiterplatte in Egerkingen. Im Rahmen des Schnuppertag Bergluft lernten wir viel über Mehrseillängen, Standplatzbau, Seilhandhabung und Abseilen. Die Glace zum Schluss machte den Tag perfekt.
Freitag: Anreise ins Engadin nach Madulain, anschliessend Aufstieg zur Chamanna d’Es-Cha. Dieser absolvierten wir zu zwei Drittel in Laufschuhen. Aufgrund einer kaputten Lok traf die zweite Hälfte der Gruppe mit rund einer Stunde Verspätung ein. Die erste Gruppe versteckte ein Osterei auf dem Weg. Leider stellte sich beim ersten Bissen des Finders heraus, dass es faul war. So kam die nett gemeinte Überraschung nicht ganz so gut an wie gedacht. Am Nachmittag unternahmen wir alle zusammen eine kurze Akklimatisationstour bei schönstem Wetter.
Samstag: Ein super Tag! Über die Lücke Porta d’Es-cha gings an der Kette hoch und weiter zum Skidepot bei Piz Kesch. Von dort erklimmten wir in drei Seilschaften den Piz Kesch. Auf dem Gipfel gab es Lunch – und diesmal ein geniessbares Osterei. Anschliessend hängten wir noch den Porchabella-Gipfel an, ganz für uns allein, mit grossartiger Aussicht. Zurück bei der Hütte liessen wir den Nachmittag auf der Sonnenterrasse mit Kuchen, Kaffee und Sauren Moscht ausklingen.
Sonntag: Am letzten Tag machten wir uns auf zu einer Rundtour via Scalettapass und weiter auf das Chüebodenalphorn – oben im Nebel, ganz ohne Sicht und unten mit knapp Schnee. Beim Abstieg ins Sertigtal mussten die Skis die letzten 20-30min getragen werden. Dort im Sertig schlossen wir die Tour mit einem wohlverdienten Kaffee im Walserhuus ab.
Trotz kurzfristiger Planänderung und wetterbedingter Improvisation war es ein schönes Erlebnis. Danke an alle 8 Teilnehmenden und insbesondere Tom für die super toolle Tour, für die Flexibilität und die gute Stimmung unterwegs!
Milena Meier
Sogar fast ausgeschlafen machten wir uns auf den Weg nach Oberrickenbach. Von dort schwebten wir mit dem Bähnli auf die Bannalp, wo wir mit einer kurzen Abfahrt starten durften, bevor wir die Felle montierten. Mit dreispurigen Autobahnen ging es auf den Bannalp Pass. Dort hat auch alles pickeln von Julia nicht mehr viel gebracht und wir mussten die Harscheisen auspacken. Über den abgeblasenen Grat stiegen wir zum Skidepot auf. Von dort ging es mit einem kurzen Fussaufstieg zum Gipfel, wo uns eine grandiose Aussicht erwartete. Nach der Mittagspause, folgte eine holprige Abfahrt. Die glücklichen konnten zwischendurch ein paar Powder-Schwünge geniessen. Mit dem Skilift ging es gemütlich hoch in die Schneebar.
