Am Freitag gings früh morgens los von Brugg nach Realp mit dem Zug. In Realp machten wir uns zügig bereit. Wir verteilten Material und stellten uns gegenseitig schnell vor. Eine bunt durchmischte Gruppe. Jung und top motiviert.
Im Vorfeld hat es nochmals stark geschneit und es war kalt. Darum war es in Realp noch sehr winterlich. Jedoch hat die Sonne schon ordentlich Kraft.
Also nichts wie los! Der Aufstieg zur Albertheimhütte gelang ohne Probleme. Dort angekommen gab es zwei Gruppen. Ein Teil blieb in der Hütte und machte es sich gemütlich oder musste erste kleine Anfangsbeschwerden auskurieren. Der andere Teil ging noch auf eine kleine Nachmittagstour hinter der Hütte. Zum Glück gibt es in Richtung des Schafberges ein paar interessante Nordabfahrten. Der Schnee war ganz im Schatten noch sehr pulvrig. Trotzdem war der Schnee teils auch schon windgepresst oder leicht angeschmolzen.
Am Samstag ging es früh morgens los. Wir fuhren ein Couloir direkt hinter der Hütte runter und wechselten dann auf Aufstieg zum Lochberg. Die Gruppe war äusserst homogen, wenn es um die Aufstiegsgeschwindigkeit ging. Nicht immer der Fall bei einer Gruppengrösse von 11 Personen.
Kurz vor dem Gipfel des Lochbergs, rüsteten wir um auf Steigeisen und Pickel. Der Aufstieg mit aufgebundenen Ski verlief problemlos. Die Gruppe war mit dieser Aufstiegstechnik schon gut vertraut und darum sehr sicher unterwegs. Auf dem Gipfel des Lochbergs funktionierten wir schnell wieder um auf Abfahrt. Denn der Tag war noch lange. Zudem war ein Gruppenteil motiviert noch über die Lücke zwischen Müeterlishorn und Hinter Feldschijen aufzusteigen. Dort wartete eine noch nicht verfahrene Abfahrt auf den Gruppenteil. Der andere Gruppenteil fuhr vom Lochberg direkt zum Göscheneralpsee runter. Der See war noch genügend gedeckt, damit wir auf direktem Weg zur Chelenalphütte loslaufen konnten. Das Chelenalptal zog sich in die Länge. Das Wasser wurde immer knapper und die Beine immer erschöpfter. Gerade der Gruppenteil, der noch die Zusatzschlaufe gemacht hatte, hatte am Schluss zu kämpfen.
Dank einer super Hüttencrew konnten wir uns gut erholen. Das Material wurde getrocknet und die Kehle wieder benetzt. Die Tourenleitung machte sich mit den letzten Sonnenstrahlen nochmals auf die Skier. Denn der Aufstieg hinter der Chelenalphütte war noch nicht ausreichend gespurt. Wir gingen davon aus, dass der Schnee an diesem Südhang am Morgen gefroren sein wird. Trotz Harscheisen wollten wir das Risiko weiter minimieren.
Die Verhältnisse waren zwar optimal, trotzdem mussten wir eine kurze Passage sogar ohne Skier spuren. Der Hang direkt hinter der Chelenalphütte ist sehr steil und zum Teil ausgesetzt.
Am Sonntag ging es direkt auf den vorgespurten Aufstieg. Die Gruppe kam zügig vorwärts und hatte ihr Material im Griff. Bei (P. 2593) war der schwierigste Teil des Aufstiegs bereits geschafft. Danach ging es auf direktem Weg zum Sustenhorn. Ab der Sustenlimi hat man das Ziel direkt vor Augen. Bis zum Gipfel auf 3502 m.ü.M. kamen wir ziemlich locker. Die Abfahrt zur Tierberglihütte war ebenfalls ein voller Genuss. Es waren auch sonst noch viele Leute unterwegs. In den sonnenausgerichteten Hängen machte sich ein leichter Bruchharsch bemerkbar. Er konnte aber noch gut gefahren werden. In den schattigen Hängen war teils Pulver- oder Pressschnee.
Ein Teil der Gruppe machte Mittagspause in der Tierberglihütte. Der andere Teil der Gruppe machte sich direkt auf den Aufstieg zum Vordre Tierberg. Die Sichtverhältnisse waren optimal, deswegen sah man gut, wo sich die zwei Gruppen befanden. Die Gruppe von der Tierberglihütte machte sich nach dem Mittag auch noch auf den Aufstieg. Jedoch nur bis zur Tierberglücke, um danach nordseitig abzufahren. Die Gruppe vom Vordre Tierberg fuhr vom Gipfel über den Nordosthang runter. Etwa auf 2400 m.ü.M. fand sich die Gruppe wieder alle zusammen. Von dort gings über den Umpol und entlang des Steisees zum Steingletscher.
Die Dusche in der Gruppenunterkunft war anscheinend wegen Rohrbruchs defekt.
Am Montag ging es schon um kurz nach 6:00 los Richtung Fünffingersteck. Kurz nach 9:00 waren wir beireits auf dem Gipfel. Die Abstrahlung durch die Nacht war nicht so stark. Doch in der Höhe war der Schnee noch gut fahrbar. Wir machten die Schleife um das Wendenhorn und stiegen nochmals auf bis zur Lücke (P. 2789). Der Schnee wurde langsam schwer von der Sonneneinstrahlung. Von der Lücke sahen wir in den unverfahrenen Nordhang. Der letzte noch fast Pulverschnee. Danach ging es über den Wendengletscher in die Sonnenhänge. Leider waren diese schon zu sehr aufgeweicht. Bei diesen Temperaturen hätte es mehr Sinn gemacht, in den schattigen Hängen zu bleiben, um aus dem Tal zu kommen. Vor den Wendenläger mussten wir nochmals kurz mit Fellen aufsteigen, um den Wendenboden hinter uns zu lassen. Zum Glück war noch genug Schnee in der Teifflouwi und so konnten wir noch bis ca. 1400 m.ü.M. abfahren. Zu Fuss liefen wir noch bis Gadmen, Obermad. Von dort gingen wir mit Bus und Zug zurück Richtung Brugg.
Rafael Nyffenegger, Tourenleitung Osterskitour JO Brugg 2026
Zum Jahresanfang hätten wir eine sonnige Skitour aufs Sunnehöreli geplant. Aber der mangelnde Schnee und das Wetter bringen uns zu einer kreativen Tourengestaltung. Wir planen von den Bergbahnen Flumserberge zu profitieren und den Spitzmeilen zu besteigen. Auf dem Maschgenkamm starten wir mit einer Abfahrt nach Panüöl auf der nicht-präparierten Piste im dichten Nebel. Alle schön hintereinander, so dass niemand verloren geht. Nach dem Anfellen gehts Richtung Alp Fursch. Schon bald müssen wir das erste Mal die Ski abziehen und tragen, weil es sogar auf der Strasse zu wenig Schnee hat. Nach der Alp Fursch ist die Schneedecke ziemlich geschlossen und wir steigen den Markierungsstangen entlang auf. Das Wetter wird aber immer ungemütlicher. Ein total vereister Bachlauf zwingt uns zuerst zu einem Ausweichmanöver und dann doch zu einer Tragepassage. Gut ist der Pickel mit dabei, so kann die Tourenleiterin Stufen ins Eis schlagen und alle kommen unbeschadet über die schwierige Stelle. In der Ebene Bälli pfeift uns der Wind noch mehr um die Ohren, es ist richtig garstig. So entscheiden wir uns für einen Abstecher in die Spitzmeilenhütte. Nach dem Kafi in der Wärme steigen wir noch etwas auf zum Geländerücken oberhalb des Madseelis. Bevor wir losfahren, macht sich ein Ski schon selbständig auf die Abfahrt. Mit etwas Glück finden wir diesen aber wieder und können dann alle zur Alp Fursch runter kurven. Die Sicht- und Windverhältnisse bessern sich just zur Abfahrt deutlich, so dass wir alle Steine gut sehen und erfolgreich umfahren können. Nach dem Gegenanstieg zum Sessellift Panüöl, lassen wir uns von ebendiesem auf den Maschgenkamm hochtransportieren und fahren anschliessend zusammen mit ganz, ganz vielen Anderen hinunter zum Tannenboden.
Julia Geissmann
Die diesjährige Weihnachtsfeier stand unter dem Motte “Geschenke”. 52 Sektionsmitglieder nahmen an der Feier teil und unterhielten sich bestens. Barbara Jenni hat mit Unterstützung von weiteren HelferInnen die Tische wunderschön dekoriert und die bewährte Küchencrew bestehend aus Werner Jenni, Gabriela Von Atzigen, Pia Gitz, Werner Gitz, Ursi Suter und Urs Dätwyler war für das leibliche Wohl besorgt und erledigte den Abwasch – vielen Dank! Die Bergpredigt hielt Manfred Daum. In einer engagierten Rede sensibilisierte uns Manfred für einen schonenden Umgang mit unserer Umwelt und forderte uns auf, Mass zu halten.
Text und Fotos: Alois Wyss
Nebel und nur mittelprächtiges Wetter ist angesagt für heute. So entscheiden wir uns für eine kurze Reise in den Klettergarten Olten Säli. Ein Kommunikationsfehler bezüglich Seil-Mitnahme sorgt noch vor der Abfahrt für einen Sprint. Zum Glück gibts viele Verbindungen nach Olten… Im Klettergarten angekommen müssen wir uns zuerst an den Fels gewöhnen, finden aber abwechslungsreiche Routen für alle. Als am Nachmittag endlich die Sonne durchdrückt sind unsere Arme schon müde und wir machen uns auf den Heimweg .
Fotos: Dani Schmid, Kristina Macku
Wenn der Gotthard nicht staut und der Gipfel in den Wolken liegt…
Pünktlich um 06:00 Uhr rollte unser kleines, aber feines U35-Team von Brugg Richtung Gotthard los – mit dem Glück, dem Wochenendstau gerade noch ein Schnippchen geschlagen zu haben. Ziel: Sidelenbach. Dort angekommen um 08:00 Uhr, stand zuerst die wichtigste alpinistische Disziplin an: Kaffee & Nussgipfel im Hotel Tiefenbach – das Fundament jeder erfolgreichen Tour.
Die Tour war für fünf Personen ausgeschrieben, doch ausser Noëmi und Cyril fand sich keine weitere motivierte Jugend. Woran es lag? Unklar. Vielleicht Sommerferien, vielleicht Instagram-Flaute – jedenfalls: Ihr habt was verpasst!
Mit vollgeladenen Energiespeichern nahmen wir den Zustieg zur Sidelenhütte unter die Füsse – der höchsten Hütte der Urner Alpen – und erreichten sie in gemütlicher Stunde. Nach kurzer Anmeldung ging’s direkt weiter zum Kletterhighlight des Tages: Schildchröttli-Grat. Der Name klingt niedlich, doch spätestens bei der Klagemauer wurde es ernst. Geklagt wurde trotzdem nur leise – hauptsächlich über die fehlende Aussicht am Gipfel. Die Sicht reichte etwa 100 Meter – Nebel deluxe.
Wenigstens war’s windstill. Also keine Aussicht, aber auch keine kalten Finger – ein fairer Deal. Nach dem Abstieg zur Hütte stärkten wir uns mit Kuchen und machten einen Abstecher zum nahegelegenen Bergsee. Dort bauten wir – statt schnöder Steinmännli – einen Steinbogen, der selbst Leonardo da Vinci gefallen hätte.
Der Abend klang mit einem wilden Mix aus Rätselspielen, Geduldsproben und einem leckeren Hütten-Znacht aus. Um 21:00 Uhr war Bettruhe – denn: Der Wecker kannte kein Erbarmen.
Montag, 04:30 Uhr – Tourenstart
Gut gestärkt und mit Stirnlampen bewaffnet, starteten wir in Richtung Galenstock Süd-Ost-Sporn. Die letzten Tage hatten 20–30 cm Neuschnee gebracht, und laut Hütte war seit Tagen niemand auf dem Gipfel gewesen – einsame Spurarbeit war angesagt. Der Gletscher zeigte sich in seiner sommerlich ausgeaperten Form, und auf dem Grat lag ordentlich Schnee. Die Entscheidung war schnell gefallen: Steigeisen an und losklettern!
Die Kletterei präsentierte sich winterlich – einsam, ruhig, wunderschön. Der Schnee war erstaunlich tragfähig, was uns eine überraschend flotte Spurarbeit ermöglichte. Dank unserer 3er-Seilschaft mit perfekter Seilorganisation erreichten wir sogar unter Führerzeit den Gipfel – ein sportlicher Erfolg und Beweis für top Teamwork.
Die Sicht? Immer noch eher philosophisch als panoramisch – aber wer braucht Aussicht, wenn das Erlebnis so stark ist?
Der Abstieg über die bestens eingerichtete Abseilpiste bot nochmals Gelegenheit, unsere Technik unter Beweis zu stellen. Danach gings zurück zur Hütte, weiter zum Auto und wieder heimwärts Richtung Aargau – mit müden Beinen, vollen Erinnerungen und dem Gefühl: Das war ganz grosses (Berg-)Kino!
Herzlichen Dank an Philipp für die Organisation und Leitung dieser gelungenen Tour.
Wir hoffen auf viele weitere solche Erlebnisse mit der U35!
Bei bestem Wetter verbrachte die JO einen spannenden Tag an der Oberbuchsiterplatte in Egerkingen. Im Rahmen des Schnuppertag Bergluft lernten wir viel über Mehrseillängen, Standplatzbau, Seilhandhabung und Abseilen. Die Glace zum Schluss machte den Tag perfekt.
