Kenner wissen es längst: Die Radtouren von Käthi und Walter führen auf ausgesuchten Wegen in Geländekammern, die wir Berg-Affine kaum kennen. So war es auch diesmal.
Die Tour musste wegen der Witterung um einen Tag nach hinten geschoben werden. Für den Weg zum Bahnhof brauchte es erst einen Griff in die Winter-Klamotten um den kalten Temperaturen gerecht zu werden. Wir luden unsere Velos in die S12, E-Bikes und Bio-Bikes bunt gemischt. Ohne Umsteigen gelangten wir zu unserem Ausgangs- und Endpunkt. So einfach ist es nicht, in Zürich-Stettbach den Weg aus dem grossstädtischen Gewusel ins Grüne zu finden. Wir folgten Käthi auf schmalen Wegen und Stegen, entlang kleiner Bächlein, und bereits in Wangen grüssten schöne Riegelhäuser. Nach der Steigung nach Kindhausen (ja, die Zürcher haben auch eins!) waren wir endgültig auf dem Land. Die Sonne zwängte sich durch spektakuläre Wolken und am Horizont glänzten die frisch verschneiten Alpen. Bald parkierten wir die Drahtesel und erkundeten kurz zu Fuss das Naturschutzgebiet Wildert, ein Hochmoor.
Beim Flugplatz Fehraltdorf gab es eine kurze Einkehr. Auch wenn der Flugplatz «Speck» heisst, waren doch eher Nussstangen gefragt. Nachher war es nicht mehr weit zum Pfäffikersee. Ein kurzer Fotohalt musste sein, denn es ist nicht erlaubt diesem See entlang zu radeln. Erst durch ausgedehntes Riedland, dann durch landwirtschaftliche Gebiete führte Käthi uns zum Greifensee. Am Aa-Spitz erfolgte die Mittagsrast umgeben von Wasservögeln und Ausflüglern.
Am Greifensee ist Radfahren erlaubt, entsprechend belebt waren die Wege: Kinderwagen, Wanderer, Velofahrer in alle Richtungen. Kein Wunder folgte einer unserer wackeren Bio-Biker kurz einem falschen Helm. Das Malheur war klein, und der Tourenbericht war vergeben. Die Temperaturen waren inzwischen recht angenehm und das Thema «Beiz» wurde unüberhörbar. Vorerst besuchten wir den Ursprung der Glatt, die ihren Namen beim Ausfluss aus dem Greifensee erhält. Während der Fluss träge dahin floss, strebten wir in flottem Tempo die Eisbahn Dübendorf an. Unter Sonnenschirmen, versehen mit Tranksamen, würdigten wir die schöne Tour.
Eigentlich waren wir wieder mitten in der Agglo, aber das Planungsteam hatte nochmals Wege ausgeheckt, die uns durchs Grüne führten, praktisch bis zum Bahnhof Stettbach.
Vielen Dank den beiden Tourenleitern, der grosse Aufwand mit Planen und Rekognoszieren hat sich gelohnt.
Markus Schuler
In der ganzen Schweiz waren Gewitter angesagt, ausser im Melchtal. Das liessen sich unsere beiden Tourenleitende nicht nehmen. Voller Optimus starteten wir zu sechst in die 7 Seillängen der Route Meteorit. In der Vollmontur wurde es beim Klettern bald zu warm. Die Sonne zauberte schliesslich unerwarteterweise noch ein paar Schatten in die Wand. Wir genossen den griffigen Fels. Nach der letzten Seillänge kamen wir glücklich am obersten engen Stand an. Noch glücklicher waren wir nach dem langen Abseilen. Nun durften wir endlich unser Mittagessen und die feine Linzertorte geniessen.
Wir danken Kristina und Dani für die Tourenleitung und das schöne und abschüssige Sonntagserlebnis!
Bericht: Salome, Elvira und Kritik von Stephan
Fotos: alle
Bei frischen Temperaturen und zunächst eher grauem Himmel machten sich 9 motivierte SACler (2 mutige Männer inmitten einer Frauenmehrheit) auf den Weg Richtung Rigi – die «Königin der Berge». Passend dazu führte uns Regine, unsere persönliche Königin der Berge, souverän hinauf.
Der Aufstieg war steil, schweisstreibend und dank der coolen Knubbelketten auch ein bisschen abenteuerlich. Doch je höher wir kamen, desto mehr zeigte sich die Sonne – zusammen mit gefühlt ganz Asien und weiteren hunderttausend Touristen auf der Rigi. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto machten wir uns deshalb möglichst schnell wieder aus dem Staub.
Auf einer Wiese mit fantastischer Aussicht wurden wir mit einem gemütlichen Mittagessen belohnt. Danach ging’s zügig talwärts. So zügig sogar, dass wir deutlich schneller unten waren als geplant.
Vielen Dank an Regine für die tolle Organisation und Führung. Trotz der vielen Abzweigungen im Wald brachte sie uns sicher ans Ziel. Ein weiterer Dank geht an die tolle Wandergruppe für die interessanten Gespräche.
Bericht Kristina
Fotos alle
Den Schnuppertag Bergluft verbrachte die JO im Klettergarten oberhalb von Klus, Solothurn. Bei schönem Wetter verbrachte die Gruppe einen tollen Tag am Fels. Mit viel Freude und Motivation übten die Teilnehmer das Klettern im Toprope und im Vorstieg, lernten das richtige Fädeln sowie wichtige Knoten kennen.
Trotz eines verpassten Zuges blieb die Stimmung gut, denn mit einer Glace verging die Wartezeit wie im Flug.
Simona Würsch
Zu viert starten wir um zum schmucken Landstädtchen Büren an der Aare zu reisen. Inmitten schönen, historischen Bauten geniessen wir den Startkafi im „Leo 1818“. Wir bestaunen die mächtige Holzbrücke über der Aare und beginnen die schöne Flusswanderung bis zu den Störchen in Altreu. Die Aussicht über das glitzernde Gewässer, die idyllische Uferlandschaft und das traumhaft Wolkengebilde empfinden wir als wunderbar. An einem lauschigen Plätzchen direkt an der Aare machen wir unseren Picknick-Halt. Die traditionelle Fähre Leuzingen-Altreu bringt uns sicher zu den Störchen. Man sieht zahlreiche klappernde Weissstörche beim Überfliegen der Felder auf der Nahrungssuche. Wie auf Jongliertellern sitzen sie dann auf den Bäumen und den hohen Dächern der Bauernhäuser und füttern ihre Jungtiere. In einem Horst entdecken wir 4 Junge. Bald werden sie wohl ihre ersten Flugversuche wagen. Den schönen Tag runden wir ab mit der Fahrt mit dem Aareschiff nach Solothurn.
Wir danken Franziska für die gute Idee und die Begleitung Heidi Schneider
Bestes Frühlingswetter lockte neben uns auch noch zwei weitere Kletterkurs-Gruppen an die Felsen im Eppenberg. Zum Glück waren wir die Ersten und konnten so noch ungestört starten und uns an den Fels gewöhnen. 8er, Halbmastwurf, …. die Knoten waren im Nu geübt und in der Zwischenzeit waren auch schon die Seile eingerichtet fürs Toprope Klettern. Gross und Klein kletterten eine Route nach der anderen und wer wollte, versuchte sich auch noch an der 7+ Route. Es gab auf alle Fälle genug zu Tun.
Julia Geissmann
Weil wir – jung und alt – unbedingt Dinosaurierspuren am Raimeux sehen wollten, trafen wir
uns am Samstag, 2. Mai, um 6:30 Uhr am Bahnhof Brugg. Eine von uns stieg wegen eines
Alarmfehlers erst in Olten – mit sechs Kaffees in einer Hand, gut gemacht!
In Moutier folgten wir der Rue des Gorges, und nach 15 Minuten standen wir bereits vor
einer gewaltigen Platte, bedeckt mit Dinosaurierspuren. Dort bildeten wir drei Seilschaften
und begannen unsere Klettertour. Die frischen Temperaturen änderten sich am sonnigen Hang
rasch, und die Grande Arête bot uns abwechslungsreiche Kletterei, Kraxelei und Gratwanderung.
Nach ein paar Seillängen trafen wir auf chinesische Touristen. Mit Kameras auf den Helmen
und in Turnschuhen starrten sie uns an – und wir sie. Gut, dass es viele Pfade und Routen
auf dem Mont Raimeux gibt – unsere Wege trennten sich bald.
Möglichkeiten gibt es genug. Wir setzten unsere Tour fort, und nach der Paroi des Pitons –
einem senkrechten Fels mit Eisenstiften – erklärte Janine, dass wir unseren höchsten Kletterpunkt
erreicht hätten. Wir freuten uns – aber rückblickend zu früh. Es folgten noch ein paar hundert
Höhenmeter Wanderei. Kraxelnd kämpften wir uns durch ein wirres Netz aus Pfaden, spärlich
markiert mit ein paar Steinmännchen, bis wir endlich auf einen richtigen Wanderweg trafen.
Mit einem zügigen
zweistündigen Abstieg erreichten wir Moutier 15 Minuten vor unserer günstigen SBB-Verbindung.
Alle waren ausgeklettert, sonnendurchflutet und voller Eindrücke. Wir danken dir, Janine,
für das gut vorbereitete und durchgeführte Klettererlebnis!
Oksana Zaharko, KI korregiert
Vier Tage zwischen Sulz, Zirkus und Polenta
Die Tour beginnt standesgemäss mit den überaus herzlichen Mitarbeitenden der Jungfraubahnen. Man merkt sofort: Touristen stören hier eigentlich nur den Betriebsablauf. Skitourengänger hingegen geniessen ungefähr denselben Status wie seltene Alpenblumen oder zahlungskräftige Aktionäre. Entsprechend gnädig werden wir durchgeschleust, während irgendwo hinter uns eine asiatische Reisegruppe am Stollenende strandet.
Am ersten Tag steht das Louwihorn auf dem Programm. Die Aussicht ist grossartig, die Stimmung erstaunlich gut – trotz Schmerzen in einigen Köpfen. In der halbvollen Konkordiahütte erleben wir dann die Magie alpiner Raumplanung: Die Hütte ist nur halb besetzt, die Zimmer jedoch fühlen sich an wie ein Evakuierungszug kurz vor Grenzschliessung. Kulinarisch erwartet uns eine Polenta von beeindruckender Ideenlosigkeit. Was solls…
Die Tourenplanung für den zweiten Tag ist rollend: Die Fiescherhörner fallen wegen Schneemangels weg. Stattdessen entscheiden wir uns für das Agassizhorn: Unrühmlicher Name, kaum Gäste und dafür eine sensationelle Abfahrt in die Flanke. Auf dem Weg zur Finsteraarhornhütte erwartet uns bester Sulz. Die Ski laufen gut, die Stimmung steigt, und das morgige Ziel zeigt sich in voller Pracht. In der Hütte folgt dann die grosse Enttäuschung: Die berühmte Rösti wird erst morgen eingeflogen. Man kann nicht alles haben im Hochgebirge. Beim Nachtessen eskalieren die Älplermagronen und lassen bald die WC-Schüsseln klingen. Die Warteschlangen sind entsprechend lang.
Der Plan für Samstag war schon immer fix. Sogar mit Geheimtipp-Zustieg (den ungefähr jede zweite Seilschaft kennt). Der Aufstieg aufs Finsteraarhorn verläuft geschmeidig. Oben beginnt dann allerdings der eigentliche Zirkus: Nach bester Fernsicht und Gipfelglück kreuzen wir im Abstieg Unmengen an Bergführern mit ihren Kundschaften. Menschen bezahlen offenbar viel Geld dafür, am kurzen Seil kontrolliert dem Nahtoderlebnis entgegengeführt zu werden. Mangels Bohrhaken benutzen einige unsere Waden kurzerhand als zusätzliche Haltegriffe. Kundenservice unter Alpinisten. Besonders schön: Die meisten Seilschaften werden von unserer JOlerinnen-Seilschaft souverän überholt. Zurück am Hugisattel beobachten wir das Flugspektakel von Patrick von Känel. Die Abfahrt zurück zur Hütte ist dann deutlich holpriger als erhofft und erstaunlich wenig sulzig. Dafür wartet unten endlich die sagenumwobene Rösti. Jaggi strahlt mit diesem Monument aus Kartoffeln um die Wette.
Am Sonntagmorgen starten wir mit einem schiefen „Happy Birthday“ für Rafi. Glücklicherweise ist das Wetter deutlich besser als unser Gesang. Es folgt eine wunderbar lauschige Abfahrt über den Fieschergletscher, bevor wir aufs Galmihorn ansteigen. Unterwegs verwandelt sich der Hang kurzzeitig in einen Übungsplatz für alle Varianten des Flaschenzugs. Die anschliessende Sulzabfahrt nach Reckingen ist schlicht berauschend. Rafi zelebriert seinen Geburtstag mit einigen kreativen Birthday-Lines durchs Gelände.
Unten folgt das Bad im gar nicht so warmen Gletscherbach. Ein Fischsterben in der Rhone kann weder bestätigt noch ausgeschlossen werden. Der Abstieg nach Reckingen erfolgt bei den jüngsten in Flipflops. Wer braucht schon Bergschuhe nach vier Tagen im Hochgebirge? Fussorthopäden lieben diesen Trick. Und weil es eine echte Jaggitour ist, endet alles wie immer: Mit einem Sprint auf den Zug.
Danke Jaggi und Manuel für vier absolute Spitzentage zwischen Sulz, Gipfelglück, Chaos und Rösti.
Bericht: Sämi
Fotos: Alle, die besten aus Jaggis Spiegelreflex!
Heute stand eine eher ungewöhnliche Wanderung auf dem Programm, nämlich Wanderung zum schweizerischen Stonehenge. Menhire, Megalithen, Steinkreise sind eher bekannt aus England und Irland. Jedoch auch bei uns hat es solche Objekte und zwar im Säuliamt, Region Affoltern am Albis. Hier hat es angeblich die dichteste Ansammlung von Megalithen ausserhalb England und Nordfrankreich
und genau diese Objekte wollten wir besuchen. Bei etwas trübem Wetter starteten wir 16 Wandersleute unsere Wanderung am Bahnhof Affoltern. Die ersten Steine oder Menhire konnten wir bald vom Weg aus im Unterholz ausmachen. Kurze Zeit später führte ein Pfad einer imposanten Steinreihe entlang und dann beim Weiler Grüt untersuchten wir mit Pendeln einen sogenannten Lochstein auf magische Kräfte.
Nach dem Picknik erreichten wir den Höhepunkt der Wanderung, den Steinkreis im Bislikerhau, hier stehen 9 unterschiedlich grosse Menhire in einem Kreis von ca 10 Metern Durchmesser. Auch hier versuchten wir mittels Pendeln und Ruten unser Glück leider ohne eindeutige Resultate. An was lag es? Und so nahmen wir leicht enttäuscht den Rückweg unter die Füsse und genehmigten uns beim Bahnhof noch einen Abschlusstrunk. Im Internet gibt es diverse Informationen zu diesen Objekten.
Sonniger Frühlingstag. 11Velobegeisterte, 5 mit E-Bike, der Rest Bio, starten über Umiken ans linke Aareufer Richtung Wildegg. Hier kommen wir zur Kantonsmitte mit dem Gedenkstein, wo wir uns eine Pause gönnen. Auf einem speziellen versteckten Pfad führt uns Walter ein Stück durch dichtes Grün. Dann in Wildegg, dank bewährter guter Tourenplanung von Käthi und Walter umfahren wir gekonnt den Verkehr und befinden uns ganz schnell auf ruhigen Velowegen Richtung Lenzburg, hier ebenfalls hintenrum und zügig an den grünen Auen des Aabachs entlang ganz nah am Wasser auf schmalem Weg rauf und runter: „Achtung Konzentration“, Hoppla, fast abgetaucht, grad noch rechtzeitig gestoppt.
Bald sind wir auf breiter Waldstasse Richtung Egliswil, wo wir links bergauf abzweigen den Berg hoch zum Esterliturm. Der hohe Turm mit den über 200 Treppen wird natürlich bestiegen und die Rundumsicht gebührend genossen. Dann die Erholung auf dem schönen Platz zwischen dem wunderbaren üppigen Frühlingsgrün der Buchen und die verdiente Stärkung. Ein Hoch an die Bio-Biker für ihre Leistung! Nun geht’s vor allem bergab und wir halten beim Fünfweiher, dem idyllischen Wasser inmitten des Waldes. Weiter den Wald runter umrunden wir Lenzburg und auf diversen ausgeklügelten Wegen durch Wald und Wiesen erreichen wir Brunegg, wo wir uns zu einem Schlusstrunk im Sternen niederlassen und anschliessend über Birr Lupfig unsere Tour in Windisch abschliessen.
Käthi und Walter danken wir herzlich für die zahlreichen Ecken und Wege, die wir durch euch kennenlernen und geniessen durften.
Berta
«Die Sonnenstube der Schweiz mutiert morgen zum Schüttstein so macht die Tour keinen Spass». Dieses Mail erreichte uns am 12.04. Flux organisiert Markus eine Noodelumfrage und zur Freude vieler Angemeldeten findet die Tour auf die Cima di Medeglia doch noch statt. Wir fahren mit den SBB (obwohl die reservierten Plätze nicht reserviert wurden) problemlos nach Riviera Bironico. Gleich nach dem Bahnhof geht es steil bergauf, der Bergweg ist schmal und steinig. Im eindrücklichen Kastanien- und Eichenwald gewinnen wir schnell Höhe. Bei einer Kapelle machen wir Trinkpause. Kurz darauf treten wir in einen wunderschönen Birkenwald. Die Blätter flirren im Wind. Der Boden ist mit Gras bewachsen, Sonnenstrahlen lassen alles glänzen - eine wunderschöne Stimmung.
Schon bald sind wir auf der Cima di Medeglia und geniessen eine ausgedehnten Mittagspause. Der Wind bläst zügig und doch ist es angenehm von der Temperatur her. Das Gipfel-Kreuz ist in Stein eingelassen und sieht sehr stabil aus. Die Aussicht ist grossartig. Es ist dunstig, die Sicht nicht sehr klar, aber das Panorama ist dennoch fantastisch. Ein erstaunlicher und grandioser 360°-Rundblick, auf dem nur 1260 Meter hohen Gipfel. Zu sehen ist die Magadino-Ebene mit Bellinzona, der Lago Maggiore mit Locarno und in der Ferne ist der Luganersee auszumachen. Gesäumt wird der Ausblick mit den Tessiner Bergen, wie dem nahen Monte Bar und der Gebirgskette Tamaro-Lema. Im Abstieg gehen wir statt nach Medeglia, wie ursprünglich geplant, nach Isone, die Auswahl der Restaurant ist grösser. Auf breiten und schmalen Steigen geht’s nach unten, wieder hoch und wieder runter. Ein Abschnitt ist gesperrt und wir folgen der Strasse in langen Kehren nach Isone. Tatsächlich finden wir ein einfaches Lokal mit freundlicher Bedienung und geniessen kühle Getränke und das Leben. Die weitere Zugfahrt zeichnet sich durch Verspätungen auf der Nord-Süd Achse aus. Mit Gelassenheit und Zuversicht kommen wir zufrieden nach Hause.
Herzlichen Dank Markus, für deine grosse Flexibilität und Anpassung des Datums sowie deine Klarheit und Umsicht in der Gruppenleitung. Herzlichen Dank allen Teilnehmenden, es war ein schöner Tag in der Sonnenstube der Schweiz.
Heidi Baumann
Fotos: Verena Keller und Werner Gitz
Leitung: Uschi Lorenzen
Teilnehmer:10
Bei idealem Wetter konnte die Wanderung programmgemäss durchgeführt werden. Mit der Bahn fuhren wir nach Mostindien, zum Bahnhof Felben – Wellhausen, dem Startpunkt unserer Frühlingswanderung. Zuerst führte uns der Weg stetig ansteigend, oberhalb des Affoltertobels, nach Lustdorf. Oben am Waldrand genossen wir die wohlverdiente Mittagspause mit Blick in Richtung Alpstein. Leider war der Himmel etwas verhangen, so dass wir nur die untere Hälfte des Alpstein-Panoramas erkennen konnten.
Weiter wanderten wir vorbei an gelb blühenden Feldern (der Löwenzahn hatte Hochsaison) und einigen wunderschönen blühenden Obstbäumen. Auf der Höhe von Zezikon führte der Wanderweg an Pferdeweiden vorbei. Einige Tiere waren neugierig und kamen zum Zaun. Offenbar hatten sie Freude an uns Frühlingswanderer.
Die letzte Etappe führte uns von Affeltrangen nach Bettwiesen dem Zielort der schönen und abwechslungsreichen Wanderung in der Ostschweiz.
Herzlichen Dank Uschi, für die Planung und umsichtige Durchführung dieser schönen Wanderung.
Kurt Thoma
Zwischen Regenjacke und Traumpulver. Der Sonntag begann so, wie es sich für ambitionierte Alpinisten gehört: mit Ausschlafen. Im Süden zeigte sich das Wetter von seiner schlechten Seite, weshalb wir beschlossen erst am Montag anzureisen.
Am Montag ging es dann endlich los, zuerst mit einer langen Autofahrt ins Valsavarenche bei Aosta. Der Aufstieg zum Rifugio Chabod war nicht sonderlich angenehm - der Start war im Regen und bald waren alle ob der hohen Luftfeuchtigkeit von innen und aussen nass. Highlight des Tages: ein Steinbock, der seelenruhig neben dem Weg stand und unser Tun argwöhnisch beobachtete. Mit zunehmender Höhe ging der Regen dann in Schnee über und im Rifugio gab es einen kurzweiligen Jassabend.
Dienstag zeigte sich dann von seiner besten Seite und liess uns vergessen, dass wir tags zuvor durch den Regen mussten. Ziel war die Gran Serra und bereits ab dem Rifugio warteten 40 cm feinster Pulver auf uns. Entsprechend war die Spurenarbeit anstrengend. Nach der alpinen Überquerung des Colli Gran Neyron entschieden wir uns in Anbetracht der Verhältnisse, den super Pulverhang vom Colli Sud Herbetet zu nehmen anstatt auf den Gipfel der Gran Serra. Die Abfahrt - ein Gedicht aus Pulverschnee, keine Menschenseele weit und breit. Erst auf dem Rückweg erinnerte uns die Sonne daran, dass sie auch anders kann und brannte uns unerbittlich in den Nacken beim Gegenaufstieg zurück zum Rifugio.
Mittwoch stand der Gran Paradiso auf dem Programm. Früh gestartet waren wir die ersten aus dem Rifugio Chabod, wobei an der Vereinigung klar wurde das einige aus dem Rifugio Vittorio Emanuele schneller waren. Oben angekommen gab es trotz dem Grossansturm überraschenderweise einen Moment allein mit der Madonna. Während die Vernünftigen direkt zum Rifugio abfuhren, entschieden sich die weniger rationalen unter uns für eine Zusatzabfahrt mit Gegenaufstieg Richtung Chabod. Belohnt wurden sie mit sensationellem Pulver und vermutlich leichtem Zweifel an der eigenen Entscheidungsfähigkeit. Die warme Dusche am Abend fühlte sich entsprechend verdient an.
Donnerstag brachte neue Pläne: Bocca di Noaschetta als Ziel. Der Schnee hatte allerdings andere Vorstellungen, weshalb spontan auf die Testa di Tom umdisponiert wurde. Die Abfahrt bot eine abwechslungsreiche Mischung aus Sulz und gelegentlichem Steinkontakt. Die Steilwandabfahrt am Schluss hatte zwei Varianten: elegant zu Fuss oder mit Ski direkt Richtung Lago di Moncorvé, je nach persönlichem Stil. Zurück im Rifugio verwandelte sich der Aussenbereich und der Hüttensee in eine Wellnessoase, wobei die besten Liegeplätze auf den Steinen hart umkämpft waren.
Am Freitag dann der Abschluss mit der Testa del Grand Etret. In der Hoffnung auf besseren Schnee erklommen wir einen Nebengipfel rechts davon – Optimismus ist schliesslich Teil der Ausrüstung. Die Abfahrt bot alles: Pulver, Bruchharsch und Sulz, manchmal sogar innerhalb weniger Meter. Unten angekommen wartete ein geöffnetes Restaurant - allerdings ohne Strom. Improvisation war gefragt, und auf dem Heimweg wurde das kulinarische Defizit mit einer feinen Pizza mehr als ausgeglichen.
Danke Tom und Marcel für die super schöne Tourenwoche!
Tourenbericht Philipp Hausmann
Bilder diverse Teilnehmer
Donnerstag Morgen 8:22 Uhr, steigen 5 SAC-lerinnen und 3 SAC-ler aus dem Bus auf dem «Bürensteig». Das Wetter ist ideal: blauer Himmel / Sonnenschein / frühlingshaft Temperaturen.
Der Tourenleiter Christoph begrüsst alle und informiert uns über die bevorstehende Tour.
Als Vorbereitung für seine zukünftige Wanderleiterausbildung soll die heutige Tour jedoch von Werner angeführt werden.
In gemütlichem Tempo nähern wir uns der ersten Herausforderung. Den «Laubberg» bezwingen wir im Nu. Oben schweift der Blick vom Schwarzwald bis zu den schneebedeckten Alpengipfeln.
An blühenden Kirsch- und Pfirsichbäumen vorbei, wandern wir hinunter nach «Wil». Im dortigen Volg gibt es keinen «Kaffe to go». Also nehmen wir den nächsten Aufstieg in Angriff. Durch gelb blühende Matten und an weiss blühenden «Chriesebäumen» vorbei gewinnen wir rasch an Höhe. Nach der Überschreitung der «Schiltegg», geht es steil hinunter zum «Himmel». Es erwartet uns der perfekte Grillplatz. Die «Cervelats», selbst gebraten und im Freien, schmecken doppelt so fein.
Gestärkt bewältigen wir den noch steileren Abstieg nach «Schwaderloch». Weiter geht es auf der «ViaRhenana», durch Wald und über Felder nach «Etzgen».
Beim Bier im Restaurant «Sonne», lassen wir die Wanderung «Revue» passieren.
Der Tourenleiter und eine Teilnehmerin aus dem Fricktal, verabschieden sich von uns. Wir nehmen den Bus nach Brugg um 14:38 Uhr.
Vielen Dank an Werner der seine Feuertaufe für die Wanderleitung mit bravour gemeistert hat.
Eine schöne Frühlingstour bei idealem Wetter.
Gtw 9.4.26
13 Wanderinnen machten sich auf, um die seltenen Lichtblumen zu suchen. 13 war eine Glückszahl und wir…. Doch beginnen wir am Anfang.
Bei wunderbarem Frühlingswetter trafen wir in Turtmann, VS, ein. Das Dorf liegt nicht an der Bahnlinie, sondern ganz am Südrand des Rhonetals, dicht an schützende Felswände gedrängt.
Nach kurzem steilen Aufstieg zum Chrizhubil führte der Weg durch Wiesen, Rebberge und Wald über Heidnischhubil und Zär Linnu das Tal der Turtmänna hinauf bis zur Spitzkehre und via Fätsch und Unterems über Chastlära zurück nach Turtmann. Nicht nur hiess der Weg «Adonisweg», sondern wir konnten diese seltene goldgelb leuchtende und geschützte Blume auch schon bald in voller Blüte bewundern. Das Frühlings-Adonisröschen ist ein besonderer Schatz, da es in der Schweiz nur noch an wenigen Standorten anzutreffen ist. Es gedeiht nur an sonnigen Trockenwiesen und braucht lichte Standorte. Um die Standorte vor Verbuschung zu bewahren, werden um Turtmann Ziegen eingesetzt. Diese fressen Sträucher und die anderen Gräser und Kräuter, verschmähen aber das Adonisröschen, da es hochgiftig ist.
Schon beim Aufstieg leuchteten uns auf einer Wiese auch Lichtblumen entgegen. Diese wunderschönen lila-rosa Blüten sind wie Sterne des Frühlings und kommen in der Schweiz praktisch nur im Oberwallis vor. Sie erinnern an Herbstzeitlosen. Unser Picknick konnten wir inmitten einer Ansammlung dieser wunderbaren Blüten im Gebiet Ritsche geniessen.
Damit nicht genug: Dutzende weiterer leuchtender Frühlingsblumen leuchteten in der Sonne, so zum Beispiel auch Anemonen und das Leberblümchen, welches hier weiss – und nicht wie in Brugg blau – ist.
Neben den Schönheiten der Natur wurde uns auch deren Gewalt vor Augen geführt: unzählige umgestürzte Bäume lagen kreuz und quer in den Hängen und traurig aussehende Birken mit abgebrochenen Wipfeln zeugten von den kürzlichen starken Winden, welche das Wallis heimgesucht hatten.
Bericht: Christina Boutellier
Fotos: Christina Boutellier, Annemarie Knüttel
Der schneearme Winter liess uns bangen, ob unsere Ostertour wie schon in Bivio 2025 wieder auf Wacholder statt auf Schnee stattfindet. Doch starker Schneefall, kaltes Wetter kurz zuvor und an Ostern schliesslich blauer Himmel liess keinen Zweifel mehr übrig: auf zum Simplon!
Karfreitag
Die Anreise begann etwas hektisch, schafften es doch die SBB einmal mehr, den sowieso immer vollen Zug nach Brig noch zu verkürzen. Die Duftmarke aus dem WC im Familienwagen liess die Reise leider auch nicht kürzer werden.
Auf dem Simplonblick angekommen, blieb uns noch der lange Fussmarsch von der Postauto-Haltestelle in Hotel. Nach drei Stunden Fahrt taten uns die 10m laufen allerdings gut. Nach kurzer Stärkung im Restaurant und umziehen gings los auf die Ski. Bei stahlblauem Himmel zogen wir los zur Nachmittagstour aufs 500hm höher gelegene Staldhorn. Der Wind blies zünftig, aber mit der wärmenden Sonne konnten wir den Gipfel mit schönem Tiefblick nach Brig, zum Breithorn, Hübschhorn und Monte Leone trotzdem geniessen. Zudem konnten wir am Gegenhang einer Prozession mit um die 100 Personen beobachten, auf Ski oder Schneeschuhen lief die Menschenmasse zur Chrutulufluh.
Die Abfahrt bot auch noch erstaunlich schönen Schnee, bevor wir zum verdienten Bier, Tee oder Kaffee zurück ins Hotel kamen.
Beim hervorragenden Nachtessen wunderten wir uns alle, was es denn mit dem Abfallcontainer im Saal auf sich hatte. Die Auflösung muss jedoch noch warten, die Kaffee Lutz waren wichtiger.
Ostersamstag
Das Zmorge um 7 Uhr begann mit reichlich Müesli, feinem Brot und genügend Kaffee. Der Marschtee war erst noch am aufwärmen, was ihn aber leider nicht besser machte. Die Mutmassung, dass es das Restwasser von der Containerreinigung war, mochte allerdings niemand aussprechen.
Als Skitour stand heute die Überschreitung des Tochuhoru an. Wieder etwa 550hm, aber diesmal ZS und gut 100hm in kombiniertem Gelände zum Vorgipfel. Die Kraxelei war jedoch vor allem geprägt von Steigeisenmontagen, verloren doch vier Teilnehmer ihre Leichtsteigeisen in beunruhigender Regelmässigkeit.
Vom Vorgipfel bis zum Hauptgipfel war es zwar nicht mehr schwer, aber auch nur, weil Rolf für uns alle die Wühlmaus spielte.
Die Abfahrt war je näher zum Simplonpass desto klebriger, der Unterschied zum windigen Freitag war frappant. Im Hotel Simplonblick verbrachten wir den zweiten Abend als Solo-Gruppe beim Znacht. All die Geschichten der legendären Wirtin Nicole über ihre Gäste aus 37-jähriger Tätigkeit am Simplonpass waren sehr lustig und unterhaltend. Der Container war übrigens aus dem Esssaal verschwunden, er hatte seinen Platz vor dem Hotel gefunden (wo vorher viele Schneemaden den Weg versperrt hatten).
Ostersonntag
Der Tag begann früher, 6 Uhr Zmorge und 7 Uhr Abmarsch. Der Tee war heute zwar schon heiss, aber deswegen nicht besser. Dafür war das Wetter perfekt. Wir folgten den Spuren der Mönche zur Chruchtulufluh, wo wir unsere erste kurze Pause einlegten um die Harscheisen zu montieren.
Nach kurzer Abfahrt (ja, mit den Harscheisen) stiegen wir weiter auf in Richtung Breithornpass (manchmal auch wieder ohne Harscheisen), unbeeindruckt von den Jungspunden, die uns überholten. Wenig überraschend kamen wir dank Rolfs konstantem Tempo am Ende trotzdem zuerst und trotz den doch schon 1300hm entspannt an.
An einer windgeschützten Stelle machten wir eine kurze Mittagspause und montierten die Gstältli für die Gletscherüberquerung zum Skidepot am Fuss des Monte Leone. In drei Seilschaften und mit - heute gut montierten -Steigeisen ausgerüstet stiegen wir über den felsdurchsetzten Grat zum Gipfel hinauf. Um ca. halb 2 waren wir oben, wo wir von einer fantastischen Rundumsicht belohnt wurden. Was für ein prächtiger Tag!
Ein tschechisches Paar versuchte uns alle auf dem Gipfel abzulichten (Resultat: siehe Fotos).
Das tschechische Paar legte eine Spur zurück zum Breithornpass, der wir folgen wollten. Drei Teilnehmer probierten aber auch noch eine andere Route aus, was uns zur Namensgebung 'Tschechen-Route' und 'Polen-Route' verleitete, auch wenn wir nie Polen begegnet sind... Wir trafen uns alle wieder beim Breithornpass, wo die drei der 'Polen-Route' schon ungeduldig auf uns warteten.
Und dann ging's flott hinunter mit vielen Schwüngen über all die Geländestufen, durch Pulverschnee und pistenähnlichen Passagen. Mit erstaunlich wenigen Stürzen und ohne erneutes Anfellen schafften wir es zum Fasnachtschüechli (der grosse Stein, aka Chrutulufluh). Von da war es nicht mehr weit bis zum Simplonblick, aber der Schnee war am Ende schon sehr nass und schwer. Um 17 Uhr, also ganze 10 Stunden nach dem Start und mit 1800 Höhemetern Aufstieg und Abfahrt in den Beinen, waren wir wieder retour und genossen erschöpft, aber glücklich die letzten Sonnenstrahlen auf der Terrasse.
Ostermontag
Etwas später als am Sonntag starteten wir zu unserer letzten Tour zum Heugümpergrat (aka. Straffulgrat oder Straffelgrat). Da es in der Nacht noch geregnet hatte, begann der Aufstieg erstmals auf Bruchharsch. Bei der LVS-Kontrolle überholte uns ein italienisches Paar. Bei der ersten steileren Stelle lagen diese schon flach und wir konnten Ski einsammeln. Wir, erfahren von unseren beiden Touren am Freitag und Samstag, nahmen natürlich den bequemen Wanderweg.
Noch einige weitere Male trafen wir auf die beiden, die gehetzt aussahen, ganz im Gegensatz zu uns auf Rolfs idealer und daher gemütlicher Spur.
Der Straffulgrat war stark abgeblasen und der Weg vom Sattel zum Gipfel führte über mehr Steine als Schnee. Zuoberst trafen wir dann noch auf ein anderes italienisches Paar, das freundlich die Rolle der Fotografen übernahm.
Der schöne Teil der Abfahrt war kurz, aber in den Worten der Italienerin: Bellissima!
Danach folgte schon der schwere Nassschnee, und wir mussten für den direkten Weg zurück zum Hotel noch zwei weitere Male die Felle anlegen.
Im Hotel stärkten wir uns bei knapp 20⁰ an der Sonne noch mit Pommes, Kuchen und Panaché, bevor wie die Heimreise müde, aber glücklich antraten.
Herzlichen Dank an Rolf für die tollen Ostertage!
(Written by multiple HumanGPTs)
Am Freitag gings früh morgens los von Brugg nach Realp mit dem Zug. In Realp machten wir uns zügig bereit. Wir verteilten Material und stellten uns gegenseitig schnell vor. Eine bunt durchmischte Gruppe. Jung und top motiviert.
Im Vorfeld hat es nochmals stark geschneit und es war kalt. Darum war es in Realp noch sehr winterlich. Jedoch hat die Sonne schon ordentlich Kraft.
Also nichts wie los! Der Aufstieg zur Albertheimhütte gelang ohne Probleme. Dort angekommen gab es zwei Gruppen. Ein Teil blieb in der Hütte und machte es sich gemütlich oder musste erste kleine Anfangsbeschwerden auskurieren. Der andere Teil ging noch auf eine kleine Nachmittagstour hinter der Hütte. Zum Glück gibt es in Richtung des Schafberges ein paar interessante Nordabfahrten. Der Schnee war ganz im Schatten noch sehr pulvrig. Trotzdem war der Schnee teils auch schon windgepresst oder leicht angeschmolzen.
Am Samstag ging es früh morgens los. Wir fuhren ein Couloir direkt hinter der Hütte runter und wechselten dann auf Aufstieg zum Lochberg. Die Gruppe war äusserst homogen, wenn es um die Aufstiegsgeschwindigkeit ging. Nicht immer der Fall bei einer Gruppengrösse von 11 Personen.
Kurz vor dem Gipfel des Lochbergs, rüsteten wir um auf Steigeisen und Pickel. Der Aufstieg mit aufgebundenen Ski verlief problemlos. Die Gruppe war mit dieser Aufstiegstechnik schon gut vertraut und darum sehr sicher unterwegs. Auf dem Gipfel des Lochbergs funktionierten wir schnell wieder um auf Abfahrt. Denn der Tag war noch lange. Zudem war ein Gruppenteil motiviert noch über die Lücke zwischen Müeterlishorn und Hinter Feldschijen aufzusteigen. Dort wartete eine noch nicht verfahrene Abfahrt auf den Gruppenteil. Der andere Gruppenteil fuhr vom Lochberg direkt zum Göscheneralpsee runter. Der See war noch genügend gedeckt, damit wir auf direktem Weg zur Chelenalphütte loslaufen konnten. Das Chelenalptal zog sich in die Länge. Das Wasser wurde immer knapper und die Beine immer erschöpfter. Gerade der Gruppenteil, der noch die Zusatzschlaufe gemacht hatte, hatte am Schluss zu kämpfen.
Dank einer super Hüttencrew konnten wir uns gut erholen. Das Material wurde getrocknet und die Kehle wieder benetzt. Die Tourenleitung machte sich mit den letzten Sonnenstrahlen nochmals auf die Skier. Denn der Aufstieg hinter der Chelenalphütte war noch nicht ausreichend gespurt. Wir gingen davon aus, dass der Schnee an diesem Südhang am Morgen gefroren sein wird. Trotz Harscheisen wollten wir das Risiko weiter minimieren.
Die Verhältnisse waren zwar optimal, trotzdem mussten wir eine kurze Passage sogar ohne Skier spuren. Der Hang direkt hinter der Chelenalphütte ist sehr steil und zum Teil ausgesetzt.
Am Sonntag ging es direkt auf den vorgespurten Aufstieg. Die Gruppe kam zügig vorwärts und hatte ihr Material im Griff. Bei (P. 2593) war der schwierigste Teil des Aufstiegs bereits geschafft. Danach ging es auf direktem Weg zum Sustenhorn. Ab der Sustenlimi hat man das Ziel direkt vor Augen. Bis zum Gipfel auf 3502 m.ü.M. kamen wir ziemlich locker. Die Abfahrt zur Tierberglihütte war ebenfalls ein voller Genuss. Es waren auch sonst noch viele Leute unterwegs. In den sonnenausgerichteten Hängen machte sich ein leichter Bruchharsch bemerkbar. Er konnte aber noch gut gefahren werden. In den schattigen Hängen war teils Pulver- oder Pressschnee.
Ein Teil der Gruppe machte Mittagspause in der Tierberglihütte. Der andere Teil der Gruppe machte sich direkt auf den Aufstieg zum Vordre Tierberg. Die Sichtverhältnisse waren optimal, deswegen sah man gut, wo sich die zwei Gruppen befanden. Die Gruppe von der Tierberglihütte machte sich nach dem Mittag auch noch auf den Aufstieg. Jedoch nur bis zur Tierberglücke, um danach nordseitig abzufahren. Die Gruppe vom Vordre Tierberg fuhr vom Gipfel über den Nordosthang runter. Etwa auf 2400 m.ü.M. fand sich die Gruppe wieder alle zusammen. Von dort gings über den Umpol und entlang des Steisees zum Steingletscher.
Die Dusche in der Gruppenunterkunft war anscheinend wegen Rohrbruchs defekt.
Am Montag ging es schon um kurz nach 6:00 los Richtung Fünffingersteck. Kurz nach 9:00 waren wir beireits auf dem Gipfel. Die Abstrahlung durch die Nacht war nicht so stark. Doch in der Höhe war der Schnee noch gut fahrbar. Wir machten die Schleife um das Wendenhorn und stiegen nochmals auf bis zur Lücke (P. 2789). Der Schnee wurde langsam schwer von der Sonneneinstrahlung. Von der Lücke sahen wir in den unverfahrenen Nordhang. Der letzte noch fast Pulverschnee. Danach ging es über den Wendengletscher in die Sonnenhänge. Leider waren diese schon zu sehr aufgeweicht. Bei diesen Temperaturen hätte es mehr Sinn gemacht, in den schattigen Hängen zu bleiben, um aus dem Tal zu kommen. Vor den Wendenläger mussten wir nochmals kurz mit Fellen aufsteigen, um den Wendenboden hinter uns zu lassen. Zum Glück war noch genug Schnee in der Teifflouwi und so konnten wir noch bis ca. 1400 m.ü.M. abfahren. Zu Fuss liefen wir noch bis Gadmen, Obermad. Von dort gingen wir mit Bus und Zug zurück Richtung Brugg.
Rafael Nyffenegger, Tourenleitung Osterskitour JO Brugg 2026
Die Wanderung führte über den “Sentier Km 0” bei Bonfol, JU. "Kilometer 0" bedeutet, hier begann die Front des Stellungskrieges im 1. Weltkrieg (1914 - 18), die sich über 750 km bis zum Ärmelkanal erstreckte.
Anschliessend folgten wir der Landesgrenze CH/F, bis zur “Borne des Trois Puissances” (Dreiländerstein) bei Beurnevésin, JU.
Fotos: Urs Sandfuchs: 01, 03, 04, 05, 06, 08, 09 Hanna Rohrer: 02, 07
Immer noch kein Aprilscherz! Also starten 13 Frauen und Männer die „KEIN APRILSCHERZ TOUR“ bei kalten Schneetemperaturen und dunklen Wolken auf der Passhöhe. Das Passbeizli hat zu, auch kein Scherz, somit starten wir tapfer ins zweifelhafte Wetter. Kaum gestartet, „Wer macht denn bei diesem Wetter ein Bratfeuer mit Picknick im Wald? Es ist der liebe Max, der uns mit gedecktem Tisch, frisch gebackenem Zopf von Erika und heissen Getränken zum Tagesstart empfängt – Hurra !!! – der Tag ist gerettet. Gestärkt geht’s jetzt kurz bergab, dann durch frischen grünen Wald, auf offener Ebene durch die Bernhalde zum Herzberg und weiter über die Staffelegg, Chillholz, Buechmatt. Die Bise ist gnädig, zwischendurch gibt’s sogar blaue Störungen und die Obstbäume zeigen kleine Knospen, sind kurz vorm Aufspringen. Bei der Möösere, grosser Picknickplatz mitten im Wald mit 5 Abzweigungen, lassen wir uns auf nassen Bänken nieder und es ist frostig, sodass die Stärkung kurz ausfällt. Alle sind sich einig, wir brauchen Bewegung, deswegen los bergab Richtung Schinznach-Dorf, wo wieder die Sonne lacht und eine wundervolle Weite mit Aussicht auf Hügelzüge, Schlösser und Burgen unseren Blick erfreuen. Den krönenden Abschluss im Gartenzenter Zulauf, wo Erika für uns zum Kaffee reserviert hat, geniessen wir redlich und in vollen Zügen.
Herzlichen Dank Erika unserer TL für die mutige Entscheidung zur Durchführung. Es war sehr schön, mit dir in deinen heimischen Gefilden, wo du jede Ecke kennst, unterwegs zu sein. Und zum Abschluss nochmals ein Hurra an dich und Max für die wunderbare Morgenüberraschung.
Bericht von Berta
Neun gestandene und künftige Tourenleitende trafen sich am Samstag-Morgen bei schönem Wetter zum 1. Teil des obligatorischen Fortbildungskurse «Führungsmodul». Der Rahmen dieses FK’s war ziemlich ungewohnt. In Alltagskleidern und in den alterwürdigen Räumlichkeiten des Stadtmuseums, mit Stift und Blatt in den Händen anstatt Seil und Pickel – wie der Tag wohl werden würde?!
In der Startrunde vermissten einige ihre Motivation für den heutigen Tag und gaben dies auch ehrlich zu. Aber wie sich dann alle eingegeben haben in den persönlichen Austausch – chapeau! Julia Kuark leitete professionell durch den Tag und fand den richtigen Mix, die Teilnehmenden mit Infos, Gruppenarbeiten, Austausch und Reflexionsmöglichkeiten durch den Tag zu führen.
Führen am Berg: die eigenen Werte immer mit dabei, die eigenen Erwartungen sowieso und dazu auch diejenigen der Gäste, unvorhergesehene Situationen und was dies alles bedeutet für unsere Führungsrolle unterwegs – ein spannender Austausch untereinander wurde möglich. Es sind immer wieder ähnliche Herausforderungen, mit denen Tourenleitende konfrontiert werden können, egal in welcher Bergsportdisziplin.
Am Ende des Tages waren sich alle einig. Es hat sich gelohnt, dem wichtigen Thema «Führung am Berg» so viel Zeit und Raum zu geben. Und der Wunsch aller Beteiligten war klar: innerhalb des Vereins sollen Strukturen geschaffen werden, die den Austausch unter den Leitenden fördert, Unterstützung untereinander stärker möglich wird, auch, indem sich neu&alt besser kennen lernt und Unsicherheiten besprochen werden können. Die Idee eines Höcks für Leitende ist geboren und wird initiiert. Der 2. Teil des Kurses wird die Gruppe im Herbst absolvieren.
Herzlichen Dank an Julia für den lehrreichen Tag! Am Abend waren alle müde vom vielen Denken und Reden, ein Teilnehmer meinte jedoch: «.. es war so kurzweilig, ich habe das Gefühl, wir hätten erst gerade angefangen». In der Beiz liessen wir den Abend ausklingen – Gesprächsstoff über die bewegenden Themen des Tages gab es noch genug.
Zu viert starten wir mit einer kalten Brise ab Stadelhofen zum See. Und wegen dem kalten Wind sind nur ganz wenige Richtung Seefeld unterwegs. Ein für uns unbekanntes Quartier mit zum Teil neuen Wohnblöcken und offen gelegtem Wildbach entlang. Links und rechts wächst der Bärlauch. Noch blüht er nicht. Nach Burgwies folgen wir dem Wehrenbach in leichtem Auf und Ab. Kaffeehalt im Alterszentrum Rebwies. Zum Glück sitzen wir an der Wärme während schwarze Wolken viel Graupel- und Schneeschauer bringen.
Das Warten hat sich gelohnt, denn jetzt scheint wieder die Sonne. Das Wetter im Wechselspiel wird uns noch eine ganze Weile begleiten. Nach dem Wald jetzt wieder in offenem Gelände zum Rumensee, weiter zum Schübelweiher und Küsnachter Tobel. Das Wasser im Bach sowie die Tropfen an den Ästen leuchten wunderschön im Sonnenlicht. Letzter Abschnitt durch Küsnacht bis Bahnhof und schon ist die Wanderung zu Ende.
Vielen Dank, schön und war’s!
Bericht und Fotos Hedwig
Samstag
Unsere Tourenwoche beginnt mit einer längeren Zug- und Busfahrt. Über das Unterengadin erreichen wir recht zügig und schweizerisch pünktlich Zernez.
Von hier wird die Reise abenteuerlich und unsere südlichen Nachbarn bieten bereits auf der Anfahrt einiges an Unterhaltung.
In Arnoga (nördlich von Bormio) montieren wir, 5 Frauen und 5 Männer, die Felle und buckeln unsere recht schweren Säcke um ins Val Viola zu starten. Bei Schneeschauer erreichen wir nach knapp 2 Stunden die Baita Caricc. Der stilvoll umgebaute Stall wird für die nächste Woche unser zu Hause sein und Rico mit seiner Crew werden uns so richtig verwöhnen - ein kleines Juwel inmitten der Veltliner Berge.
Regine
Sonntag
Nach einem Verwöhnfrühstück starten wir in zwei Gruppen in Richtung Pizzo della Valle. Eine Rundtour soll es werden. Die 15 cm Neuschnee verwandeln die Landschaft in eine Märchenwelt. Ruhig und gemächlich schreiten wir an der geschlossenen Violahütte vorbei, stets ansteigend bis zum Sattel. Den jungfräulichen Grat und Gipfelhang lassen wir, bei der immer noch erheblichen Lawinengefahr, links liegen. Nun erwartet uns eine wunderschöne Abfahrt mit einem Mix von Schneebeschaffenheiten. Nach einem kurzen Waldstück (für Pia) und einer Bachdurchquerung (für Heidi) erreichen wir glücklich unsere Alphütte.
Danke Alois und Dani für die super Tourenwoche.
Regine
Montag
Nach dem feinen Frühstück, diesmal mit wenig Brötli, starteten wir pünktlich um 8.30 Uhr. Zuerst talauswärts auf der Strasse, später einem Wanderweg folgend durch den Wald bis zur Alpe Stagimel. Nach der Querung eines Bachtobel stiegen wir stetig aufwärts, mit dem ewigen Kampf gegen die «Stögeli», bis zum Grat hoch. Hier deponierten wir die Skier und bewältigten die kurze Strecke zum Gipfel des Monte Forcellina 3087 m zu Fuss. Nach der Mittagsrast genossen wir die Abfahrt über teils Sulzhänge zurück zur Alpe Stagimel. Nochmals kurz rasten, die Sonne und die Stille geniessen, bevor wir diesmal dem Alpweg folgend ins Tal fuhren. Von hier individuelle Rückkehr zur Baita Caricc, stöckelnd, angefellt oder zu Fuss mit aufgebundenen Skiern. Und wieder erwartete uns ein feiner Aperitivo.
Wetter: Warm, teils sonnig, teils bewölkt und immer wieder Schneeflocken.
Herzlichen Dank den Tourenleitern.
Pia
Dienstag
Heute starten wir etwas früher, da wir eine längere Aufstiegszeit erwarten zum Pizzo di Dosde mit seinen 3280 m über Meer. Wir starten um 8:00 nach dem Frühstück. Wie jeden Tag lässt das Büffet keine kulinarischen Wünsche offen. Sonnenschein , blauer Himmel, mässig kalte Temperaturen und 2 kompetente Tourenleiter; das sind die besten Zutaten für eine perfekte Skitour. Nach 4 1/2 h stehen wir auf dem Gipfel. Ein fantastisches Panorama überwältigt uns. Schon im Aufstieg entzückte uns die alpine verschneite Alpenwelt. In der Abfahrt überraschte uns noch die gute Schneequalität. Zurück in der Baita Caricci standen dort 10 Liegestühle an der Sonne bereit und dazu wurde uns ein Aperotivo serviert.
Dieser Tag ist nicht mehr zu toppen.
Heidi Wagner
Mittwoch
Heute steht der Piz Cunfin auf dem Plan. Wir starten um 8 Uhr Richtung Alp Dosdè, dann entlang des Val Viola. In meditativer Skibewegung bewundern wir die sonnigen Bergspitzen und erreichen das Rifugio Viola in 1,5 Stunden. Ab dem Rifugio geht es steiler auf der Südseite des Piz Cunfin weiter. Kurz trinken, Harscheisen montieren, und dann geht es weiter in Richtung Gipfel. Oben ist es wunderschön, aber ziemlich kalt, also machen wir uns bald an die Nordabfahrt. Wow! Pulver – purer Genuss! Sogar alte Abfahrtsspuren stören nicht – es gibt genug Platz für neue Schwünge. Nach einem entspannten Lunch auf einem sonnigen Plateau kommt es zur Gruppenspaltung: Ein Teil fährt zurück zur Hütte und nimmt die Route rechts entlang des Val Cantone. Wer noch mehr möchte, nimmt den Aufstieg nach links zum Pizzo della Valle. Ich wähle die linke Variante. Regine spurt, und in einer Stunde erreichen wir den Pass. Überraschend für mich: Die anderen (Dani, Regine und Didier) wollen noch höher – auf den echten Pizzo! Also binden wir die Skier an die Rucksäcke und queren zu Fuß den schmalen Grat. Dann noch einmal Skier anziehen, und mit ein paar Spitzkehren erreichen wir schließlich den Pizzo della Valle. Wunderschöne Aussicht! Es scheint, als wäre in den letzten Tagen kein Mensch hier gewesen. Dann geht es in umgekehrter Reihenfolge zurück zum Pass. Von dort fahren wir durch Pulver, Bruchharsch und Sulz bis zu unserer Unterkunft. Müde, aber unglaublich erfüllt. Insgesamt hatten wir 950 Höhenmeter bis zum Cunfin, 400 Hm Abfahrt, 500 Hm bis zum della Valle – und dann alles hinunter! Es war ein wunderschöner Tag. Danke, Dani, Alois, Regine und der ganzen tollen Gruppe!
Oksana
Donnerstag
Der angekündigte Wetterumsturz ist eingetroffen. Ein stürmischer Wind pfiff die ganze Nacht um unsere urchige Unterkunft. Nach dem reichhaltigen Frühstück packten wir uns sturmfest ein und stiegen in Richtung Bivacco Caldarini auf. Die mächtige Moräne im Val Cantone di Dosdè zeigte uns wie mächtig der Gletscher hier einmal war. Auf ca. 2460 Höhe, unmittelbar unter dem Biwak, entschlossen wir uns aufgrund der Schnee- und Lawinensituation umzukehren. Die Abfahrt war ein Kampf gegen den Nordwind. Im Rifugio Federico wärmten wir uns bei Cappuccino und heisser Schokolade wieder auf. Den Rest des Weges bis zu unserer Unterkunft Caricc durch den lichten Wald suchte jeder selbständig. Mit dem obligaten Apéro, dieses Mal drinnen, beendeten wir einen weiteren Tourentag.
Herzlichen Dank Alois und Dani für die Tourenplanung und die Durchführung der Tour bei Sturm.
Urs
Freitag
Nach Kaffee und Snack treten wir dann unsere Rückreise mit Bus und Zug nach Brugg an, das wir um 17:30 Uhr erreichen.
Danke an Alois und Dani für die Organisation und Führung durch das wunderschöne Val Viola. Es war für alle ein tolles Erlebnis.
Didier
Die Tour startet für die meisten Teilnehmer in Brugg Bhf um 06:04. (Da der Autor in Mettmenstetten wohnt, durfte er beteits eine Stunde früher den Zug nehmen, yay ;) Gemeinsam fahren wir mit Zug und Seilbahn nach Unterbäch (VS), Bergstation und benutzen dabei nicht weniger als 5 (!) Seilbahnen, welche uns komfortabel auf 2400m bringen. Wir montieren die Felle und laufen bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel (aber aufziehenden Wolken) und intensiven Diskussionen über Sinn und Unsinn der SRG Halbierungsinitiative los (für alle, die mitgedacht haben: Ja, die Tour fand nach der Abstimmung statt). Die Spur ist bereits gebahnt und verfestigt, so steigen wir kraftsparend auf. Im steileren Abschnitt montieren wir die Harscheisen, was sich als gute Entscheidung herausstellt, denn bei den Spitzkehren ist es teilweise eisig und wir verzeichnen zwei Schneetaucher (der Autor ist einer davon). In der Mitte des Grates machen wir ein Skidepot und steigen bei beissendem Wind und eisigen -7 Grad auf den Gipfel, wo das Gipfelfoto eher kurz ausfällt. Die aufziehenden Wolken haben sich mittlerweile auf dem Gipfel leider festgesetzt und die Fernsicht müssen wir uns denken. Immerhin sehen wir den Riedgletscher und schemenhaft das Weisshorn und die Barrhörner. Wir fahren nun abwechselnd in windgepresstem, Bruchharsch-artigem Schnee, abgelöst von kürzeren Pulverschnee-Abschnitten, zum Restaurant ab. Die Tour wurde fachkundig zweisprachig (allemand et français!) durch Christine Neff und Heidi Balmer geleitet.
Teilnehmende: Christine Neff, Heidi Balmer, Werner Gitz und Pia Gitz-Knecht, Francine Wolff, Daniel Vonder Mühll, Simon Hostettler
Text und Fotos Simon Hostettler
Alle Ehre machte der Sunnbüel seinem Namen, als wir nach dem Startkaffee vor das gleichnamige Restaurant traten. Die Sonne prangte im stahlblauen Himmel über dem Altels. Bei angenehmer Temperatur führte Tourenleiter Christoph uns vier Teilnehmer auf den Schneeschuh-Trail. Dieser wunderbar angelegten Route folgten wir, bis sie zur Spittelmatte abbog. Wir stapften jedoch weiter, mit dem nötigen Abstand zu den Hängen unterhalb des Üschinengrates, umgingen den “Arvewald” um dann zum Winterwanderweg hochzusteigen.
Diesem folgten wir bis zum Gasthaus Schwarenbach, wo wir uns windgeschützt an der Sonne sitzend eine Suppe gönnten. Weiter ging’s auf dem Winterwanderweg hinauf zum Daubensee. Später, auf dem letzten Anstieg zur Passhöhe spürten wir plötzlich die kalte Bise. Das konnten wir leicht verschmerzen, denn kurz darauf sassen wir in der überheizten Gemmi-Lounge beim verdienten Kaltgetränk. Nach der Sicht auf unzählige verschneite Gipfel des Berner Oberland und des Wallis erfreuten uns im Talboden von Leuk die blühenden Sträucher und Bäume.
War das der Schluss der Schneeschuh-Saison? Wenn ja, dann war’s ein würdiger! Besten Dank, Christoph!
Markus Schuler
Bilder von verschiedenen Teilnehmer(innen)
Bei wunderschönem Wetter, wolkenlos sogar, starteten wir 15 Wandersleute in Brugg zur heutigen Werktagswanderung vom Ruederchen- ins Suhrental.
Mit Bahn und Bus erreichten wir in einer guten Stunde Schiltwald bei Walde, unsern Startpunkt. Von hier wanderten wir auf schönem Weg durch die ländliche Gegend mit grünen Wiesen und stattlichen Bauernhöfen, später dann durch Wald. Nach ca einer Stunde nach Verlassen des Waldes oberhalb Etzelwil öffnete sich der Blick ins Tal mit dem nahen Sempachersee und einer wunderbaren Sicht in die Alpen.
Weiter wanderten wir bei schönstem Sonnenschein Richtung Kulmerau. Die Temperatur wäre recht angenehm gewesen wäre da nicht die starke Bise gewesen, welche uns je nach Gelände mehr oder weniger plagte. Unsern Lunch konnten wir dann doch an einem schönen warmen Plätzchen geniessen. Nach Kulmerau kam Mooslerau, schon im Suhrental und schon bald kam das Flüsschen Suhre in Sicht, welchem wir noch ca 3km folgten bis nach Staffelbach, unserem Ziel der Wanderung. Da es in Staffelbach keine Einkehrmöglichkeit gab, nahmen wir den Bus, bis Schöftland und genehmigten uns dort Kaffee und Kuchen bevor wir wieder mit dem OeV Richtung Brugg reisten.
Herzlichen Dank Ruth für die schöne Tour.
Ernst Walz
Am Montag starteten wir unsere Tour Richtung Stelli – motiviert, geschniegelt und (noch) voller Energie. Der Aufstieg verlief angenehm, die Gespräche lebhaft und die Vorfreude auf die Abfahrt wuchs mit jedem Höhenmeter. Oben angekommen wurden wir nicht enttäuscht: feinster Pulver, der uns in eleganten Schwüngen talwärts schweben liess. So stellt man sich das vor.
Weiter unten zeigte sich der Berg dann von seiner… sagen wir rustikaleren Seite. Die Idylle wich einem Slalom durch Kuhtritte, der mehr mit Geschicklichkeit als mit Skifahren zu tun hatte. Stilnoten wurden hier keine vergeben – und das war wohl auch besser so.
Der Tag fand seinen würdigen Abschluss im Heimeli: Steinsuppe (inklusive Glück bringendem Stein – wir haben ihn sicherheitshalber nicht gegessen) und ein wunderbar feines Fondue. Die Stimmung war entsprechend gelöst, die Geschichten wurden länger und die Müdigkeit setzte sich langsam durch.
Am Dienstag ging es gleich zur Sache: Ein alter Lawinenkegel stellte sich uns in den Weg – eine erste kleine Herausforderung für Beine und Gleichgewicht. Danach folgten wir elegant dem Grat Richtung Mederger Flua. Anfangs noch mit Ski, später zu Fuss, wurde die Sache zunehmend… intensiv. Spuren war angesagt – und zwar nicht nur mit den Ski, sondern auch mit der Schaufel. Eine echte Wühlerei, bei der jeder mal zeigen durfte, was in ihm steckt.
Zum Schluss wartete noch ein kurzes Kraxelstück, das wir – man höre und staune – erstaunlich elegant meisterten. Oben angekommen wurden wir mit einer abwechslungsreichen Abfahrt belohnt: zuerst durch ein Couloir, das volle Konzentration verlangte, danach über einen herrlichen Hang Richtung Tal, der nochmals echtes Skivergnügen bot.
Fazit: Zwei Tage voller Kontraste – von Pulverträumen bis Kuhtritt-Albträumen, von genussvollen Abfahrten bis schweisstreibender Spurarbeit. Genau so, wie eine gelungene SAC-Tour sein soll.
Keine vier Stunden nach dem Treffen in Brugg ist die 9er-Gruppe geleitet von Heinz bereits unterwegs auf die dem Piz Campagnung zugewandte Schulter des Piz Bardella. Die noch ungewohnte Höhe, flache Sicht und - nach einem genussvollen ersten Hang - teilweise von alten Lawinenabgängen verschüttete Abfahrt, haben die Messlatte für unsere Skikünste bereits hoch angesetzt. Da kam es sehr gelegen, dass das ursprünglich angepeilte Hotel Solaria ausgebucht war und wir in den Genuss des Wellness-Bereichs des Hotels Grischuna kommen.
Am darauffolgenden Tag begrüsste uns grösstenteils blauer Himmel und so machten wir uns frohen Mutes auf Richtung Motta da Sett. Da sich dieser aber in nebligen Wolken versteckte, bogen wir kurzerhand nach Osten Richtung Rocabella ab. Für den gegen Ende anspruchsvollen Aufstieg mit Harscheisen über spärlichen Schnee entschädigte die genussvolle Ausfahrt über zuerst pulvrige, dann sulzige Hänge. Die Regeneration starteten wir mit gemütlichem Zusammensein im nach dem soeben bezwungenen Gipfel benannten Caffè.
Am letzten Tag wollen wir trotz durchzogenen Aussichten erneut dem Motta da Sett einen Besuch abstatten, da alternative Tourenziele bis ins Oberengadin noch weniger Erfolg versprechen. Doch bereits nach kurzem Aufstieg müssen wir uns - auch wenn die eine oder andere App baldige Besserung verspricht - dem Wetter geschlagen geben und umkehren. Nicht jedoch, ohne uns auf Tua mit einer Hangneigungs- und LSV-Lektion auf die nächste Tour vorzubereiten... So nehmen wir etwas weniger Skitourenkilometer dafür aber umso mehr spannende Berg- und Flachland-Geschichten und den einen oder anderen Tipp im Umgang mit Handy-Apps, GPS, Sportuhr und LSVs verschiedener Marken mit nach Hause. Vielen Dank!
Raphi (entgegen der «Empfehlung» 100% KI-frei 😊)
Anreisetag Sonntag / Wengahorn
Pünktlich um sieben Uhr starteten 13 gutgelaunte Skitüreler:innen in die Tourenwoche im Avers. Nach einem Kaffeehalt in der Raststätte Viamala, trafen fast alle gleichzeitig auf dem Parkplatz in Juf ein um die Eingehtour zu starten. Ein Auto (Namen werden nicht genannt) war unterwegs mal wieder, in angeregte Gespräche vertieft, an der Ausfahrt vorbei gerauscht und deshalb in der Ankunft etwas verzögert.
Bei strahlendem Sonnenschein nahmen wir den Aufstieg auf’s Wengahorn (2849m) in Angriff. Nach rund 750 m Aufstieg inkl. einigen Spitzkehren erreichten wir den Gipfel, wo wir die Aussicht, das tolle Wetter und den Lunch aus dem Rucksackgenossen. Die Schneeverhältnisse in der Abfahrt waren ganz okay, auch wenn noch keine grossen Pulverschneeschwünge gezogen werden konnten.
Im Hotel Avers genossen wir den ersten Abend bei leckerem 5-Gang Menü in toller Atmosphäre. Kurz vor Mitternacht holte Rolf die 14te Person in Andeer vom Bahnhof ab. Von allen anderen wurde Adi dann erst am Montagmorgen beim Frühstück willkommen geheissen.
Andrea
Montag / Weissberg
Wir starten mit dem kurzen Abfährtli vom Hotel aus zur Talstation des kleinen Skiliftes. Wir montieren aber die Felle und ziehen auf dem Winterwanderweg oder entlang der Loipe in das lange Bergalgatal hinein. Vor Augen haben wir bald einmal einen felsigen, schwarzen Chnubel, unser Tagesziel, den Weissberg. Nach etwa vier Kilometern beginnt endlich die Steigung zum Sascelpass. Wir gehen noch etwas höher zu einem Steinmann, schnallen die Skis auf den Rucksack und steigen zu Fuss über steindurchsetztes Gelände einige Meter ab, um nicht eine steile Schneeflanke queren zu müssen. Von hier aus wird nun klar, woher der Berg seinen Namen hat. Es geht nämlich mit den Skis an den Füssen weiter bis kurz unter den Gipfel und nur die letzten Meter erneut per pedes. Zurück auf demselben Weg. Nach schöner Abfahrt sausen oder stöckeln wir wieder talauswärts und löschen den Durst im Skiliftbeizli.
Barbara
Dienstag / Mazzaspitze
Kurze Autofahrt nach Juf, danach suchte Rolf den besten Weg, mit möglichst durchgehenden Schneedecke. Alpenrosen, Gras, Steine erschwerten die Routenwahl auf den ersten 400hm. Auf geschlossener Schneedecke ging es weiter bergauf. Nach einem kurzen aber steilen Abschnitt erreichten wir unser Skidepot. Kurzes Umrüsten auf Steigeisen, Pickel und Gstälti und los ging das Abenteuer zum Gipfel des Mazzaspitz. Die steile Schneeflanke zu Beginn meisterten alle recht zügig, der vermeintlich leichte Blockgrat, forderte uns dann aber ziemlich. Längere Wartezeiten, das Wetter, mit kühlem Wind, Schneeflocken und schlechter Sicht löste zwischenzeitlich fast eine kleine Meuterei aus. Trotzdem schafften es schlussendlich alle auf den Gipfel des 3164m hohen Mazzaspitz. Glücklich, aber müde und mit kleineren „Standschäden ;-)“ erreichten wir unsere Homebase im Hotel Avers.
Janine
Mittwoch / Chlin Hüreli
Mit dabei: Roland, Barbara, Reinhard, Janine, Otto, Thomas, Marcel, Andrea, Rolf, Christoph und Adrian. Auf Wanderschaft: Hedwig, Beatrix und Nicole
Heute gings aufs Chlin Hüreli – nach den Anstrengungen des Vortags und aufgrund der nicht ganz so guten Wettervorhersage stand eine etwas gemächlichere Tour auf dem Programm.
Bei Pürt ging es zuerst runter zum Averser Rhein, wo es einige schöne Eisfälle zu bestaunen gab. Angefellt und immer in der Sonne ging es nun aufwärts. Das anfängliche Rennen gegen eine andere Tourengruppe entschieden wir klar für uns 😉, und so ging es immer weiter, bis wir zu einer schönen Alphütte auf 2450 m ü. M. gelangten. Dort machten wir eine Pause und genossen die Sonne, bevor langsam die ersten Wolken aufzogen. Nun ging es gemütlich auf dem Rücken (Sitanegga) Richtung Gipfel. Oben angekommen und kurz gerastet genossen wir die Gipfelabfahrt in nördlicher Richtung mit guten Schneeverhältnissen. Weiter unten waren die Bedingungen weniger gut und der Schnee wurde schwerer und feucht. Ohne weitere Vorkommnisse schafften wir es wieder nach Pürt zurück und liessen den Tag bei Pizza und Panaché ausklingen.
Adrian
Donnerstag / Gletscherhorn
Ein erster Blick aus dem Fenster heute Morgen erweckt ein freudiges Gefühl - über Nacht wurde das Tal mit einer dünnen weissen Schicht Watte überzogen. Der Himmel ist grösstenteils noch wolkenverhangen, doch es zeigen sich bereits die ersten blauen Flecken.
Unser heutiges Ziel ist das Gletscherhorn, 3106m. Nach dem üblichen reichen Frühstück geht’s los und wir brechen auf ins flache, über vier Kilometer lange Bergalgatal. Rolf fürchtet um seine brennenden Fusssohlen, aber er hat nun die Zehen zu Krallen angezogen - ob das geholfen hat?
Nach der ersten Rast macht sich Reinhards Stopper selbständig und kann nicht mehr arretiert werden. Doch dank Ottis umfassender „Apotheke für alle Fälle“ ist das Problem mit einem Kabelbinder im Nu behoben.
Die Wolken kommen und gehen, und Rolf und Christoph wechseln sich im Spuren ab und führen uns sicher zum Skidepot auf den Gletscherhornsattel. Zu Fuss geht’s noch ca. 80 HM am Grat entlang im dichten Nebel hoch ( Achtung Wächte!), bis wir den Gipfel erreichen und siehe da, sich der Nebel auflöst! Wir geniessen die herrliche Rundsicht und die Gipfelrast, bevor wir wieder zum Skidepot absteigen, unsere Skier anschnallen und die Pulverabfahrt geniessen.
Zufrieden über die schöne Tour löschen wir unseren Durst beim Skiliftbeizli mit einem herzlichen Dank an die Tourenleiter !
Beatrix
Feitag / Piz Piot
Als voraussichtlich letzte Tour dieser Woche im Avers ist die Überschreitung des Piz Piot (3052 m) von West nach Ost vorgesehen.
Nach Transfer nach Juf (2120 m) marschieren wir um 8:15 Uhr Richtung Süden los. Nach recht klarer Nacht ist es ziemlich "frisch". Falls noch jemand am (Flug-)Wetter zweifeln sollte: Die Flugwaffe begleitet uns mit Ausdauer. Die erste Stunde folgen wir mehr oder weniger flach dem Talkessel. Nach anderthalb Stunden pausieren wir auf etwa 2450 m im Sonnenschein. Dann geht es eine weitere Stunde, vorerst ziemlich steil in malerisch gewundener Bergkulisse, bergauf zum Piotjoch (2821 m). Nach ausführlicher Besprechung mit dem Führungsteam kommt TL Rolf zum Schluss, dass die gemäss Standardroute vorgesehene Traverse zum Westgrat (2925 m) des Piz Piot zu heikel ist. Damit ist die Rundtour vom Tisch. Mögliches Ziel ist nun der Aufstieg zum Westgipfel mit anschliessender Abfahrt entlang der Aufstiegsroute.
Wir steigen noch etwa 100 Hm gegen Süden auf. Weiter geht es zu Fuss entlang dem Nordgrat. Der zweite Gendarm versperrt vorerst den Weg; er kann aber westlich umgangen werden, was nicht allen ganz geheuer ist. Und so stehen um etwa 12:30 Uhr acht von uns auf dem westlichen Nebengipfel (3038 m) des Piz Piot.
Zurück zum Skidepot. Dann folgt eine etwa einstündige Abfahrt, welche dieser Tourenwoche zu einem würdigen Abschluss verhilft, so gut, dass fünf Hartgesottene die oberen 500 Hm gleich nochmals aufsteigen. Derweil besuchen die weniger ambitionierten neun die Jufer Gastro-Institution "Edelweiss", was die anderen fünf sogleich in der "Alpenrose" nachholen.
Wir danken Rolf Wälte für die umsichtige Leitung dieser Tourenwoche sowie Marcel Meier und Christoph Hörmann für die Unterstützung im Feld.
Otto Fischer
Die Tour stand unausgesprochen unter dem Motto „Warum auch in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah.“ Was schon Goethe wusste und formulierte war an diesem Tag besonders aktuell, denn viele Schweizer waren in ihren Ferien in Doha oder Dubai oder Abu Dhabi gestrandet und konnten wegen dem Krieg um Iran nicht mehr zurück. Wir hingegen, 19 SAC – Mitglieder unter der Leitung von Ruth Schaffner, blieben in unserer Gegend und erlebten schöne, beglückende Momente auf dem Geo-Weg. Dadurch mussten wir auch nicht in aller Hergottsfrühe aufstehen, sondern mussten erst um halb neun in Brugg auf dem Bahnhof sein. Das Wetter zeigte sich von der sonnigen Seite, wenn auch Petrus den Saharastaub in der Sahara hätte wehen lassen können, statt ihn zu uns zu verfrachten und unsere Aussicht zu trüben.
In Schinznach-Bad beim Golfplatz leuchtete der Rasen weisslich, ein Hinweis auf den Nachtfrost, während es immer wärmer wurde – bis 16 Grad, wohl die höchsten Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht. Beim Karstgebiet in Habsburg, auf das wir bei einer Tafel des Geo-Wegs hingewiesen wurden, beschäftigte uns das Schicksal der Kuh Belinda, die vor einigen Jahren in ein Karstloch gefallen war, aber gerettet werden konnte. Im Schloss Habsburg stärkten wir uns mit Kaffee und Gipfeli. Beim Weitermarsch hätten wir uns über das Ökosystem des Rebbergs, den Muschelkalk und die Gletscher der Eiszeiten informieren lassen können, aber die Lust den Flow des Laufens zu geniessen, war manchmal grösser als das Interesse an Weiterbildung. Beim Stopp bei Tafel 12 im Aesch bei den Findlingen konnte ich dann etwas erzählen über die wechselreiche Geschichte des Geo-Wegs.
Der Geo-Weg wurde 1991 beim 700 Jahr-Jubiläum der Eidgenossenschaft vom Kanton Aargau den Gemeinden Schinznach- Bad, Scherz und Habsburg geschenkt. Schulen, Vereine und Einzelpersonen besuchten ihn. Wie viele war schwierig zu eruieren, da die Besucher meist im Wald waren und nirgends durch ein Drehkreuz mussten. So kam es, dass nachdem die Gemeinden Scherz und Schinznach-Bad mit den grösseren Nachbargemeinden Lupfig und Brugg fusioniert hatten und dort in der Exekutive niemand mehr war, der den Wert des Geo-Wegs erkannte und alle nur noch Kosten sahen und die Entscheidungsträger glaubten, man müsse die Tafeln teuer erneuern, aber es komme eh niemand mehr und und ... Die Folge war, dass 2022 in Brugg und Lupfig beschlossen wurde: weg damit und zwar radikal – die Tafeln ausreissen, die 200 Millionen alten Findlinge mit dem Pressluftbohrer zerstören, um sie abtransportieren zu können. Die Habsburger behielten ihre Tafeln. Ein Scherzer Landwirt sah die Pressluftbohrer-Aktion und informierte umgehend Tele M1, das die Barbaren an der Arbeit zeigte und ein ehemaliger Gemeindeammann gebot ihnen, sofort aufzuhören. Neun Findlinge waren noch nicht zerstört. Dank grossem Einsatz vieler Freiwilliger konnte der Weg 2024 wieder eröffnet und auch digitalisiert werden.
Beim Scherzer unterem Weiher wurde dann bei schönstem Sonnenschein gepicknickt und die Wanderung ging weiter dem Geo-Weg entlang bis Holderbank, wo auf einem mit Bänken und Tischen bestückten Aussichtspunkt der Höhepunkt erreicht wurde: Kaffee, Tee, Zitronen- und Schoggikuchen von Werner Schaffner gebraut und herbeigeschafft und von Ruth Schaffner gebacken, erwarteten uns.
Ganz herzlichen Dank für die tolle Überraschung.
Ursula Gasser
Montag, 2. März 2026, Wengahorn (2849 m)
Von 352 m auf 2849 m. ü. M.: die Bewältigung von 2497 Höhenmetern prägte unseren ersten Tag der Tourenwoche. Mit dem Zug, nach kurvenreicher Busfahrt und viermaligem Umsteigen kamen wir in Juf, zuhinterst im Avers an. Dies ist mit 2126 m ü. M die höchstgelegene Siedlung Europas. In der Pension Alpenrose deponierten wir unsere Taschen und machten uns in zwei Gruppen an den Aufstieg auf das Wengahorn (2849 m. ü.M). Die Verhältnisse waren so, wie sie der Wetterbericht vorausgesagt hatte: leichter Schneefall, eingeschränkte Sicht und wenig Sonne begleiteten uns. Nach einigen Spitzkehren als ideale Übungseinheit und dank umsichtiger Führung von Alois schafften es alle auf den Gipfel. Die Abfahrt passten wir den Sicht- und Lawinenverhältnissen an und konnten über einige schöne Pulverschneehänge hinunterwedeln. Nach dem Zimmerbezug kamen wir erstmals in den Genuss der ausgezeichneten Küche in der Alpenrose – ein vielversprechender Start in die Woche! Mit einer mutmasslichen Wolf-Sichtung beim Brüggli am Bach endete ein erlebnisreicher Tag.
Christine Neff
Dienstag, 3. März 2026, Bödagrat (2951 m)
Nach dem Schneefall und dem leichten Nebel vom Vortag empfing uns der Morgen mit traumhaftem Wetter. Pünktlich um 08:30 Uhr standen die 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor der Unterkunft in Juf bereit für die Skiabfahrt nach Juppa.
Bei unserer Ankunft beim kleinen Skilift empfing uns eine eisige Kälte. Wir waren froh, dass wir uns auf dem ersten Kilometer entlang des Bergalgabach etwas warmlaufen konnten. Nach etwa 30 Minuten ging es in zwei Gruppen rechts einen Hang hinauf in die Sonne. Der abrupte Wechsel von der Kälte in die warme Sonne führte dazu, dass einige Teilnehmende mit Stollen an den Fellen zu kämpfen hatten. Doch gemeinsam konnten auch diese kleinen Probleme rasch gelöst werden.
Nach rund 400 Höhenmetern querten wir nach links über eine grosse Ebene hinüber zum Saentapass. Über den letzten Steilhang erreichten wir schliesslich unser Ziel auf 2951 Metern. Nach den üblichen Gratulationen und einer kurzen Gipfelpause machten wir uns bereit für die Abfahrt.
Mit genügend Abstand fuhren wir den steilen Gipfelhang hinunter zum Saentapass. Dort wählten wir für die weitere Abfahrt eine neue Route. Über steile Hänge und mehrheitlich herrlichen Schnee ging es hinunter bis zur Langlaufloipe. Mit kräftigem Stockeinsatz erreichten wir schnell das kleine Beizli beim Skilift in Juppa, wo wir auf der sonnigen Terrasse eine genussvolle Pause einlegten.
Mit dem Bus – oder für einige mit einem nochmaligen Aufstieg – kehrten wir schliesslich zufrieden zu unserer Unterkunft nach Juf zurück.
Ein herzliches Dankeschön an Alois und Urs für die Leitung dieser wunderschönen Skitour.
Heinz Frei
Mittwoch, 4. März 2026, Uf da Flüe (2775 m)
Bei wolkenlosem Himmel starteten wir unseren 3. Skitourentag direkt neben dem Hotel Alpenrose. Schon bald zeigte sich, dass die Verhältnisse anspruchsvoll waren: Der Schnee war hart gefroren, weshalb wir für den steilen Aufstieg Richtung Stallerberg die Harscheisen montierten. Schritt für Schritt arbeiteten wir uns konzentriert den Hang hinauf. Nach dem steileren Abschnitt öffnete sich das Gelände. Über glitzernde Schneeflächen führte die Spur weiter in Richtung Gipfel des Flue. Die Aussicht war beeindruckend: Blick zum Bernina Massiv, Piz Julier sowie hinunter nach Bivio und auf die Julierstrasse. Die Abfahrt erfolgte entlang der Aufstiegsspur durch herrlichen Pulverschnee. Unterwegs legten wir einen Zwischenstopp für eine Lawinenausbildung ein. Dabei übten wir das Ausgraben eines Verschütteten. Der Ablauf zeigte eindrücklich, wie körperlich anstrengend und zeitkritisch eine solche Rettung ist. Die Übung verlangte volle Konzentration und viel Kraft – eine wichtige Erfahrung für alle Beteiligten. Anschliessend setzten wir die Abfahrt fort über die unterdessen sulzigen Südhänge zurück nach Juf. Im Hotel Alpenrose stärkten wir uns und genossen Kaffee und Kuchen auf der sonnigen Terrasse.
Am Nachmittag führten wir im Lawinenfeld bei Juf eine weitere Lawinenübung durch. Unter Anleitung von Alois trainierten wir die strukturierte Personensuche mit dem LVS sowie das Sondieren. Anschliessend zeigte und Urs, wie man aus Skiern, Stöcken und Rucksäcken einen improvisierten Rettungsschlitten baut, um eine verletzte Person zu transportieren. Eine lehrreiche und praxisnahe Übung.
Der wunderschöne, genussvolle Skitourentag endete mit einem feinen Essen in geselliger Runde.
Evi Umbricht
Donnerstag, 5. März 2026, Piotjoch (2821 m)
Nach einem reichhaltigen Frühstück schön gestärkt marschierten wir pünktlich bei stahlblauem Himmel und Eiseskälte um 08.15 Uhr in Richtung Piotjoch los, um kurz darauf beim Start der Langlaufloipe und des Winterwanderwegs in Juf die Skier zu montieren. Infolge der nach wie vor instabilen Verhältnisse beim Aufbau der Schneedecke und weiterhin erheblicher Lawinengefahr wurde bereits vorgängig entschieden, dass die Besteigung des Piz Piot auf ein andermal verschoben werden muss. Zügig konnte es losgehen, fast unmerklich sanft ansteigend entlang des zugeschneiten Jufer Rheins, in wie gewohnt trancegleichem Schritttempo mit unseren zwei Führern, Alois und Urs. Die zu Beginn noch lebhaften Gespräche verstummten, sobald das Gelände ansprucksvoller wurde. In engen Windungen schraubten wir uns dann linkerhand ein enges, aber nicht allzu steiles Couloir empor, glücklicherweise auf schön griffigem Schnee mit einzelnen Spitzkehren. Schon bald schweifte der Blick wieder ungehindert über die gleissenden, teilweise noch unberührten Schneehänge, über welche wir praktisch mühelos unser Ziel, das Piotjoch erreichten. Nach kurzer Rast mit Zwischenverpflegung und dem Umrüsten zur Abfahrt zeichneten wir unsere Schwünge in die zauberhaft pulvrige, weisse Pracht. Kurz vor dem etwas steileren Engnis entschied die Gruppe Unentwegter nochmals hochzusteigen, um den Abfahrtsgenuss ein zweites Mal auskosten zu können. Die gemächlicher Geniessenden hingegen machten sich, von Heinz geführt, auf die nicht minder reizvolle weitere Abfahrt. Das frugale Mittagsmal
konnte auf einem sonnigen Bänkli mit Blick aufs Juferhorn genossen werden. In unserer wunderbaren Unterkunft, der Alpenrose, wartete ja bereits Kaffee und Kuchen – eine wunderschöne Tour, wunderbar geplant und geführt durch Alois mit Unterstützung von Urs und Heinz, herzlichen Dank!
Angelika Curti
Freitag, 6. März 2026, Mingalunhorn (2965 m)
Noch einmal geniessen wir das feine Zmorge und überpünktlich wie immer, steht die ganze Gruppe parat für die letzte Tour. Das Ziel ist das Mingalunhorn (2965), ein Nachbargipfel zum Wengahorn. Der Aufstieg fühlt sich auch ähnlich an – Spitzkehren sind gefragt und wir dürfen nochmals unter kundiger Anleitung üben...Die letzten Meter zum Gipfel machen wir lieber zu Fuss, die Gipfelfotos gibt’s in Etappen, es hat nicht viel Platz ganz oben und der dichter werdende Saharastaub lässt die Bergwelt unscharf werden.
Einmal mehr und sozusagen als Abschiedsgeschenk haben wir beste Schneeverhältnisse für unsere Abfahrt – so macht Skifahren einfach glücklich.
Mit einem gemeinsamen Kaffeetrinken vor dem Aufbruch nach Hause lassen wir die Tage entspannt ausklingen. Fazit: Alles hat gestimmt, war super organisiert und bestens geleitet....besser geht es nicht! Danke an Alois, Urs und Heinz!
Beate Roelcke
Fotos: Heinz Frei, Alois Wyss
Bericht vom Schnupperkurs im Blockkäfer
Liebe Kletterfreunde
An drei Abenden konnten Eltern mit ihrem Kind einen Eindruck vom Blockkäfer erlangen.
Erster Montag Abend
Als erstes mussten wir uns aufwärmen. Wir haben lustige Spiele gemacht , wie zum Beispiel Elefanten waschen und der Entenlauf. Für die Erwachsenen ganz schön anstrengend… Danach haben wir gelernt zu klettern an der Boulderwand. Auch an der Boulderwand kann man lustige Spiele Spielen. Kristina (unsere Kletterlehrerin) hat am Ende einer Boulderroute ein Blatt mit Bunten Stiften aufgehängt. Jeder Teilnehmer der das Blatt Und die Stifte erreichen konnte, durfte ein Teil des Gesichts zeichnen. Das waren sehr lustige Gemälde. Anschliessend durften wir Süssigkeiten in den Griffen verstecken. Leider war dann der erste Abend schon vorbei.
Zweiter Montag Abend
Heute erklärten Thorsten und Kristina uns die Regeln beim Sichern. Wir mussten den doppelten8er Knoten üben und den Partnercheck. Sicherheit geht vor! Wir lernten wie das Grigriplus funktioniert. Endlich ging es an die Kletterwand. Das war sehr toll und machte extrem viel Spass! Leider verging auch an diesem Abend die Zeit viel zu schnell.
Dritter Montag Abend
An diesem Abend haben wir alles nochmals repetiert. Ich durfte sogar meine Mutter sichern. Dazu muss man das Seil oben mehrmals verdrehen. Das machte richtig Spass. Am Ende haben wir sogar noch ein Stück Kuchen erhalten. (Selbergebacken von Kristina, sehr lecker!!!) Schnuppert doch auch einmal!!
Herzliche Grüsse
Chaya
Aus Plan A wurde erst C und dann B. B wie Brisen. Zu dritt gings in Brugg früh los zur Klewenalp.Wir waren genauso motiviert & hibbelig, wie all die Kinder in der Bahn für das Schülerrennen, und das obwohl uns der Tourenleiter die Reise im Globi-Wagen verweigerte.
Oben angekommen gab es erst den obligatorischen Kaffee zur Morgenstärkung - umso notwendiger nach dem Geräuschpegel in der Seilbahn.
Frisch erwacht ging es zum Start schwarz 20m mit dem Tellerlilift hoch - kein Skifahrer ist illegal! - und der Schlittelpiste entlang. Entgegen der Ankündigung gab es keine Ticketkontrollen, und auch wenn: kein Schlittler ist illegal!
Lange Zeit waren wir alleine unterwegs, bis wir nach dem Brisenhaus in der Ferne eine Gruppe Skitourengänger entdeckten. Den Gipfel konnten wir nach einigen Minuten geteilter Freude mit zwei Schneeschuhtourengängern auch noch alleine mit einer zutraulichen oder auch frechen Bergdole geniessen. Erst beim Abstieg kam uns die zuvor entdeckte Gruppe entgegen, wobei der SAC Basel diesmal keinen Stau auslöste.
Den Zustand der Abfahrt konnten wir schon auf dem Gipfel hören: ein Alleingänger kratzte hart auf dem Eis. Und nach dem ersten Teil ganz viel schöner Sulz. Danach wurde noch auf der Terasse einer geschlossenen Beiz die Sonne genossen, bis es so heiss wurde, dass man von der Sonne weggedreht sass. Wir trafen auf dieser Terasse auch den Eiskratzer von vorher, ein Altdorfer, welcher uns bis zum Bahnhof Altdorf mitnahmen.
Danke Philipp für die Tour!
Acht SkitourengängerInnen machen sich am Samstagmorgen in aller Früh auf, um gemeinsam ins Glarnerland zu fahren. Der Rautispitz ist heute unser Ziel.
Die gut gelaunte Gruppe steigt schwatzend und plaudernd über den Forstweg in Richtung Grapplialp auf. Kurz wird’s ruhiger, die Aufmerksamkeit ganz auf die rutschige Unterlage auf dem Waldweg gelenkt. Vor dem Tritt (eine Steilstufe inmitten der Tour) macht sich ein Ski selbständig. Kurz sind wir beunruhigt, ob er sich die Freiheit nimmt über die untenliegenden Felsen zu jumpen. Zum Glück nicht und die Tour geht nach einer kurzen Pause mit aufgebundenen Skiern weiter. Dank Manuel schaffen wir alle die kniffligen Spitzkehren im oberen Tei der Steilstufe. Manuel schaufelt uns „altersgerechte Bödeli“ frei. Merci. Nun geht der Aufstieg gemächlich weiter und wir erreichen bald schon den Gipfelhang. Hier startet ein offizielles Kräftemessen, Dani lässt die fitten Türeler ihre Grenzen ausloten. Glücklich und zufrieden erreicht kurz darauf die ganze Gruppe den Gipfel. Bei Sonnenschein und angenehmen Plus-Temperaturen geniessen wir eine ausgiebige Gipfelrast.
Unterdessen sind die harten Schneehänge schön aufgesulzt und wir suchen uns stets die besten Hänge für die Abfahrt aus. Ab den Häusern „Sulz“ wechselt der Schnee allmählich auf nass und die Schiebepassagen werden immer länger, bis wir am Schluss die Skier nochmals aufbinden und dem See entlang zum Auto zurückkehren.
Eine schöne und eindrückliche Tour ist beendet und wir lassen sie im Restaurant Äschen an der Sonne ausklingen.
Danke Dani für die super organisierte Tour.
Bericht: Regine Schmid
Der Frühling hat dieses Jahr früh zugeschlagen. Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir die Tour zu fünft auf den Chaiserstuel von der Bannalp aus. Der Schnee auf der Route in Richtung Bannalper Schonegg war noch hart, aber mit Harscheisen gut begehbar. In Richtung Gipfel wurde es prekärer und erforderte etwas Slalom zwischen den ersten aperen Stellen. Auf dem Gipfel wurden wir mit einer fantastischen Fernsicht belohnt. Auch gab es noch ein Schneefeld für unser Gruppenfoto. Windstille und milde Temperaturen luden zu einer ausgiebigen Pause auf der grün-braunen Wiese ein – fast schon Sommergefühle auf 2400. Die Abfahrt starteten wir zum richtigen Zeitpunkt für den "Sulz" und genossen einige schöne Hänge. Unseren Durst konnten wir widererwarten im Berghaus Heimelig stillen.
Vielen an Dank an Christoph zur Leitung dieser schönen Tour.
FW, KI-unterstützt
Sonntag, Anreise ins Ahrntal
Pünktlich um neun Uhr treffen wir Beatrix und Otto am Bahnhof Brugg. Reinhard holt seine beiden Mitfahrer in Kirchdorf ab. Das letzte Auto, der Tesla startet in Zürich. Marcel hat allen Teilnehmenden geschrieben, wann und wo sie abgeholt werden und wo wir einander treffen. Es ist die Autobahnraststätte Mils-Imst. Wie geplant erreichen fast alle die Raststätte gleichzeitig. In Vorarlberg ertönte plötzlich ein ohrbetäubender Lärm aus unseren Handys. Wir sind erschrocken, denn zuerst meinten wir mit dem Auto stimme etwas nicht. Bei grosser Lawinengefahr wird neu auf alle Mobilen Geräte ein Warnhinweis gesendet. Das gleiche gilt auch in Italien.
Wir erreichen das Hotel Kason im Ahrntal um 15:30 Uhr. Abendessen um 19 Uhr.
Montag, Skitour zum Golatsch, 2245 m
Frühstück um 7:30. Angst? Ist ein schlechter Wegweiser aber Respekt vor Lawinen ist sicher angebracht. Unser Tourenleiter Marcel ist angespannt. Er holt sich seine Erkundungen, studiert Vorhersagen und Karten aber gefeit von Unfällen ist niemand! Mit dem Bus nach Prettau, dann über die Strasse und schon stehen wir auf unseren Brettern. Wir sind nicht ganz so schnell wie die Olympia «SkiMo» Teilnehmenden, wir üben! Komplette LVS- Kontrolle! Dann der Waldstrasse entlang bis fast zur Steger Alm. Die Jausestation sollte gemäss Abklärungen offen sein, aber eben sollte. Unser Ziel sehen wir vor uns. Es ist der Golatsch. Zwischendurch ist Abstand angesagt, ebenso bei der Abfahrt. Der Schnee ist recht passabel, halt unterschiedlich! Die Sonne zeigt sich ab und zu. Wir fahren die Waldstrasse runter und sind glücklich überhaupt etwas gemacht zu haben. Den Nachmittag nutzten die Einen für einen Spaziergang zu den im hinteren Ahrntal gelegenen Jausestationen.
Dienstag, Bruneck und Skitour Am Joch, 2405 m
Seit Stunden fällt Regen und die Temperaturen sind viel zu hoch. Die Lawinengefahr ist immer noch gross. Reinhard nützt die Südtirol-Gästekarte und fährt nach Cortina d`Ampezzo. Alle drei Frauen fahren mit dem Bus nach Bruneck und gehen shoppen. Die anderen sechs fahren mit zwei Autos nach Süden nach Bruneck und weiter nach Pfalzen und Terenten. Von dort aus gibt es eine Skitour bei schönem und warmem Wetter über die Pertigalm, Hühnerspiel auf einen Gipfel mit Namen Am Joch. Weil die Jausestation Pertigalm geschlossen ist, fahren wir nach auch nach Bruneck, wo wir die Frauen aber nicht mehr treffen.
Mittwoch, Faden 2283 m
Sonniges Wetter, aber immer noch grosse Lawinengefahr. Unterhalb dem Dorf St. Peter werden die Autos möglichst ohne viel Pflotschkontakt abgestellt. Bis zur Waldgrenze sind steile Grasborde mit Spitzkehren zu bewältigen. Im Wald nehmen wir den Wanderweg ziehen am Sendemast vorbei bis zu den Almen oberhalb der Waldgrenzen. Auf der linken Hangseite sehen wir Rutsche. Im grossen Bogen ausholend erreichen wir den Gipfel Faden. Der Blick ins Tal und über die weiten weissen Flächen ist wunderschön. Der Schnee bei der Abfahrt ist schwer und unterschiedlich tief. Eigene Spuren zu fahren und dann noch schöne, ist fast unmöglich. Und leider müssen wir entlang dem Wanderweg im Wald runterfahren! Will heissen, von einer Tanne zur nächsten bis zum Sendemast. Im unteren Teil nehmen wir die Forststrasse. Aber auch das gestaltet sich als mühselig, liegt doch viel und schwerer Schnee.
Donnerstag, Archbichelsattel 2400 m
Die Lawinengefahr ist auf erheblich zurückgegangen. Wir haben unser Frühstück bereits auf 6:30 Uhr bestellt wegen der tageszeitlichen Erwärmung, was die Lawinengefahr erhöht. Wir starten die Skitour gleich beim Hotel und steigen mit Harscheisen steil den Wald hoch bis wir eine Waldstrasse erreichen zur Moaralm. Von dort geht es westlich am Gipfel vom Archbichel vorbei zum Archbichelsattel. Die Skiabfahrt im Sulzschnee ist super. In Prettau kehren wir in Viola`s Bar ein.
Freitag, Hundskehljoch 2559 m
7:35 Uhr und schon sind wir unterwegs. Zuerst steil mit Harscheisen dem Wanderweg hoch zur Alpstrasse, die von Prettau kommt. Lange zieht die Strasse Richtung Moaralm zum Wiesenmoos hinauf. Der Schnee ist gut gefroren. Das Gelände ist hügelig und unübersichtlich. Unser Ziel ist noch nicht sichtbar. Leicht bergauf, ah und dann wieder runter nochmals bergauf dann sehen wir den Grat und ein riesiger Steinmann. Zwischendurch ist Abstand angesagt und so meinte ich beim Steinmann sei das Ziel erreicht, was sich als falsch erwies! Nicht ganz alle unternahmen die letzten Spitzkehren zum Hundskehljoch. Wegen dem Schnee war das auch gar nicht nötig. Bei der Abfahrt durchfuhren wir ganz verschiedene Schneezonen. Da waren harte Unterlagen, Sulz, Pulverschnee einfach alles dabei, die Frage war nur wo? In Viola`s Bar in Prettau haben wir auf dem «Bänkli» vor dem Haus den Durst gestillt. Mit dem Bus zurück nach Kasern.
Samstag, Heimreise
Nach dem Hotel Check-out machten wir uns auf die lange Heimfahrt.
Wegen der schwierigen Lawinensituation war es für den Tourenleiter eine anspruchsvolle Skitourenwoche. Marcel hat vorsichtig geplant und uns so eine schöne Woche ermöglicht. Im Namen von allen Teilnehmenden ein herzliches Dankeschön. Bericht und Fotos Hedwig und Marcel
Während der Woche gabs den lang ersehnten Schnee. Der kam allerdings mit voller Wucht und bei einem Lawinenbulletin mit erheblich bis gross war die Durchführung des Grill & Chill auf dem Eggberg nicht zu verantworten.
Die JO grillierte wo anders, die Schneeschühler sagten ihre Tour ab und wir Skitüüreler fand mit dem Rütistein ab Weglosen ein gut machbares Tourenziel.
Tja, wir waren nicht ganz allein – gefühlte tausend Andere wichen auch auf dieses Gebiet aus. Wir kamen aber gut aneinander vorbei und es war schon prima vorgespurt.
Und bei so vielen Menschen unterwegs, kann man dafür über komische Situationen schmunzeln Warum werden Skis mit Fellen dran vom Gipfel runtergetragen, wenn man runterfahren kann? – Wir wissen es nicht.
Die Gipfelrast fiel kurz aus, weil ein zügiger Wind blies. Die Abfahrt ging besser als gedacht –im oberen Teil war es wie auf einer Skipiste. Im unteren Teil, bis wir wieder auf dem Forstweg waren, ging es dann aber doch etwas in die Oberschenkel. Der Schnee war sehr schwer.
Das war eine schöne Ausweichtour – die Gruppe bedankt sich bei Phillipp für die umsichtige Tourenführung.
Für den Bericht: Annika
Fotos:
Diverse
Tourenbericht St. Antönien – 21.–23. Februar 2026
Teilnehmende: Heinz und Käthi (Leitung), Verena, Gabriela, Werner und Urs vom SAC Brugg sowie Caro, Stefan, Karl und Attila vom DAV Oberer Neckar
1. Tag – Anreise, Schneefall und spontane Planänderungen
Traditionsgemäss treffen sich der SAC Brugg und der DAV Oberer Neckar zu ihren gemeinsamen Skitouren-Tagen. Um 10 Uhr stossen die vier Freunde vom DAV im Restaurant Rhaetia dazu. Nach einem Kaffee fahren wir gemeinsam zur Pension Michelshof – „hinter dem Mond links“ – und rüsten uns für die erste Tour aus.
Um 11 Uhr fellen wir bei dichtem Schneefall an und steigen auf der Strasse in Richtung Partnun. Doch schon kurz ausserhalb des Dorfes ist die Strasse wegen erheblicher Lawinengefahr gesperrt. Ein alternativer Aufstieg über flachere Hänge ist aufgrund des tiefen Neuschnees ebenfalls nicht möglich.
Wir kehren zurück und steigen gemütlich entlang der Gafierstrasse Richtung DörfJi durch den Wald ins Seitental auf. Nach rund 300 Höhenmetern erhält Heinz einen Anruf: In einer halben Stunde wird auch die Zufahrt zu unserer Pension gesperrt. Sofort fahren wir ins Tal ab und laufen zügig wieder nach St. Antönien zurück. Die Strasse ist bereits geschlossen, doch der Fussweg vom Dorfzentrum ist noch offen. Über die Matte direkt unterhalb des Michelshofes erreichen wir unsere Unterkunft.
Um 15 Uhr beziehen wir unsere hübschen Zimmer und geniessen nach einer warmen Dusche die wohlverdiente Erholung. Die durchnässten Kleider zeugen vom intensiven Schneefall. Zum Abendessen gibt es einen feinen Salat, ein Spaghettibuffet und ein köstliches Mousse.
2. Tag – Traumwetter und Tour zum Chlei Chrütz
Der Morgen begrüsst uns mit strahlendem Sonnenschein und fantastischer Sicht auf die tief verschneite Landschaft. Trotz des schönen Wetters bleibt die Lawinengefahr hoch, weshalb wir eine gemütliche Tour zum Chlei Chrütz planen. Um 10 Uhr steigen wir über die Skiliftpiste und die Schneeschuhspur via Aschüel und Grossried bis zur Alphütte Valpun. Dort geniessen wir kurz vor 12 Uhr unseren Imbiss in der warmen Sonne. Anschliessend geht es weiter über die Schulter Richtung Gipfel. Um 12.45 Uhr beenden wir den Aufstieg rund 50 Höhenmeter unterhalb des 2002 m hohen Gipfels. Die letzten Meter im Nordhang mit Lawinengefahr sind ausgesetzt, und obwohl viele Tourengänger hinaufgestiegen und sogar hinuntergefahren sind, verzichten wir bewusst darauf.
Die Abfahrt entlang unserer Aufstiegsspur im tiefen Neuschnee gelingt gut und erlaubt uns einige elegante Schwünge. Nach einer Pause auf der Alp geniessen wir auch die Fahrt durch den verschneiten Wald. Kurz vor 15 Uhr erreichen wir wohlbehalten die Pension.
Zum Nachtessen verwöhnt uns das freundliche Personal mit Suppe oder Salat, verschiedenen Risotti – mit Pilzen oder Nüssen – und einer riesigen Auswahl an Desserts.
3. Tag – Spitzenbüel und Rückreise
Nach einem reichhaltigen Frühstück heisst es packen. Um 9 Uhr fahren wir zum Parkplatz ausserhalb von St. Antönien. Von dort steigen wir die Strasse Richtung Dörfji hinauf und folgen dann der Schneeschuhspur im tiefen, schweren Schnee auf den Hängen zum Spitzenbüel.
Nach etwa 410 Höhenmetern erreichen wir kurz vor 12 Uhr eine Alphütte auf Rosswig und machen bei Sonnenschein eine Essenspause. Wir entscheiden auf den weiteren Aufstieg zum Gipfel zu verzichten, ziehen die Felle ab und beginnen die Abfahrt – oder für einige eher den Kampf – durch den schweren Schnee. Der Rückweg über die inzwischen weitgehend schneefreie Asphaltstrasse ist mehr Fussmarsch als Skifahren. Um 13 Uhr erreichen wir unsere Autos – müde, aber gesund und zufrieden.
Nach einem Bier oder Kaffee mit Kuchen heisst es schon wieder Abschiednehmen von unseren DAV Freunden nach drei unvergesslichen Tagen in den Bergen. Jeder Tag ein Erlebnis mit anderen Bedingungen.
Besten Dank an Heinz und Käthi für die ausgezeichnete Leitung und mit grosser Sorgfalt geplanten Skitouren.
Urs
Fotos: Stefan Weinmann und Heinz Frei
Am Samstagmorgen um 7:30 Uhr trafen sich 5 Erwachsene und 8 Kinder am Bahnhof Brugg – noch etwas verschlafen, aber voller Vorfreude. Schon beim Start begleitete uns der Regen, doch davon liessen wir uns die Stimmung nicht verderben. Mit der Klewenalpbahn ging es bergwärts, und je höher wir kamen, desto mehr verwandelte sich der Regen in dichten Schneefall. Oben angekommen hiess es zuerst Schlitten packen und die ersten Meter zu Fuss durch den frischen Schnee stampfen. Der Neuschnee wehte uns teilweise quer ins Gesicht, die Sicht war nicht immer optimal, aber genau das machte das Ganze irgendwie auch abenteuerlich. Die Schlittelabfahrten waren wegen des Neuschnees etwas gebremst – so richtig Fahrt wollte der Schlitten nicht aufnehmen – dafür waren die Schneeballschlachten umso besser und sorgten für viele lachende Gesichter. Weil man im Schneetreiben nicht allzu weit sah, steuerten wir für eine Zusatzrunde zuerst den falschen Sessellift an, was uns zwar ein paar ungeplante Extra-Höhenmeter bescherte, aber auch eine zusätzliche lustige Abfahrt zur Station einbrachte. Die rund zehn Meter wieder bergauf schadeten niemandem und wurden sportlich genommen. Abwechselnd gehend und schlittelnd erreichten wir schliesslich die Stockhütte, wo wir uns im Restaurant aufwärmten und stärkten. Kaum sassen wir gemütlich drinnen, begann es leider wieder zu regnen, also machten wir uns gut gelaunt auf den Heimweg – etwas nass, aber mit vielen tollen Erinnerungen im Gepäck.
Alles wird anders
Schmelzende Eismassen, boomender Tourismus, neue Flughäfen im Bau und globale Investoren auf der Suche nach Bodenschätzen. Grönlands Wandel ist heftig und ungestüm. Grönland boomt, wenn es um Forschung geht.
Eine Gruppe von 16 Grönland-Interessierten macht sich auf zum Alpinen Museum. Wir werden von Beat Hächler, (Direktor des ALPS und Verantwortlicher der Ausstellung ) begrüsst und er vermittelt uns einen sehr guten Einblick in die verschiedenen Themen und Probleme der grössten Insel der Welt (50x grösser als die Schweiz!).
Anschliessend besuchen die einzelnen Hör-Stationen, mit vielen Gesprächen mit den Inuits. Sie zeigen uns ihre Sicht auf die mannigfaltigen Veränderungen.
Eine eindrückliche Ausstellung, die Herausforderungen und Spannungen vor Ort gut aufzeigt, uns jedoch auch in die Schönheit der Natur (Grossleinwände) eintauchen lässt.
Nach dem feinen Mittagessen im ALPS wandern wir der Aare entlang zu den englischen Gärten und vorbei am Bärenpark. Regen und Wind begleiten uns und so ist es angenehm unter den Lauben zum Bahnhof zurückzukehren.
Christa L
Mit Zug und Bus erreichen die Wanderfreudigen gegen 10.00 Uhr Ulrichen, wo sie vom Wanderleiter empfangen werden.
Nach dem Startkaffee im Bistro, direkt am Winterwanderweg, geht es bereits bei wärmender Sonne und wolkenlosem, blauem Himmel talauswärts.
Auf knirschendem Schnee unter den Wanderschuhen, stets mit Blick Richtung der markanten Berggipfel Weisshorn, Brunegghorn, Bishorn usw., führt die Wanderung vorbei an Geschinen und Münster nach Reckingen, wo im Geissgaedi ein Tisch für das Mittagessen reserviert ist.
Frisch gestärkt mit feinen regionalen Leckereien wandern wir – immer begleitet von der wärmenden Wintersonne – weiter via Gluringen und Biel zum Bahnhof Blitzingen.
Hier endet der offizielle Teil der Wanderung und die Gruppe teilt sich auf: Während die einen die Heimreise antreten, geniessen die anderen noch die letzten Sonnenstrahlen im nahegelegenen Loipenbeizli, bevor auch sie den Rückweg antreten.
Alles in allem ein schöner Tag in der freien Natur bei bestem Winterwetter.
Werner
Vier Schneesuchende machten sich auf den Weg nach Mostelbach. Schon in Staffel kamen wir aus dem Nebel. Wer weiss, vielleicht bricht die Sonne auch noch durch die Wolken? Immerhin hatten wir eine schöne Sicht auf die Berge und ja, im Laufe des Tages auch Fernsicht. Jedenfalls sahen wir den Schwarzwald, wo auch der Feldberg herausstach.
Der Schnee war aber noch nicht so sichtbar. So machten wir uns, nach einem Kaffeehalt frohgemut auf den Weg. Die Winterwanderschuhe sind ja nicht nur zum Schneeschuhlaufen da…. . Mit der Zeit entschieden wir die Iseli anzuziehen. Bei der Haggenegg, bei der hübschen Kapelle machten wir Mittagspause und genossen die Aussicht. Auch eine kleine Bitte Schnee zu geben, liessen wir der schwarzen Madonna zukommen.
Weiter ging es hoch Richtung Bannegg. Und da hatte es zunehmend Schnee und wir zogen unsere Schneeschuhe an. So genossen wir kompakte Schneeflächen, (ja, dies hast es auch, ich vergass aber dies zu dokumentieren) und liefen später auf den Schneestreifen, ja, auch Grasnarben runter Richtung Mostelberg. Vorher überquerten wir noch den „Skywalk“, die Hängebrücke. Natürlich wieder mit den Winterwanderschuhen.
Es war schön in der Natur zu sein, die Gemeinschaft und das tolle Panorama zu geniessen. Vielen Dank dem Tourenleiter.
Verena Keller
Vom Winde verweht
Wetter: Trocken, mit einigen Wolkenfeldern
Am Dienstag,3.Februar 26, treffen sich 7 unerschrockene SAC-ler am Bahnhof Windisch. Mit den Autos fahren wir nach Riemenstalden / Käppeliberg.
Die Bahn fährt nicht, auf den Gitschen, oben tobt ein Sturm.
Taleinwärts laufen wir auf unsern Skiern, einem Fahrweg folgend. Bald wechseln wir die Talseite und beginnen den Aufstieg. Sehr steil, mit vielen Spitzkehren, steigen wir hoch. Je höher wir steigen, desto heftiger werden die Winböen. Zeitweise treiben die Böen den Schnee um uns, dass der ganze Hang in Bewegung scheint. Auf circa 1900 Metern brechen wir die Tour ab.
Über Triebschnee, Altschnee und um einige heikle Stellen fahren wir vorsichtig runter.
Im Talgrund machen wir Mittagspause.
Die LVS-Übung bringt für mich neue Erfahrungen, danach geht’s runter zu den Autos, und wir beenden die Tour.
Eine interessante und abwechslungsreiche Ausweichtour, auch wenn der Föhnsturm wütete.
Verfasser Werner Gitz
Liebe Skitourenfreunde (Barbara Stuessi, Oksana Zaharko, Michele Donna, Korbinian Deinhart,
Rita Nussbaumer, Roland Nater, Pia Nater, Francine Wolff, Samuel Brunner, Sabine Brunner, Felix Brunner)
Wir gehen morgen auf unsere Skitour - allerdings wegen Schneemangel nicht auf den Tschingel
im Rosenlauital, sondern auf den Rütistein im Gebiet Hoch-Ybrig:
Besammlung 6:00 Bahnhof Brugg, Windischer Seite. Familie Brunner faehrt getrennt von Wuerenlos.
Treffpunkt um 7:30 Parkplatz Hoch Ybrig. Abmarsch Richtung Druesberghuette gegen 8 Uhr, meist entlang
des Straesschens das gut schneebedeckt war. Kleine Pause am Ende des Waldes. Weiter, die Druesberghuette
links liegen gelassen, Richtung Gipfel Ruetistein, 2025 m gegen 11:30. Kein Wind auf dem Gipfel, Schnee leicht abgeblasen. Aufenthalt ca. 1 Stunde. Dann Abfahrt bei schoenem Pulverschnee bis Druesberghuette.
Dort ca. 1 Stunde Pause. Dann Abfahrt im freien Gelaende bis zum Waldrand und dem Straesschen entlang
zurueck zum Parkplatz, alles bei sehr guten Schneeverhaeltnissen.
Fazit: Sehr schoene Skitour bei blauem Himmel und angenehmer Temperatur: kalt aber trocken.
Ausgezeichnete Atmosphaere, sehr angenehme Stimmung. Besten Dank an den Tourenleiter Felix Brunner:
Souveraene Organisation und Leitung!
Tourenbericht: Francine
Ski- und Langlauftourenwoche Engadin, 31. Januar - 07. Februar 2026
Samstag, 31. Januar 2026: Anreise und Langlaufen
Am Samstag reist ein Teil der Teilnehmenden der Ski- und Langlauftourenwoche Engadin mit dem Zug ins Engadin an. Auf der RhB-Albulastrecke kommen wir dem Schnee mit jedem Kilometer und jedem Kehrtunnel näher und näher. Da der Bernina-Express vor uns ausgefallen ist, ist unser Zug pumpenvoll, und ab Bergün noch voller mit den zugestiegenen Schlittlern.
In Pontresina angekommen holen wir das spedierte Gepäck ab und werden mit dem Hotel-Bus zum Engadinerhof gefahren. Dort treffen wir Heinz und Verena, ziehen uns um und zirkeln in unseren rutschigen Langlaufschuhen auf eisigen Trottoirs zur Jugi Pontresina zum Mittagessen. Anschliessend geniessen die einen bei schönstem Sonnenschein zwei Lektionen Langlaufunterricht, die anderen absolvieren einige Kilometer in der näheren Umgebung von Pontresina - Celerina - San Gian. Am Abend treffen wir uns zufrieden zum reichhaltigen Nachtessen im Hotel.
Beat
Sonntag, 1. Februar 2026: Skitour Munt Griatschouls (2’768 m)
Heute starteten wir mit unserer ersten Skitour in der Tourenwoche im Engadin.
Die Ausgangslage war alles andere als einfach: Wenig Schnee und eine angespannte Lawinensituation machten die Wahl eines geeigneten Tourenziels zur Herausforderung. Unser Tourenleiter Beat traf schliesslich die gute Entscheidung, nach S-chanf zu reisen und von dort eine Tour in Richtung Munt Griatschouls zu unternehmen.
Über den Südhängen oberhalb von S-chanf zeigte sich der Winter von seiner mageren Seite – dort fehlte der Schnee fast vollständig. Umso überraschter waren wir, dass wir in der Schlucht und an den Nordhängen eine durchgehende Schneespur für unseren Aufstieg vorfanden. Ab der Alp Laret genossen wir einen sonnigen Aufstieg durch eine deutlich besser eingeschneite Landschaft.
Die Spur führte uns weiter über die gewalzte Waldstrasse zur Alp Griatschouls, wo wir eine ausgedehnte Pause einlegten und die Sonne in vollen Zügen genossen. Ab der Alp teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die erste Gruppe stieg noch rund eine halbe Stunde weiter auf, bevor sie eine geeignete Schneerinne für die Abfahrt auswählte.
Die zweite Gruppe nahm den weiteren Aufstieg bis zum Gipfel des Munt Griatschouls in Angriff. Auch sie fanden für die Abfahrt schöne Rinnen und Hänge, sodass beide Gruppen ihre Abfahrten in vollen Zügen geniessen konnten. Ab der Alp Griatschouls vereinigten sich unsere Spuren wieder: Beide Gruppen fuhren über den Schlittelweg zurück nach S-chanf ab – ein gemütlicher und stimmungsvoller Abschluss der Tour.
Auch wenn dringend mehr Schnee nötig wäre, durften wir eine sonnige, genussvolle und gut gewählte Skitour erleben – ein gelungener Start in unsere Tourenwoche. Ein herzliches Dankeschön an unseren Tourenleiter Beat – wir haben es sehr genossen!
Heinz
Montag, 2. Februar: Skitour Muott’ Ota (2’490 m)
Bei strahlendem Sonnenschein machte sich unsere Gruppe von acht Skitürelern auf den Weg zur Tour auf den Muott’ Ota. Die Anreise erfolgte mit dem Postauto nach Sils Maria, wo wir kurz nach 09:30 Uhr eintrafen. Von dort führte ein kurzer Fussmarsch zum Hotel Waldhaus, dem Ausgangspunkt unserer Tour.
Der Aufstieg begann auf dem Schneeschuhweg und der Langlaufpiste, bis wir den steil ansteigenden Hang mit dem lichten Lärchenwald an der Nordseite des Muott’ Ota erreichten. Dies war der Moment, in dem wir merkten: Jetzt wird’s ernst. Oben gab’s eine Trinkpause und eine Aussicht, die so schön war, dass man kurz vergass, wie steil es gerade war. Danach ging’s gemütlich über den Rücken zum Gipfel auf 2’458 m. ü. M., wo wir um 12:10 Uhr ankamen – begleitet von einem Wind, der uns freundlich daran erinnerte, dass wir im Winter unterwegs sind.
Wir genossen die eindrückliche Aussicht auf die zahlreichen Schneerutsche an den steilen Hängen der umliegenden Berge. Aufgrund der heiklen Schneesituation hielten wir uns konsequent an die gut angelegte Aufstiegsspur und mieden steilere Passagen.
Nach der Mittagspause folgten wir der Spur weiter bis zum höchsten Punkt auf 2’490 m ü. M. Die Abfahrt ins Fextal erwies sich als anspruchsvoll: sehr tiefer schwerer Schnee ohne tragende Unterlage und etwas pulvriger Neuschnee forderten uns deutlich. Im Vergleich zur Tour von 2021 benötigten wir für die Abfahrt über die Alp da Segl bis zum Hof mit den Lamas in Chalchais wesentlich mehr Zeit und kamen dort erst um 15:50 Uhr an.
Dann hiess es: Ski auf den Rucksack und zu Fuss weiter auf der asphaltierten Strasse rund 5 km zurück nach Sils Maria. Beat und Markus nutzten zwischendurch die Langlaufspur. Die teilweise rutschige Strasse wurde uns durch eine Pause im Hotel Sonne Fex in Crasta versüsst, wo wir Kaffee und köstlichen Kuchen genossen - das Highlight des Rückwegs.
Mit einer Portion Glück und einem Hauch Dramatik schaffte ich es als letzter Passagier in den Bus um 17:24 Uhr nach Pontresina. Um 18 Uhr waren wir alle wieder im Hotel – müde, zufrieden und voller Geschichten.
Ein grosses Dankeschön an Beat und Heinz für die souveräne Leitung und dafür, dass niemand im Tiefschnee versank.
Urs Wild
Dienstag, 3. Februar 2026: Langlaufen
Auf Grund der nicht so optimalen Wetterprognose ist für heute Langlaufen angesagt. In Gruppen oder individuell werden wiederum einige Kilometer auf dem weitläufigen Engadiner Loipen-Netz absolviert. Die meisten Teilnehmer kehrten unterwegs noch ein um sich zu stärken und kommen nach einem sportlich aktiven Tag im Schnee zufrieden ins Hotel zurück.
Beat
Mittwoch 4. Februar 2026: Langlaufen
Nach einem gemeinsamen Aufwärmen in Pontresina Punt Muragl trennte sich die Gruppe in Skater und Läufer*innen, die klassisch liefen, auf. Das gemeinsame Ziel war Zuoz, das über die Engadin-Marathonstrecke erreichbar ist. Dafür haben wir 14 km zurückgelegt. Weitsicht gab es nicht, dafür waren die raureifbedeckten Bäume und Sträucher am Loipenrand umso bezaubernder anzuschauen.
Nach einem kurzen Zwischenhalt der Klassisch-Läufer*innen beim Skilift La Punt ging es nach Zuoz zum Langlauf-Zentrum, wo wir uns verpflegen wollten. Weil die Terrassenplätze wegfielen, war das Restaurant zum Bersten voll und zu viert sind wir Richtung Zuoz Dorf marschiert, haben die alten Engadiner Häuser und den "Plaz" bewundert, wo wir im Café Klarer einkehren konnten. Das war ein gemütlicher Ausklang der sonst ziemlich grauen Langlauftour, bevor wir mit der Rhätischen Bahn zurück nach Pontresina fuhren.
Patricia
Donnerstag, 5. Februar 2026: Skitour Cho d’Valletta (2’496 m)
Wir starteten die Tour beim Schiessplatz oberhalb Samedan. Gemütlich ging es auf einem Waldsträsschen mit mehreren Serpentinen den Berg hoch. Alle hatten Zeit ihren eigenen Gedanken nachzuhangen oder sich mit anderen auszutauschen. Immer wieder genossen wir einen Ausblick übers Tal und in die verschneiten Berge. Auf der Alp Muntatsch liessen wir uns von der Sonne wärmen und nutzten den Halt für eine Zwischenverpflegung. Heinz und Beat demonstrierten mit einem Schneekeil die schlechte Stabilität der vorherrschenden Schneeschicht. Es war somit allen klar, dass eine vorsichtige Routenwahl angesagt war.
Nach einer weiteren Stunde aufstieg konnten wir dann das herrliche Rundumpanorama auf dem Gipfel geniessen.
Die Abfahrt über teilweise unberührte Schneefelder gab allen Gelegenheit mit ihren Wedelkünsten zu brillieren. Es machte grossen Spass und die Freude stand allen ins Gesicht geschrieben. Nach einer kurzen Rast bei der Alphütte Muntatsch ging es zügig das Alpsträsschen hinunter nach Samedan. Zielstrebig peilten wir eine, vielen bekannte, Beiz an und liessen den Ausflug Revue passieren bei einem Bier oder Tee, z.T. aufgepeppt mit Kuchen. Mit dem Bus ging es dann zurück nach Pontresina, dem Abendbuffett entgegen - ein gelungener Abschluss einer tollen Skitour.
Markus Hutter
Freitag, 6. Februar 2026: Langlaufen Maloja – St. Moritz
Nach einem ausgedehnten Frühstück treffen wir uns um 9:30 um das Postauto nach Maloja Post zu erreichen. Die Seen sind zugefroren, schneebedeckt und seit einigen Tagen offiziell befahrbar. Das Wetter für heute bedeckt aber trocken. Zu fünft starten wir in Maloja, gleich zu Beginn mit einer kurzen knackigen Abfahrt. Eine Spur für den Klassischen Langlauf haben wir dann beim Überqueren des Silsersee leider nicht vorgefunden.
In Sils Maria gönnten wir uns einen Tee oder eine Suppe. Ich verabschiedete mich anschliessend und fuhr mit dem Postauto nach Pontresina zurück. Die anderen nahmen den Weg über den Silvaplanersee und den Lej da Champfèr nach St. Moritz unter die Langlaufski. Patricia konnte mir berichten, dass das Tempo unseres Tourenleiters Beat so hoch war, dass sie ihn gerne haben vorwärts stürmen lassen, und ihr Tempo gelaufen sind :-) Zurück ist auch diese Gruppe mit dem Bus gefahren. Es ist immer ein besonderes Erlebnis die 15 Kilometer über die Seen zu laufen.
Gabriela von Atzigen
Techn. Tourenbericht Skitouren- und Langlaufwoche Engadin, 31. Januar bis 07. Februar 2026
Samstag, 31. Januar 2026: Anreise mit Zug 07:00 Uhr von Brugg via Zürich – Chur nach Pontresina. Gepäck im Hotel Engadinerhof deponiert und am Nachmittag Langlaufunterricht und Langlaufen im Gebiet Celerina - San Gian.
Sonntag, 1. Februar 2026: Skitour S-chanf – Alp Griatschouls und einige bis auf den Munt Griatschouls (2’768 m). Unterhalb der Waldgrenze sehr wenig Schnee, oberhalb ok. Abfahrt auf dem Schlittelweg war von grossem Vorteil. Die Lawinensituation war die ganze Woche erheblich, Stufe 3, wie schon fast den ganzen bisherigen Winter. Wir haben sehr viele spontane Lawinenabgänge gesehen und diese auch dem SLF Davos gemeldet. Wummgeräusche und ein eigenes Schneeprofil bestätigten die kritische Lawinensituation.
Montag, 2. Februar 2026: Skitour Sils Maria - Muott’ Ota (2’490 m). Anstieg gem. Skitourenkarte ist ab 2‘085 m sehr steil, besser auf der Abfahrtspur von Crasta zum P 2‘329 m aufsteigen. Aufstieg bis P. 2’490 m, Abfahrt Richtung Osten ins Val Fex zur Alp Chalcheis. Auf der Strasse zu Fuss oder auf der Loipe mit Ski nach Crasta und Sils Maria hinunter.
Dienstag, 3. Februar 2026: Langlaufen in Gruppen oder individuell.
Mittwoch 4. Februar 2026: Langlaufen in Gruppen Pontresina – Zuoz.
Donnerstag, 5. Februar 2026: Skitour Cho d’Valletta (2’496 m). Oberhalb von Samedan Waldsträsschen zur Alp Muntatsch. Weiter über offenes Gelände und die letzten Meter zu Fuss auf den Gipfel. Abfahrt auf dem gleichen Weg. Am Abend und am Freitag fühlten sich Heinz und Markus Hutter unwohl und mussten erbrechen.
Freitag, 6. Februar 2026: Mit dem Rest der Gruppe Langlaufen Maloja – St. Moritz.
Samstag, 7. Februar 2026: Alle Teilnehmenden sind wieder gesund erholt und reisen nach ein gelungenen kombinierten Skitouren- und Langlaufwoche im Engadin in einer kleinen Gruppe oder individuell nach Hause.
Teilnehmer:
Bruhin Beat
von Atzigen Gabriela
Frei Heinz
Frei Verena
Hutter Markus
Schuler Markus
Würscher Patricia
Wild Urs
Der Tourenleiter
Beat Bruhin
14. Februar 2026
Das Wetter war nicht sehr berauschend, wir 17 Teilnehmer waren jedoch froh, dass es nicht regnete oder schneite beim Start unserer Wanderung in Schöfflisdorf. Hier befindet sich das Quellgebiet der Surb, welche das Wehn- und Surbtal durchfliesst und19 km weiter unten bei Dötttingen in die Aare mündet.
Nach einem kleineren Anstieg am rechten Talhang, also am Sonnenhang, wanderten wir auf guten Strässchen durch Feld und Wald bis nach Niederweningen. Die Sonne bekamen wir jedoch nie zu Gesicht aber das tat der guten Stimmung keinen Abbruch.
In Niederwenigen konnten wir uns im Personalrestaurant der Firma Bucher bestens verpflegen. Nach dem Mittagessen gings weiter, wieder etwas oberhalb der Talsohle bis nach Lengnau. Pünktlich um 2Uhr begann es leicht zu regnen, wie es der Wetterprophet vorausgesagt hatte.
Unterwegs bestaunten wir den Hochwasserschutzdamm mit Rückhaltebecken der vor ca 10 Jahren gebaut wurde um die Gemeinden Lengnau und Endingen vor Hochwasser zu schützen. Diese Gemeinden hatten schon mehrmals unter Hochwasser zu leiden, das letzte Mal im Mai 1994 als die Surb die Ortskerne beider Gemeinden überflutete und grosse Schäden hinterliess. Die Wassermenge bei Lengnau war damals im Bereich von 50Kubikmeter/s, das langjährige Mittel ist weniger als ein halber Kubik/s.
In Lengnau beendeten wir unsere Wanderung und nahmen den halbstündlichen Bus, die einten via Endingen nach Brugg und die andern direkt nach Baden, wir haben schon ein gutes OeV.
Ernst
Ein Trio startete in Windisch zur Schneeschuhtour im Schwarzwald.
Wider erwarten sahen wir die Sonne schon in Waldshut strahlend vom blauen Himmel. Wir starteten in Menzenschwand Hinterdorf. Bis zum Wasserfall spazierten wir mit aufgeschnallten Schneeschuhen. Doch schon ab Wasserfall, der Knackpunkt der Tour, schnallten wir die Schneeschuhe an und zogen sie nie mehr ab. Der Schnee war perfekt. Eine winterliche Landschaft, nach dem Neuschnee von Montag auf Dienstag säumte unseren Weg, wunderschön.
Wir schritten gemütlich hinauf zur Grafenmatt, vorbei am Leistungszentrum und weiter zum Tagesziel dem Herzogenhorn. Eine immer wieder wunderschöne Aussicht in die Alpen, die Vogesen, den Belchen und den Feldbergturm begeisterte uns.
Den Abstieg wählten wir direkt zuerst Richtung Bernau und dann weiter hinunter nach Menzenschwand. Die Schlechtwetterfront kam unaufhörlich von Westen und bedeckte den Himmel mit dunklen Wolken.
Kaffee und Kuchen assen wir im Hotel Albtalblick und waren beseelt von der gelungenen Schneeschuhtour.
Erst im Auto von Brugg nach Rheinfelden regnete es.
Danke euch für die schöne Tour.
Bericht: Heidi
Bilder: Werner und Heidi
Wir starteten unsere Wanderung in Corcelles BE unter überraschend guten Bedingungen – die Schneeschuhe hatten wir getrost zu Hause gelassen. Während sich das Unterland oft unter einer grauen Decke versteckt, blieb uns der Nebel heute erspart.
Der Aufstieg über die steile Flanke „La Côte aux Boeufs“ war eine erste schöne Überraschung: Ein moosbedeckter Bach suchte sich hier über mehrere Etagen seinen Weg nach unten. In stetigen Zickzack-Kurven gewannen wir im herbstlichen Wald schnell an Höhe, bis wir schließlich das Plateau erreichten.
Oben angekommen, zeigte sich der Mont Raimeux (1302 m) von seiner rauen, windigen Seite. Vereinzelt schickte die Sonne zwar ihre Strahlen durch die Wolkenlücken und ließ uns genüsslich blinzeln, doch am Aussichtsturm auf dem höchsten Punkt wehte uns ein eisiger Wind entgegen.
Unsere Mittagsrast dort oben wurde zu einer kleinen logistischen Herausforderung:
Wie gut tat da der dampfende, heiße Tee aus der Thermoskanne! Das süße Finale durfte trotz der Kälte nicht fehlen: Kristinas köstliche Linzertorte. Die hervorragende Torte war der perfekte Energielieferant vor der Kulisse der Alpen, die am Horizont tatsächlich unter der Wolkendecke erkennbar waren. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Kristina!
Der Abstieg in Richtung Moutier bot spektakuläre Ausblicke auf die tief eingeschnittene Klus. Mit jedem Höhenmeter, den wir verloren, wurde es spürbar milder und die klirrende Kälte vom Gipfel war bald vergessen. Den Abschluss krönten wir mit dem obligatorischen „Après-Wandern“-Drink beim Bahnhof – in einem durchaus „speziellen“ Restaurant.
Fazit: Diese Ersatzwanderung auf den Mont Raimeux wird uns in bester Erinnerung bleiben. Nicht nur wegen des überraschend freundlichen Wetters und des besonderen Aussichtsturms, sondern vor allem wegen der tollen Gemeinschaft.
Ein herzliches Dankeschön an Regine für die wie immer perfekte Führung und an alle, die zu diesem besonderen Erlebnis beigetragen haben!
Bericht: Hanna
Fotos: alle
Auf der Autofahrt durchs Entlebuch nach Kemmeribodenbad dominierte grösstenteils der Nebel, kurz vor dem gleichnamigen Hotel löste sich dann das Grau weitestgehend auf.
Bei kühlen Temperaturen und kurz vor etwa 25 weiteren Skitüüreler starteten wir in Richtung Schnierenhörnli. Mathias führte uns zuerst über flache Alpweiden, später über steilere Hänge und zum Schluss zu Fuss über eine abgeblasene, gefrorene Wiese steil hoch auf den Gipfel. Die restlichen 25 Tüüreler immer im Nacken, nur überholen trauten sie sich nicht. Das Schnierenhörnli oder wie auf der Karte vermerkt Schnierenhireli ist ein Gipfel auf dem bekannten Brienzergrat. Entsprechend spektakulär war die Aussicht auf den Brienzersee und die Berner Alpen.
Da die ganze Route nordseitig hoch führte, hatten wir nur sehr wenig Sonne, dafür umso mehr Wind und eine durchgehende Schneedecke. Im Rahmen der Abfahrt fanden wir doch noch einen sonnigen Platz um schnell den mitgebrachten Lunch zu verspeisen. Das nächste Ziel war dann auch vor allen anderen im Restaurant Kemmeribodenbad zu sein um als Abschluss die feinen Merängge zu kosten.
Fazit bei den Merängge, die klassische Portion ist sehr gross, die Nidlä war luftiger als der Schnee bei der Abfahrt und auch das Geheimnis um das bei der Merängge-Herstellung übrig gebliebene Eigelb konnte gelüftet werden.
Vielen Dank an Mathias für die Organisation und die umsichtige Führung und an alle Teilnehmer für eine gelungene Tour.
Tourenbericht Janine
Fotos: div. Teilnehmende
11 Wanderfreudige entsteigen der Gondelbahn auf dem Kühboden. Dem Nebel entwichen, schreiten wir in den strahlenden Sonnenschein, in eine helle, heile Welt. Wir atmen auf, spüren sofort die wohlige Wärme und tauchen ein in höhere Sphären. Wir schütteln die ganze Unbill dieser verrückten Welt von den Schultern. Die glitzernde weisse Pracht verzaubert uns und die schrägen Trumps dieser Zeit können uns gestohlen bleiben.
Los geht’s! Es knistert unter unseren Füssen. Der Winterwanderweg ist bestens präpariert. Nach einer guten Stunde stehen wir vor unserem ersten Zwischenziel, der Bättmer Hitta. Im ersten Stock, in der heimeligen Gaststube werden alle unsere Wünsche im Nu erfüllt. Wärmende Suppen und süsse Dessertträume sind alles, was unsere Herzen begehren. Gestärkt meistern wir Höhenmeter und steile Abstiege. Iseli an den Schuhen tun hier ihren Zweck, geben Sicherheit. Gerade richtig für eine Pause erreichen wir die Bettmeralp. Mitten im Dorf bei der kleinen Kapelle gibt’s gerade genügend Bänke, um die wunderbare Aussicht zu geniessen und für ein kleines Picknick. Am Ende vom Dorf beginnt der wiederum bestens präparierte Panoramaweg Richtung Riederalp. So manches schöne Foto vom prächtigen Alpenpanorama verewigt sich in unseren Mobilphonen. Die Riederalp lässt nicht lange auf sich warten. Bevor wir die Gondelbahn ins Tal besteigen, lassen einige von uns sich zu einem Abschiedstee oder Kaffee auf der sonnigen Restaurantterasse nieder.
Annemarie unserer Tourenleiterin danken wir für den wunderbaren Ausflug in die schöne Alpenwelt.
Berta Schneiter
Tourenbericht Skitour Schwarzwald 20.01.2026
Der Schneemangel dieses Winters machte sich auch im Schwarzwald deutlich bemerkbar. Die Südhänge waren bis hinauf zum Herzogenhorn weitgehend schneefrei und luden eher zum Wandern als zum Skitourengehen ein.
Umso wertvoller war die Rekognoszierungstour unseres Tourenleiters Heinz, der am Vortag eine geeignete Skiroute suchte und uns damit trotz schwieriger Verhältnisse eine Skitour ermöglichte.
Bei klirrenden –10 °C starteten wir beim Skilift in Menzenschwand. Gleich der erste steile und eisige Hang sorgte dafür, dass uns rasch warm wurde. Danach ging es deutlich gemütlicher weiter: Rund eine Stunde stiegen wir auf einer Waldstraße auf, begleitet von angeregten Gesprächen und guter Stimmung in der Gruppe.
Nach einer kurzen Trinkpause erreichten wir die Sonne. Über gut eingeschneite Hänge stiegen wir weiter in Richtung Herzogenhorn. Die Traverse unter dem Wechtenhang präsentierte sich heute in sehr guten Verhältnissen, sodass wir bald darauf den Gipfel erreichten. Oben wurden wir mit einer sonnigen Pause und einer schönen Aussicht belohnt. Für die Abfahrt galt es, eine durchgehende Schneerinne zu finden – was uns auch gelang. Nach dem ersten Hang folgten wir der Waldstraße bis zum Holzplatz unterhalb der Krunkelbachhütte. Ein kurzer Gegenanstieg brachte uns schließlich zur Hütte, wo wir in gemütlicher Atmosphäre unser Mittagessen genießen konnten.
Gestärkt machten wir uns nach der Pause auf den Weg über das Kleine Spießhorn hinüber zur Abfahrt nach Menzenschwand. Über zwei harte, aber gut fahrbare Abfahrtspisten gelangten wir zurück zu unserem Ausgangspunkt. Trotz der insgesamt schwierigen Schneeverhältnisse durften wir eine sonnige, abwechslungsreiche und gelungene Skitour erleben.
Bereits am Freitag machten sich die beiden Tourenleiter auf, das Gebiet ausgiebig zu erkunden. Die grosse Überraschung: Der Schnee war deutlich besser als erwartet – beste Voraussetzungen für das bevorstehende Wochenende.
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Skitechnik. Am Vormittag wurde auf der Piste intensiv an Haltung, Schwungablauf und Effizienz gearbeitet. Nach dem Mittagessen ging es dann ins Gelände, wo das Gelernte direkt im Tiefschnee angewendet werden konnte. Auch wenn noch nicht jede Kurve perfekt sass, waren klare Fortschritte sichtbar – und vor allem spürbar: Der geringere Kraftaufwand sorgte bei allen für mehr Kontrolle und deutlich mehr Fahrspass.
Nach dem Skifahren traf sich die Gruppe noch zu einem gemütlichen Apéro in einer Bar, bevor es weiter in die Jugendherberge Hospental ging. Dort bewiesen die Tourenleiter ihre Routine: In Rekordzeit geduscht und geschniegelt standen sie bereits wieder für den nächsten Apéro bereit. Rund eineinhalb Stunden später trafen sie dann auch auf den Rest der Gruppe im reservierten «Restaurant», das sich eher als Bar mit überschaubarer Karte entpuppte. Kulinarisch etwas limitiert, stimmungsmässig dafür umso besser – ein gelungener Abend.
Beim Zubettgehen kam es noch zu einem kleinen Missgeschick: Eine Trinkflasche entschied sich aus unerklärlichen Gründen zur Selbstentleerung, wodurch der Boden ebenfalls noch etwas Flüssigkeit abbekam. Glücklicherweise liess sich auch dieses Problem rasch lösen.
Da alle Teilnehmenden der Sonntagstour bereits am Samstag angereist und übernachtet hatten, konnten wir den nächsten Morgen entspannt angehen und bis etwa 08:00 Uhr ausschlafen.
Der Sonntag begann mit schönen Abfahrten im Tiefschnee in unmittelbarer Pistennähe. Zum Mittagessen kehrten wir in ein Restaurant im Skigebiet ein. Die Suppe als Vorspeise war zwar sehr gut, allerdings wusste inklusive Bedienung niemand so genau, woraus sie bestand. Zudem war sie derart nahrhaft, dass kaum jemand seine Portion aufessen konnte, ohne den Appetit auf den Hauptgang zu riskieren.
Am Nachmittag nahmen wir die Abfahrtsvariante durch das Felsental in Angriff. Die Sicht war zu Beginn leider etwas eingeschränkt, sodass die hervorragenden Schneebedingungen nicht voll ausgenutzt werden konnten. Später machte sich dann auch der Schneemangel bemerkbar, und wir hatten zunehmend mit Vegetation zu kämpfen – was dem Erlebnis jedoch keinen Abbruch tat.
Nach der Abfahrt kehrten wir zum Abschluss nochmals in dieselbe Bar ein. Leider realisierten wir etwas spät, dass Live-Musik angesagt war – und diese beschallte die Bar in ausgewachsener Konzertlautstärke. Eine ruhige Nachbesprechung der Tour wurde dadurch zwar erschwert, sorgte aber immerhin für einen lauten, wenn auch stimmungsvollen Schlusspunkt.
Ein vielseitiges Wochenende mit Technikfortschritten, spannenden Abfahrten, guter Stimmung und einigen kleinen Anekdoten, die bestimmt noch länger in Erinnerung bleiben werden.
Autor und Fotograf: Cyril Obrecht
Skitour Rosenhöchi - Kleiner Aubrig, das war das geplante Ziel. Doch leider ist der Schnee bei den hohen Temperaturen dahingeschmolzen.
Regine unsere Tourenleiterin war gefordert, wohin , wo gibt’s Schnee, was entspricht ungefähr den Kriterien der geplanten Skitour?
Sie hat die Tour von Langis zum Fürstein und dann noch als 2. Gipfel zum Rickhubel gewählt .
Eine perfekte Wahl, danke Regine. Es gab genügend Schnee, der gut zu fahren war. Im recht steilen Gipfelhang konnten wir noch die Spitzkehren üben, was wohl allen guttat. Das Wetter passte. Die 12 Teilnehmenden waren alle rundum zufrieden .
Es passte einfach alles und wir erlebten wieder einmal einen gelungenen Skitourentag.
Danke Regine, danke Dani
Heidi
Fotos: alle
Vom Städeli aus tauchten wir zu fünft (also ein Auto voll Schneeschuhwander-Enthusiasten) unmittelbar in eine tiefwinterliche Atmosphäre ein. Der Weg durch das Schaftelemoos präsentierte sich als weite, glitzernde Ebene; die markanten Strukturen der Moorlandschaft waren unter einer Schneeschicht vollständig verborgen. Der Aufstieg zum Sattelpass erfolgte in stetiger Steigung. Ab dem Sattelpass begann das eigentliche Wintermärchen mit eigener Spur. Die Route folgte dem markanten Kamm mit prächtigem Panorama. Die Passage etwas unterhalb des Rickhubels bot eine freie Sicht auf die tief verschneite Sewen-Alp, die wie ein unberührter Kessel tief unter uns lag.
Der Schlussaufstieg zum Fürstei war kurz, aber fordernd. Am Gipfelkreuz angekommen, wurden wir mit einer Rundumsicht belohnt, die an diesem Wintertag besonders klar war: Die Berner Hochalpen im Süden wirkten zum Greifen nah, während im Norden das Nebelmeer über dem Mittelland lag.
Der Abstieg war ein Genuss für jeden Schneeschuhläufer. Von der windigen Gipfelkuppe stapften wir hinunter in die geschützte Mulde von Ober Sewen. In den weiten Hängen konnten wir eigene Spuren in den Schnee zeichnen. Bei der Kapelle machten wir auf der windgeschützten Bank nochmals eine Sonnentank und Teetrink Pause.
Die Tour bestach durch die absolute Ruhe und kaum anderen Schneeschuhwanderer und nur einzelnen Skitourengänger. Die sonst so präsenten Moorstrukturen waren vollständig "geglättet", wodurch das Gelände sehr grosszügig und weit wirkte. Die winterliche Isolation im Sewen-Kessel verlieh der Wanderung eine besondere friedliche Stimmung, die noch lange nachwirkte.
Es war eine wunderbare Schneeschuhtour bei herrlichstem Winterwetter! Vielen Dank Urs für die perfekte Organisation, fürs Fahren und den gemütlichen Abschluss im überraschend hübschen Kurhaus in Flühli.
KI generiert mit wenigen persönlichen Ergänzungen.
Hanna
Fotos (alle mit Handy aufgenomen):
Urs: 04, 06, 07, 08, 10
Werner: 01, 02, 03, 05
Hanna: 09
Bei frostigen Temperaturen starten acht wanderfreudige Teilnehmende am Bahnhof zu einer Winterwanderung durch den Badener Wald in Richtung Dättwil. Aufgrund der tiefen Temperaturen der vergangenen Nacht müssen wir auf dem Weg Richtung Landstrasse einige eisglatte Stellen umgehen. Ausgerüstet mit Wanderstöcken und teilweise mit «Iiseli» versehen, überqueren wir auf dem stellenweise schneebedeckten Weg die Winterhaldenstrasse und gewinnen rasch an Höhe in Richtung Gebenstorferhorn.
Immer wieder geniessen wir bei kurzen Halten die grandiose Aussicht auf das teilweise in Nebel gehüllte Wasserschloss und das untere Aaretal. Auf dem Gebenstorferhorn angekommen, haben sich die Nebelschwaden aufgelöst, und einige Teilnehmende können sogar ihr eigenes Zuhause erspähen.
Ohne weitere grössere Steigungen gelangen wir via Schwabenberg zur Baldegg, von wo sich in der Ferne die Alpenkette präsentiert, bevor wir nach Dättwil absteigen. Nach der Stärkung im Restaurant Fondorama nehmen wir den zweiten Teil unserer Wanderung unter die Füsse und gelangen via Birmenstorfer Rebberg mit schöner Aussicht ins Birrfeld nach Gebenstorf.
Werner
Früh am Morgen nehmen die 13 Teilnehmer den Zug von Brugg/Baden nach Einsiedeln und von dort mit den Bus nach Weglosen. Alois und Dani, die die Tourenführung von Urs (krank) übernommen haben, führen uns in zwei Gruppen – „leicht schneller” und „leicht langsamer” – durch den Chäserenwald in Richtung Steinhüttli. Von dort aus geht es weiter zu unserem Ziel, der kleinen Spitze des Chalberstöckli, das wir in ca. 2 ½ Stunden erreichen.
Die Tour auf der Nordseite des Berges hätte eine Abfahrt im Pulverschnee ermöglicht. Leider lässt uns der Warmwettereinbruch nur schweren und nassen Schnee geniessen! Nach einer kurzen Abfahrt führt Alois mit einer Gruppe eine LSV-Übung durch und Dani bringt drei Teilnehmer wieder hinauf zum Fuss des Forstbergs für zusätzliche Aufstiege und Abfahrten. Danach fahren wir alle zusammen zurück nach Weglosen und passieren dabei teilweise stark abgefahrene Schneefelder.
Die Tour war trotz der schwierigen Schneebedingungen schön. Wir danken Alois und Dani für die super Führung.
p.s.: Da es im Hoch-Ybrig Gebiet sehr viel Schnee gab, wurde das Tourenziel kurzfristig vom Glarnerland nach Weglosen verlegt. Das ermöglichte eine öV-Tour mit erträglicher Reisezeit.
Text: Didier Gavillet
Fotos: Teilnehmende
Tourenberichte der Schneesporttage im Engadin 2026
Report von Georg Krattinger
Auch dieses Jahr verbrachten wir ein paar schöne Tage in Pontresina, mit Langlauf / Schneeschuhtouren/ Winterwandern. Die Langläufer konnten auf super gespurten Loipen durch die Engadiner Winterlandschfat gleiten. Die Schneeschuhläufer unter der bewährten Leitung von Heinz Frei haben 2 anspruchsvolle Touren über Schnee und Alpenrosen gemacht. Leider hatte es wenig Schnee und die Südhänge total aper. Auch die Winterwanderer konnten den sehr gut gepflegten Wegen schöne Wanderungen unternehmen.
Das Wetter war schön bis mittemässig leider oft bedeckt was keinen daran hinderte sich den ganzen Tag an der herrlichen Engadiner Luft zu bewegen.
Unterbergacht waren wir wie immer in der Jugenherberge Pontresina wo wir bestens Verpflegt wurden.
Aber die Tage gingen vorüber wie im Fluge und schon mussten wir wieder in den Nebel abtauchen. Vorbei die schöne Zeit aber wir kommen nächsten Jahr wieder.
Georg
Nachfolgend die Tourenberichte der einzelnen Touren!
Montag, 12.01. – Schneeschuhtour Madulain – Alp Belvair.
Die erste Tour führte uns von Madulain in Richtung Alp Belvair und diente als gemütliche Eingehtour. Aufgrund der sehr knappen Schneelage stiegen wir zunächst längere Zeit auf dem Schlittelweg auf. Erst unterhalb der Alp Belvair konnten wir ins offene Gelände wechseln, wobei wir den Schnee stellenweise regelrecht suchen mussten. Nach dem Aufstieg erreichten wir die Alp Belvair, wo wir vor dem Alpgebäude eine wohlverdiente Rast einlegten und die Aussicht genossen. Anschließend stiegen wir weiter hinunter zur bewirtschafteten Alp Es-cha Dadour. In der gemütlichen Stube ließen wir uns mit feinen Südtiroler Spezialitäten verwöhnen – ein gelungener Abschluss der Tour. Punktgenau kehrten wir nach Madulain zurück und erreichten unseren Zug nach Pontresina wie geplant.
Dienstag, 13.01. _ Wanderung Val Forno
Vier Unentwegte wagten sich am Dienstag in Richtung Val Forno. Vom Berninapass gings zum Lägh da Cavloc und via Alp Cavloc auf einem kleinen Trampelpfad fast bis zur Plan Canin. Im Gegensatz zu Pontresina, wo wir logierten, war es hier still und menschenleer.
Auf dem Rückweg überquerten wir den Lägh da Cavloc und marschierten – oder teilweise kraxelten – auf dem Schmugglerpfad wieder ins Tal und über den Rückhaltedamm Orden mit den bunten Säulen zurück nach Maloja. Stöcke und «Iseli» wären kein Luxus gewesen ……
Christina Boutellier
Mittwoch, 14.01. – Schneeschuhtour am Ofenpass
In Absprache mit den neun Teilnehmerinnen und Teilnehmern reisten wir am zweiten Tourentag mit Zug und Bus nach Buffalora am Ofenpass. Bei sonnigem Wetter und ausreichend Schnee starteten wir direkt neben der Bushaltestelle. Bereits nach rund 15 Minuten Aufstieg wurden wir von einer jungen Rangerin angesprochen. Sie informierte uns über das richtige Verhalten im winterlichen Tourengelände und überreichte uns entsprechende Unterlagen. Zur Freude aller gab es zusätzlich einen feinen Tourenstengel als kleine Stärkung. Der weitere Aufstieg führte durch eine wunderschöne Hochebene mit alten Arvenbäumen. Anschließend bewältigten wir einen Steilhang in angenehmem, gleichmäßigem Tempo. Etwa 30 Minuten unterhalb des Gipfels machte sich der aufziehende Wind bemerkbar, sodass wir Jacken und Mützen anzogen. In mehreren Spitzkehren stiegen wir weiter hinauf bis zum Gipfelkreuz. Nach den Gratulationen und dem gemeinsamen Gipfelfoto entschieden wir uns, die Mittagspause etwas weiter unten in windgeschützter Lage abzuhalten. Bei einer Alphütte legten wir eine längere Pause ein, bevor wir gemütlich zum Ausgangspunkt nach Buffalora abstiegen.
Fotos: TeilnehmerInnen
„Wenn ich vor Weihnachten einen 8-strahligen Schneekristall in einem Schaufenster leuchten sehe muss ich jeweils schmunzeln“ sagt Jürg Trachsel, Lawinenwarner am SLF in Davos. Er muss es wissen und wir lernen: Ein Schneekristall ist immer 6-eckig oder 6-strahlig. So will es die Physik, wenn sich Wassermoleküle anordnen. Über die Physik von Schnee und Lawinen lernen wir viel in der Tourenleiter-weiterbildung. Wir haben das Glück, dass sich Jürg zwei Tage Zeit nimmt um uns aktuelles Wissen über Lawinenkunde aus erster Hand weiterzugeben. Artige Schneekristalle wandeln sich in der Neuschneedecke abbauend um, bis sie fast zu kleinen Kugeln werden, die eng miteinander verbunden sind. Sie bilden eine kompakte Schicht - und damit leider auch eine der Ingredienzen einer späteren Lawine. Dazu braucht es dann noch die unartigen Schneekristalle, aufbauend umgebaut zu kleinen Klümpchen mit wenig gegenseitigen Halt. Die verschiedenen Spezies treffen wir heute beim Schneeprofilgraben beide persönlich. Im Verbund (Neuschnee und instabiler Altschnee) treiben sie die Gefahrenstufe heute rund um Davos auf 3+ bis 4-. Ideale Bedingungen für Lawinenkunde und, zusammen mit der Sonne am Nachmittag auch für ein paar Freeridefahrten durch die 50cm neuen Pulvers. Ein Genuss nach der langen Schneedurststrecke und eine tolle Abrundung diese gelungenen Weiterbildungswochenendes. Der Dank geht an Jürg und Julian vom SLF für die sachkundige und unterhaltsame Zeit und an Marcel für die Organisation.
Bericht Dani Schmid
Fotos Teilnehmende
Der traditionelle Weihnachtsapéro der Klettergruppe wurde diesmal als Neujahrsapéro am ersten Donnerstag im neuen Jahr durchgeführt. Pünktlich auf 18 Uhr kam der langersehnte Niederschlag. In den Bergen brachte er endlich Neuschnee, auf dem Brugger Hausberg fuhr die Front leider mit Regentropfen auf. Beim Auf- und Abstieg zum Hexenplatz war mit Glatteis zu rechnen – immerhin ein Zeichen für Winter im Aargau.
Die garstige Wetterprognose liess einige Angemeldete auf dem warmen Sofa zuhause verweilen. Alle anderen genossen den Abend am warmen Feuer und stiessen mit Glühmost und -wein auf das neue Jahr an. Mit Grillwürsten und feinen Kuchen liess es sich die Gruppe gut gehen. Ein schöner und geselliger Auftakt ins Jahr – vielen Dank an alle, die dazu beigetragen haben!
Text: Elvira
Fotos: Elvira
Es war bitterkalt beim Start bei der Staumauer vom Wägitalersee. Aber durch den Schneefall vor 1 Tag herrschte tatsächlich Winter. Wir konnten die Schneeschuhe vom Start weg an den Füssen tragen bis zum Ziel im Euthal am Sihlsee.
Der stahlblaue Himmel überm dampfenden Wägitalersee überspannte das Bockmattli, die Zindelspitze, den Redertengrat, Mutteristock weiter westlich den Diethelm und im weiteren Bogen im Abstieg den grossen und kleinen Mythen und noch viele andere wunderschöne Gipfel.
Pulverschnee auf weiten Strecken erstaunte uns dann doch, hätten wir die Skier mitnehmen sollen?
Ja für uns 7 Wandersfreunde war das ein herrlicher Tag, alle haben den Ausflug in die Berge genossen.
danke dass ihr dabei wart.
Heidi B. und Heidi W.
Bilder von allen
Statt nach St. Antönien wo der Schnee wie überall nur flockenweise liegt, starten wir an diesem kalten Wintermorgen auf der Staffelegg und wandern über alle 3 Strihengipfel bis nach Frick. Das Starterkaffee im Bildungscenter Herzberg, der Schlusstrunk im Kaffee Kunz in Frick. Unterwegs mehrheitlich von der Sonne begleitet und eine motivierte 6 Personengruppe genossen den Tag nach dem Motto: Warum denn in die Ferne schweifen, wenn das schöne liegt so nah.
Zum Jahresanfang hätten wir eine sonnige Skitour aufs Sunnehöreli geplant. Aber der mangelnde Schnee und das Wetter bringen uns zu einer kreativen Tourengestaltung. Wir planen von den Bergbahnen Flumserberge zu profitieren und den Spitzmeilen zu besteigen. Auf dem Maschgenkamm starten wir mit einer Abfahrt nach Panüöl auf der nicht-präparierten Piste im dichten Nebel. Alle schön hintereinander, so dass niemand verloren geht. Nach dem Anfellen gehts Richtung Alp Fursch. Schon bald müssen wir das erste Mal die Ski abziehen und tragen, weil es sogar auf der Strasse zu wenig Schnee hat. Nach der Alp Fursch ist die Schneedecke ziemlich geschlossen und wir steigen den Markierungsstangen entlang auf. Das Wetter wird aber immer ungemütlicher. Ein total vereister Bachlauf zwingt uns zuerst zu einem Ausweichmanöver und dann doch zu einer Tragepassage. Gut ist der Pickel mit dabei, so kann die Tourenleiterin Stufen ins Eis schlagen und alle kommen unbeschadet über die schwierige Stelle. In der Ebene Bälli pfeift uns der Wind noch mehr um die Ohren, es ist richtig garstig. So entscheiden wir uns für einen Abstecher in die Spitzmeilenhütte. Nach dem Kafi in der Wärme steigen wir noch etwas auf zum Geländerücken oberhalb des Madseelis. Bevor wir losfahren, macht sich ein Ski schon selbständig auf die Abfahrt. Mit etwas Glück finden wir diesen aber wieder und können dann alle zur Alp Fursch runter kurven. Die Sicht- und Windverhältnisse bessern sich just zur Abfahrt deutlich, so dass wir alle Steine gut sehen und erfolgreich umfahren können. Nach dem Gegenanstieg zum Sessellift Panüöl, lassen wir uns von ebendiesem auf den Maschgenkamm hochtransportieren und fahren anschliessend zusammen mit ganz, ganz vielen Anderen hinunter zum Tannenboden.
Julia Geissmann
Weil es kein Schnee in den Alpen hat, machten wir eine sonnige Wanderung im Schwarzwald.
Die diesjährige Weihnachtsfeier stand unter dem Motte “Geschenke”. 52 Sektionsmitglieder nahmen an der Feier teil und unterhielten sich bestens. Barbara Jenni hat mit Unterstützung von weiteren HelferInnen die Tische wunderschön dekoriert und die bewährte Küchencrew bestehend aus Werner Jenni, Gabriela Von Atzigen, Pia Gitz, Werner Gitz, Ursi Suter und Urs Dätwyler war für das leibliche Wohl besorgt und erledigte den Abwasch – vielen Dank! Die Bergpredigt hielt Manfred Daum. In einer engagierten Rede sensibilisierte uns Manfred für einen schonenden Umgang mit unserer Umwelt und forderte uns auf, Mass zu halten.
Text und Fotos: Alois Wyss
Vom Bahnhof Dietikon überqueren wir die Limmat und wandern am Ufer entlang Richtung Zürich.
Schon kurz nach dem Start werden wir von von der «Lumpy Purple Can» begrüsst, ein Objekt der Art Flow, welche das Limmattal zu Zeit bereichert.
Wir verlassen den Fluss und der Weg führt uns durch den Klosterwald, wo Ruinenresten vom einstigen Städtchen Glanzenberg zeugen. Der listige Habsburger Rudolf hat das Städtchen um 1267/68 erobert und so war der Regensberger keine Gefahr mehr für Zürich.
Wir wandern weiter, verlassen den Wald und erreichen schon bald das Kloster Fahr. Leider ist das Gasthaus zu den zwei Raben im Umbau…
Der Kloster-Fahr-Weg führt uns nun über die Insel Werd zur Letten…. An beiden Orten wird auch im Winter geschwommen (brr…). Im Bahnhof Zürich können wir uns fein verpflegen und stärken, denn um 18 Uhr werden wir in der Zentralbibliothek erwartet. Ein spannender Vortrag und interessante Bilder führen uns zurück ins Jahr 1965, als der Allalingletscher in Mattmark eine Katastrofe anrichtete. War es ein «unvorhergesehenes» Ereignis? Dieser Frage geht Urs Hardegger in seinem neusten Buch nach.
Text und Fotos: Christa
Eine stattliche Gruppe von Frauen und Männern reisen an diesem nebligen, kalten Morgen nach Hausen a. Türlersee. Startkaffee im Rest. Erpel und los geht’s in den Nebel hinein. Man sollte jetzt den See sehen aber kann ihn nur erahnen. Wir verlassen das Ufer links Richtung Hausen und folgen dem Aemtlerweg über sanfte Hügel, über Weiden und Wiesen. Im Wald erleben wir das Highlight des Tages: „Der Samichlaus mit Schmutzli in einer ganz edlen Ausstaffierung“. Das erfordert ein Photo der ganz feinen Art. Wieder raus aus dem Wald erreichen wir das Zwinglidenkmal. Einige Erläuterungen zur Geschichte, kein Ort zum Verweilen angesichts des frostigen Wetters. Lieber weiter, denn unsere Magen fangen an zu knurren und das historische Klosterrestaurant wartet auf uns. Wir werden freundlich empfangen und in den stimmungsvollen, festlichen Essraum geführt. Speditiv werden uns die feinen Menus serviert, während wir unsere kalten Knochen erwärmen in der wohligen Atmosphäre. Der Gang durch die historische Kirche, die Gemäuer des Kreuzgangs ist beeindruckend und man fühlt sich versetzt in eine andere Zeit.
Als völlig neue Menschen treten wir raus ins Dezemberwetter und hurra!!! es gibt blauen Himmel!! Weiter geht’s durch die ländliche Idylle, an stattlichen einsamen Gehöften vorbei via Rifferswil. Das Gastspiel der Sonne war kurz, die Jacken finden wieder ihre Bestimmung und wir nähern uns unserem Ziel Knonau. Ein perfektes Timing, in 5 Minuten kommt die S-Bahn. Kurt, du hast uns einen gelungenen Tag beschert in einer uns wenig bekannten Gegend. Wir danken dir führ die gewohnt fachkundige Führung.
Die Schreiberin Berta
Seit vielen Jahren ist der Chlaushöck der Werktags-Wanderer im Programm verankert. Am Freitag, den 27. Nov. war es wieder soweit, an diesem schönen Herbsttag sogar mit Sonnenschein. Die meisten TeilnehmerInnen liefen ab Holderbank der Aare entlang bis zur schönen Rupperswiler Waldhütte. Dort angekommen, begrüsste uns der Organisator Urs Dätwyler mit seinen Helfern. Die Feuerstelle, auch die gedeckten Tische in der Hütte war alles schön bereitgestellt.
Nach Apéro wurde die feine Kürbissuppe genossen, danach der Grill gestürmt, um die mitgebrachten Würste zu braten. Auch die musikalische Unterhaltung durfte nicht fehlen. Heute hatten wir auch genügend Zeit, uns lange auszutauschen. Natürlich gab es am Schluss noch Kaffee und die vielen feinen mitgebrachen Kuchen.
Der älteste Teilnehmer war Hansjörg Spillmann, 92 Jahre alt, er hat sich riesig gefreut, das er dabei sein konnte. Vielen Dank unserem Präsidenten, der ihn im Auto mitgebracht hatte.
Danke an Alle, die mit ihrer Hilfe zum guten Gelingen beigetragen haben.
In der Waldhütte hatte es für alle 41 Personen Platz..
Bis zum nächsten Chlaushöck wieder……
Beni
Fotos: Urs Sandfuchs
Elf erwartungsvolle Wanderer unter der Leitung von Markus machten sich früh morgens auf, um dem Nebel zu entfliehen, auf dieser traditionellen November- Wanderung im Tessin mit zusätzlichem gemeinsamem Essen. Die ganze Nord-Schweiz steckte im oder unter dem Nebel, aber nach dem Gotthardtunnel, wie von der Wetter APP versprochen, war die Sonne sichtbar und begrüsste uns.
Mit dem Bus fuhren wir rauf auf Villa Luganese, von wo unsere Wanderung begann. Stetig stiegen wir durch den Wald rauf auf die Alpe Bolla, wo wir eine kurze Stehpause machten. Weiter ging es durch Buchenwälder, welche praktisch alle Blätter schon verloren hatten, auf den Monte Boglia. Dort hat es wirklich eine wunderschöne Rundsicht! Auch das Monte Rosa-Massiv zeigte sich, welches ich noch nie so schön sah.
Recht steil ging es dann anfänglich runter, watend durch eine dicke Blätterschicht, teils durch grosse Haselnuss Wälder nach Brè. Dort hatte Markus in der Osteria Salotto Brè reserviert, wo wir noch auf der Terrasse in der Sonne feine Tessiner Gerichte kosteten.
Wir haben den ganzen Tag sehr genossen, und die lange Hinfahrt störte überhaupt nicht, da wir eine sehr gesellige Gruppe sind. Markus, herzlichen Dank für die Organisation und bis zum nächsten Jahr.
Verena Keller
Bilder: Verena Keller und Werner Gitz
Gehört habe ich viel, über die Fortschritte beim Umbau im Gelmer. Aber irgendwie kam immer etwas dazwischen diesen Sommer und so bin ich dieses Wochenende zum ersten Mal als Helfer dabei, oben in der Hütte. So sehe ich denn auch die neue Hütte zum ersten Mal und ich kann euch allen, die ihr noch nicht oben wart sagen: Das kommt gut - eine tolle neue Gelmerhütte ist im Entstehen. Aussen ist schon alles fertig. Innen sind die Holzarbeiten in vollem Gang. Angenehm für uns Helfer heute: Die Hütte ist gut isoliert und es kann schon geheizt werden. So ist unser kleiner Beitrag rasch erledigt: Wir ‚seifen‘ die Böden in den oberen Stockwerken, damit die schönen, hellen Riemenböden auch nach ein paar Jahren Hüttenbetrieb noch hell und schön sind.
Danke Alois für deinen unermüdlichen Einsatz stets und auch heute wieder.
Bericht: Dani Schmid
Fotos: Teilnehmende
5 Frauen erkundeten in Aarburg die imposante hoch oben thronende Festung (um das Jahr1123 erbaut, (u.a.ehemals Gefängnis, seit 1893 Erziehungsanstalt, heute Jugendheim), die wir nach einigen geschichtlichen Infos von Hedi umrundeten, um dann im Städtchen, im ehrwürdigen Bären, den Doping-Café zu schlürfen.
Dann gings Richtung Born um den 1'150 Stägelitest zu machen:
Stägeli uf - ned ab
De Schnuf wird gli mol knapp!
Doch bald sind alli dobe,
sind stolz und tüend sich lobe.
Wiiter gohts, klar s Hedi vorn
zum grosse Markstei Born (718m).
De Wäg z’durab
machsch ned im Trab.
S’ isch glitschig nass…
macht halbe Spass.
Doch s Näbelmeer und
d Sunnepracht
bewirkt, dass s Frauehärzli lacht.
In Olte heissts: Uf Aarburg laufe,
as Ändi vo de Rundtourschlaufe!
Und: Hedi hatte einen wunderschönen Weg ganz «obedure» im Plan, der zum Abgewöhnen wiederum eine Anzahl steiler Stägeli parat hielt. Durch Wald, Schleichwegli und weite Felder, samt einigen Villenvierteln, führte der Wanderweg direkt an den Bahnhof Aarburg, wobei wir die massive Burg noch von der hinteren Seite bewundern konnten. 10 Minuten später brachte uns der Zug direttissima nach Brugg.
Hedi wir danken dir ganz herzlich für die tolle Novembertour mit dem Stägeli-Kick!
Anu
Während drei Samstagen haben wir den FaBe Schnupperkurs absolviert und ganz viel tolles
erlebt und gelernt.
1. Samstag, 1.11.25
Wir haben mit einem Namensspiel gestartet, jeder sagte seinen Namen und ein Tier, das mit
demselben Anfangsbuchstaben beginnt. Danach sagt jemand etwas das er am Morgen
gemacht hat und alle, die das auch gemacht haben mussten in die Mitte gehen, bis sie von
den anderen mit Namen wieder zurückgerufen wurden – so haben wir uns alle gut
kennengelernt. Zum Aufwärmen haben wir dann noch «Elefanten waschen» gespielt, das
war sehr lustig. Kristina hat uns danach die Halle gezeigt und uns alles erklärt. Dann konnten
wir endlich loslegen mit Bouldern – wir konnten frei bouldern haben aber auch zwei lustige
Spiele wie Bälle verstecken oder Gesicht weiter malen gemacht. Die Zeit verging viel zu
schnell und schon bald mussten wir uns schon wieder verabschieden und haben von Kristina
noch ein feines Gebäck mit auf den Heimweg bekommen.
2. Samstag, 8.11.25:
Auch heute starteten wir wieder mit einem Aufwärmspiel – diesesmal mussten wir uns
bewegen wie ein Tier und eine ganze Runde in der Halle drehen, das Pferd oder der Adler
ging noch relativ einfach, der Salamander war dann doch anstrengender und wir kamen
bereits ins Schwitzen. Danach wurden wir in das Klettern am Seil eingeführt und wurden von
Kristina, Lukas sowie anderen freiwilligen JO Mitgliedern instruiert. Wir lernten die Knöpfe
und wie man sich richtig sichert – danach konnten wir klettern bis wir keine Kraft in Armen
und Beinen mehr hatten.
3. Samstag, 15.11.25:
Heute war das Aufwärmspiel auch ganz lustig und wir mussten nach Farben Griffe möglichst
schnell berühren und das auf verschiedene Arten. Zum Schluss sogar mit den Füssen, was
für alle nicht ganz einfach war. Danach folge spielerisch ein Wettkampf mit zwei Gruppen in
dem man ein Puzzle zusammensetzen musste. Nach jeder absolvierten Boulderroute durfte
man ein Puzzleteil aufdecken – das hat allen Spass gemacht. Danach konnten wir dann am
Seil klettern und wir hatten alle die Gelegenheit die Knöpfe und das Sichern nochmals zu
üben und die Technik zu verbessern. Der krönende Abschluss war dann ein Seilziehen!
Es waren drei tolle Samstage mit vielen Erlebnissen und strahlenden Gesichtern. Herzlichen
Dank an Kristina, Lukas und den Helfern der JO für die tolle und lehrreiche Zeit.
Anina Kindlimann
7 Frauen starten durchs Städtchen Lenzburg und dann dem Aabach entlang. An einigen idyllischen Plätzchen erfreuen wir uns am farbigen Wald und dem still dahinfliessenden Wasser. Bei Seon beginnt die Steigung Waldwärts. Sanft bergan erreichen wir durch den Wald unser Ziel, den 48m hohen Turm mit seinen 253 Stufen. Diese zu erklimmen ist Ehrensache. Die Belohnung: eine 360° Panorama Aussicht, welche wir mit Hilfe der vielen Panorama-Tafeln gebührend erkunden. Beim Picknick können wir uns breitmachen, denn keine Menschenseele macht uns den Platz streitig. Die Sonne zwingt ein paar Strahlen durch den Blätterwald. Der Herbst ist einfach ein Wunder der Natur. Gemütlich bergab geht’s jetzt zum Fünfweiher, welcher nur einer ist, aber diesen Namen trägt. Bergab müssen wir ziemlich aufpassen, denn der Boden ist bedeckt mit nassen Blättern. Dem Waldrand entlang kommen wir zum Gofihügel. Hier oben haben wir eine wundervolle Aussicht auf die Lenzburg und die Umgebung. Auf steilen Treppen, an genussvoll weidenden Rindern vorbei erreichen wir wieder das Städtchen.
Hedwig wir danken dir für die Abwechslungs- und Facettenreiche Wanderung.
Berta Schneiter
Tourenleiter Christoph und 3 Mitwanderinnen und Mitwanderern
Vom Nebel in die Sonne
In dichtem Nebel bestiegen wir in Brugg den Zug nach Frick. Kaum im Fricktal angekommen, erwartete uns eine erfreuliche Überraschung: ein strahlend sonniger Herbsttag! Unser Tourenleiter Christoph begrüsste uns herzlich und führte uns zunächst in ein gemütliches Restaurant, wo wir bei einem „obligaten“ Startkaffee den Tag ruhig beginnen konnten.
Aufstieg in Richtung Frickberg
Gestärkt starteten wir unsere Wanderung. Durch ein Neubauquartier führte der Weg bald bergauf Richtung Frickberg. Schon nach kurzer Zeit erreichten wir den aussichtsreichen Fricktaler Höhenweg, der sich oberhalb der Rebberge von Hornussen und Bözen dahinzieht. Unterwegs genossen wir immer wieder prächtige Ausblicke auf das herbstlich gefärbte Fricktal.
Beim Wettacherhof legten wir eine erste Rast ein – Christoph gönnte uns eine wohlverdiente Sitz- und Trinkpause. Der Wegweiser verriet: Noch rund eine Stunde bis zur Sennhütte, unserem Mittagsplatz. Gemütlich wanderten wir weiter durch die farbige Herbstlandschaft.
Ein Mittagessen der besonderen Art
An einer sonnigen Bank liessen wir uns nieder – und dann folgte die grosse Überraschung: Christoph und Heinz zauberten Wein, Kirsch, Brot, einen Kocher, eine Pfanne und sogar Fondue aus ihren Rucksäcken! In kürzester Zeit dampfte ein wunderbar duftendes Fondue, das wir mit grossem Genuss verspeisten. Zum Abschluss bereitete Heinz noch frischen Kaffee zu – welch ein luxuriöses Mittagessen mitten in der Natur!
Panorama vom Cheisacherturm
Frisch gestärkt nahmen wir den Weiterweg unter die Füsse. Bald erreichten wir den Aussichtsturm auf dem Cheisacher. Von oben bot sich eine grandiose Weitsicht – vom Wildstrubel bis hinüber zum Säntis reichte das Panorama.
Ziel auf die Minute erreicht
Schliesslich wanderten wir weiter Richtung Osten unserem Ziel, der Bürersteig, entgegen. Auf die Minute genau trafen wir dort ein – und konnten direkt in den Bus zurück nach Brugg einsteigen. Eine perfekte Tourenplanung von Christoph!
In Brugg liessen wir den erlebnisreichen Tag bei einem gemeinsamen Kaffee gemütlich ausklingen, bevor sich alle auf den Heimweg machten.
Ein herzliches Dankeschön an Christoph für die tolle Leitung und diese geniale Herbsttour!
Heinz
Zum Saisonabschluss eine denkwürdige Tour am Brüggligrat. Sektion und JO gemeinsam unterwegs...
Zuversichtlich haben wir am Donnerstagabend das Tourenziel verschoben und uns für den Brüggligrat entschieden anstelle der Platten in Orvin. Dies aufgrund der Wetterprognose, dass es mehrheitlich trocken sein sollte aber zwischenzeitlich etwas Regen möglich ist. Für eine Grat-Tour mit Bergschuhen wäre das absolut im Rahmen. Nur hat die Prognose dann so gar nicht gestimmt. Nass wars schon beim Zustieg von Selzach her. Zum Klettern gings trotzdem tiptop, bis uns der Wind einholte. Böig, bissig, kalt. So ist nur die erste Hälfte der Gruppe über den ganzen Grat gestiegen. Der Wind machte die Seilhandhabung anspruchsvoll, die eine oder andere “Wöschhänki” war zu beobachten. Die zweite Hälfte hatte nach dem Türmchen genug gesehen und wählte den Ausstieg und Abstieg mit Hilfe von Fixseilen durch den Wald. Ziemlich dreckig aber sicher erreichten wir so den Wanderweg. Auf dem Rückweg versuchten wir so gut es ging uns warm zu Halten trotz nasser Kleidung. Weil es in Selzach kein offenes Restaurant hatte, nahmen wir direkt den nächsten Zug nach Hause.
Der Outdoor-Saison haben wir mit dem Ausklettern den Rest gegeben und freuen uns auf die Halle…
Nebel und nur mittelprächtiges Wetter ist angesagt für heute. So entscheiden wir uns für eine kurze Reise in den Klettergarten Olten Säli. Ein Kommunikationsfehler bezüglich Seil-Mitnahme sorgt noch vor der Abfahrt für einen Sprint. Zum Glück gibts viele Verbindungen nach Olten… Im Klettergarten angekommen müssen wir uns zuerst an den Fels gewöhnen, finden aber abwechslungsreiche Routen für alle. Als am Nachmittag endlich die Sonne durchdrückt sind unsere Arme schon müde und wir machen uns auf den Heimweg .
Vom 11.10. bis zum 18.10.2025 machten wir uns mit drei Fahrgelegenheiten auf ins schöne Frankreich: Die einladenden Kalkfelsen in Buis de Baronie waren wieder einmal unser Ziel!
Schon bei der Hinfahrt packten wir die Kletterfinken aus: Bei«Agnielles», ca. 2 Stunden vor dem Ziel, fanden wir schon die ersten Routen, um uns am wunderbaren Kalk auszutoben.
Auf der Fahrt gab es wieder nur die eine Schwierigkeit: die steile und ganz enge Zufahrt zu «unserem» Haus musste mit viel Schwung und Mut von den Steuernden bewältigt werden. Und wieder einmal keine Kratzer längs der Autoseiten in der ganzen Woche!
Im Haus stellten wir als erstes den grossen Esstisch wieder auf die grosse Terrasse und bis auf zwei kühlere Abende konnten wir immer mit Sonnenuntergang über dem Dorf mit einen feinen Apero beginnend das feine Essen geniessen.
Den ersten Tag in «Baume Rousse» wurden bei bestem Wetter – tja – wieder geklettert!
Und so ging es weiter: «Ubrieux», das Gebiet, bei dem einige von uns mit nassen Füssen angekommen sind.
Dann endlich stand die lang ersehnte Gratüberschreitung an! Wow, und diesmal hat alles geklappt! 6 stolze Kletterer:innen strahlten beim Gipfelphoto!
Unsere weiteren Kletterziele waren Baume Noir und natürlich die Aguille de Buis – zu recht Regines Favorit.
Nicht zu vergessen war der bunte Marktmorgen im alten Städtchen und die Beizbesuche nach dem Klettern im Dorf unter den Platanen.
Ganz grossen Dank besonderen Dank an Dani und Regine!
Und dann die Meisterleistung von Kristina sowie von Elvira und Reinhard, die in kürzester Zeit im Supermarkt den Grosseinkauf bewältigt haben!
Bericht Birgit Krüger
Fotos: Teilnehmende
In der Bäckerei «Frutal» in Meiringen ist Kaffeehalt angesagt. Da kaufe ich ein grosses Brot und schon kommt der erste Auftrag aus der Hütte von Alois. Sie benötigen dringend eine Dichtungsmatte 35 x 35 cm um den Schieber beim Einlauf vom Kraftwerk abzudichten. Wir klappern drei verschiedene Baumärkte in Meiringen ab, finden zwar eine Rolle Dichtungsmaterial aber nicht genau das gewünschte, aber teuer ist es allemal! Die Rucksäcke werden gut gefüllt mit Cake, Brot, usw. und der schweren Dichtungsrolle.
Mit grossen Schritten schreiten wir fünf um die Mittagszeit von Kunzentännlen zum Gelmersee. Linke oder rechte Seite, welche ist die kürzere? Der See ist beinahe leer, sodass wir beschliessen diagonal über den See zu gehen. Auf der linken Seite auf der Höhe der Insel verlassen wir den Weg und stechen durch Gebüsch und Steine hinunter zum Seeufer. Zwei springen über den Bach, die andern finden sogar Bretter über den Bach und nachher wandern wir auf dem trockenen Seegrund diagonal über den Gelmersee. Es hatte sich herausgestellt, dass die direkte Route nicht schneller war aber spannender. Auf einem grossen Felsbrocken essen wir unseren mitgebrachten Lunch. Auf der Hütte ist Vollpension angesagt!
Auf der Baustelle werden wir herzlich begrüsst von den drei unentwegten «Chrampfern» Alois, Willi und Werner, die seit Montag am Werken sind. Zuerst macht Alois eine Baustellenbesichtigung. Das Dach ist fertig eingedeckt und Fenster und Türen montiert. Der Innenausbau und die Montage der Küche haben begonnen. Dann steigen wir hoch zur neuen Wasserfassung und Reservoir, wo uns Willi die Funktionen erklärt. Eindrücklich was sie alles geleistet haben!
Nachdem die Arbeiter mit Helikopter ausgeflogen sind, starten wir mit dem Zügeln des Hausrats aus den Containern in die Gelmerhütte. Die Männer standen vor der schwierigen Aufgabe den eingelagerten Hausrat aus den Containern in der Hütte so zu verstauen, sodass es den Handwerkern beim Innenausbau nicht in die Quere kommt.
Im Küchencontainer beginne ich mit dem Rüsten für das Abendessen, das für 19:30 Uhr angesetzt ist. Beim Kochherd ist die Herausforderung, dass die Sicherung rausfliegt, wenn man zu viele Platten gleichzeitig einschaltet.
Am Samstagmorgen um 6 Uhr startet Alois den Generator. Ich stehe auf und bereite das Frühstück vor. Um 6:30 Uhr trudeln dann alle rein. Die Männer starten um 7:30 Uhr und leeren die beiden Container bis zur Znüni-Pause. Das sind schwere Teile wie Tischblätter, Bänke, Stühle, Geschirr, Türen und Türrahmen der alten Hütte (werden wieder eingesetzt) und viel Werkzeug und anderes, das dem Hüttenwart gehört.
Nach der Pause mit Kaffee, Tee, Schinkenbrot und Kuchen geht es gleich weiter aber mit neuen Aufgaben. Jetzt werden die Granitsteine gespalten und das muss ganz vorsichtig geschehen, ansonsten platzt der Stein an einer falschen Stelle. Alois zeigt wie es geht und jeweils zwei helfen ihm beim Steine spalten. Die beiden anderen schichten Steine auf um die zwei Absetzbecken der neuen Abwasserreinigungsanlage. Das erfordert grossen Muskeleinsatz, denn die Steine müssen in der nahen Umgebung gesucht und zu den Becken getragen werden. Nach der Gerstensuppe ist Schichtwechsel. Ausruhen können sich die Männer nicht, der Nachmittag ist lang und es gibt nur eine Pause an der Sonne mit einem Stück Apfelwähe. Heute möchte Alois um 19 Uhr essen. Es gibt sogar ein Glas Wein zum Apéro mit einem Probestück frischen Zopf, der für Sonntag gedacht ist.
Zurück zur Steinbrecharbeit, zuerst wird eingezeichnet, wie der Stein gespalten werden soll, dann folgt das Löcher bohren mit dem grossen Bohrhammer und in die Löcher kommen die sogenannten «Bonschotten» (Keil mit 2 Backen, siehe Bild). Mit dem Hammer wird auf den Keil geschlagen, warten, nochmals schlagen und Zeit gelassen bis ein Fadenriss sichtbar wird. Am Ende des Tages liegt ein beachtlicher Haufen Steine bereit, die für das Aufmauern der Fassade der Hütte verwendet werden. Die Maurer werden sich freuen!
Am Sonntag gleicher Tagesbeginn wie tags zuvor. Man arbeitet bis zur Znünipause. Es gibt Apfelwähe. Danach aufräumen und putzen. Alois hat die Gelmerbahn reserviert. Er möchte vor dem grossen Ausflugverkehr heimfahren. Wir wandern bei schönstem Sonnenschein zur steilsten offenen Standseilbahn Europas.
Ein strenges Wochenende und zufriedene Gesichter, Muskelkater, was will man mehr!
Bericht: Hedwig und Marcel
Fotos: Hedwig, Marcel und Alois
Am 9. Oktober 2025 wurde die von der René Brun Alternative Technik AG entwickelte Steuerung und Regelung des Kleinwasserkraftwerks in Betrieb genommen. Die bestehende Turbine mit dem 65 Jahre alten Generator bleibt erhalten, der bisher eingesetzte Lastverteilregler (Transduktor) wurde aber durch eine hochfrequente Regelung ersetzt.
Für die Inbetriebsetzung hat der Elektroingenieur Hannes Hobi hat vom Technikraum der umgebauten Gelmerhütte über Funk die Anweisung zum Starten der Turbine erteilt. Dazu musste Werner Gitz den Schieber zur Druckleitung im Staubecken des Oberwassers manuell öffnen. Kurz nach der Öffnung der Druckleitung bestätigte Willi von Atzigen aus der Kaverne, dass die Turbine und der Generator gestartet sind und schwingungsfrei laufen. Wenig später stellte der Elektroingenieur im Technikraum fest, dass die Spannung sukzessive auf das Maximum erhöht wurde. In der Folge haben wir die Turbine durch Öffnen und Schliessen der Druckleitung mehrmals an- und abgestellt und Hannes Hobi konnte die notwendigen Messungen durchführen.
Weil das Kleinwasserkraftwerk im Inselbetrieb genutzt wird, haben wir die vierdüsige Peltonturbine für die Tests nur mit einer Düse betrieben. Da die produzierte Energie über die beschränkt verfügbaren Verbraucher vernichtet werden musste, konnten wir nicht die volle Leistung der Turbine nutzen.
Sämtliche Tests haben auf Anhieb funktioniert und lieferten das gewünschte Ergebnis. Die Belastung der drei Phasen des Wechselstromgenerators waren mit 245.5 V, 245.7 V und 245.5 V äusserst gleichmässig und die Frequenz lag bei den erwünschten 50 Hz. Die installierte Batterie konnte mit 1.57 KW erfolgreich geladen werden. Im vierdüsigen Betrieb der Peltonturbine erreichen wir somit eine Ladeleistung von mindestens 6 kW.
Ein wenig Kopfzerbrechen machte unserem Hüttenchef die Tatsache, dass die Druckleitung bei vollem Staubecken nicht komplett wasserdicht verschlossen werden konnte. Die Kontaktflächen des konischen Schiebers sind stark korrodiert und der vorhandene Dichtring scheint ungenügend abzudichten. Willi und Werner stiegen deshalb mehrmals von der Hütte zum Kraftwerk ab und auf und versuchten mit alternativen Mitteln die Druckleitung komplett abzudichten. Schlussendlich erreichten sie, dass es in der Kaverne nur noch leicht aus der Druckleitung tröpfelt. Damit gibt sich Willi aber noch nicht geschlagen und sucht weiter nach einer Lösung für die hundertprozentige Abdichtung der Druckleitung.
Text: Alois Wyss
Bilder: Alois Wyss, Willi von Atzigen, Werner Gitz
Die Gelmerhütte wird schon seit vielen Jahren von zwei Quellen gespiesen. Die Quelle nördlich der Hütte, die bisher den Brunnen auf der Westseite der Hütte mit Quellwasser versorgte, wird neu ins Leitungswassersystem der Hütte geführt. Eine Vergösserung der bestehenden Quellfassung und eine Abzweigung der Wasserleitung ins Leitungssystem der Hütte ist dafür notwendig.
Willi von Atzigen und Werner Gitz haben das neue Reservoir projektiert und das notwendige Baumaterial beschafft. Am 6. und 7. Oktober 2025 wurde die geplante Ertüchtigung der Wasserversorgung mit zusätzlicher Unterstützung von Karl Läuchli und Alois Wyss realisiert.
Das neue Reservoir mit einem Fassungsvermögen von 680 Liter wurde perfekt in die Landschaft eingebettet und an die Wasserversorgung der Hütte angeschlossen.
Text und Bilder: Alois Wyss
Nach dem Startkaffee in Trübbach startet die 4er-Gruppe zu dieser Herbstwanderung. Zuerst gehts übers Feld bis an den Fuss des Fläscherberges, dann hoch zum Heidenkopf, wo das erste Mal die Aussicht auf das Churer- und St. Galler Rheintal genossen werden konnte. Der Weg führt weiter auf einem schmalen Waldweg bis ein Wegweiser “Leiterliweg” den Abzweiger markiert. Von da gehts auf noch schmalerem Weg höher und plötzlich steht man vor der ersten Leiter. Die Leiterlipassage ist kurz, bringt aber eine schöne Abwechslung in die Tour rein.
Mittagsrast machten wir unter einer Tanne – der Wind bliess wie verrückt. Aber solange der Wind bläst, bleibts trocken.
Beim Hinter Ochsenberg waren wir dann wieder auf dem offiziellen Bergwanderweg und von da gehts noch kurz steil hinauf zum Regitzer Spitz. Die Aussicht ist grandios und wir genossen eine längere Pause. Der knackige Abstieg nach Fläsch mit 611 hm rollte wie von selbst. In Fläsch zeigte sich weiterhin die Sonne und wir konnten die Tour mit einem kühlen Getränk in einer schönen Gartenwirtschaft ausklingen lassen.
Danke an die Teilnehmenden fürs Mitkommen – hat Spass gemacht mit Euch.
TL Annika
14 Wanderlustige Frauen + Männer mit TL Ruth entsteigen dem Postauto bei der Station Kapelle. Die nördlichste Ecke des Kantons Zürich führt an einer Reihe von Sehenswürdigkeiten vorbei, einem Aussichtsturm, einem Naturbadesee und dazwischen immer wieder an schönen Rebbergen und durch weite Wälder.
Den Aussichtsturm Hochwacht erreichen wir nach einer guten Stunde. Ein lichter Platz mit Bänkrn, einem Insektenhaus, Feuerstelle und Lehrtafeln zu den Bäumen und Sträuchern. Die Fitten von uns besteigen den Turm mit seinen 186 Tritten. Weiter geht’s zum Dorf Trüllikon hinunter und auf der anderen Seite hinauf zum Aussichtspunkt über die weite Weinlandschaft mit Aussicht bis in die Glarneralpen. Nach einer weiteren Stunde durch Rebberge und grüner Moorlandschaft erreichen wir den Husemersee, ein traumhaftes Biotop. Eine Schwimmerin erspähen wir bei den kühlen Temperaturen weit aussen im Kühlen nass. Wir machen schöne Bilder und ziehen weiter zu unserem Zielort Ossingen. Ein weisser Sauser in geselliger Runde erfrischt uns, bevor wir die S-Bahn Richtung Winthertur besteigen.
Ruth, du hast uns in eine uns in eine unbekannte, wunderschöne Gegend geführt. Wir danken dir alle herzlich.
Berta Schneiter
Tourenbericht Kletterlager 2025
Tag 1 – Samstag:
Nach der Ankunft bezogen wir unsere Zimmer und lernten die anderen Teilnehmenden kennen. Die Stimmung war fröhlich und motiviert. Klettern stand noch nicht auf dem Programm – stattdessen erkundeten wir das Gelände, spielten erste Spiele und genossen ein feines Zvieri. Eine Gruppe half beim Kochen, das Abendessen war superlecker. Ein Theaterstück von ein paar Mädchen sorgte abends für viel Lachen.
Tag 2 – Sonntag:
Heute ging es endlich los mit dem Klettern im Gebiet Arcegno. Der Zustieg war kurz und in drei Gruppen wagten wir uns an die ersten Routen – für einige war es das erste Mal klettern am Fels. Trotz etwas nassem Gestein war die Begeisterung gross. Wir sicherten uns gegenseitig und hatten viel Spass.
Tag 3 – Montag:
Wir kletterten im Gebiet Balladrum. Das Wetter war sehr angenehm. Viele trauten sich an schwierigere Stellen und auch das Vorsteigen wurde fleissig geübt. Die gegenseitige Motivation half uns, über uns hinauszuwachsen. Am Nachmittag kehrten wir gestaffelt zurück ins Lager.
Tag 4 – Dienstag:
Heute waren wir in zwei Gruppen unterwegs: Eine ging nach Ponte Brolla, wo wir das technische „Plattenschleichen“ übten und fleissig vorstiegen. Einige joggten sogar die 5,4 km zurück ins Lager – andere gönnten sich ein Gelati. Die zweite Gruppe boulderte in Avegno an verschiedenen Blöcken – für jede*n war etwas dabei.
Tag 5 – Mittwoch:
Ruhetag! Jede*r konnte den Tag nach eigenen Wünschen gestalten – ob spazieren, shoppen, Städtchen erkunden oder einfach mal nichts tun.
Tag 6 – Donnerstag:
Heute kletterten wir in Torbeccio. Einige wagten sich an eine Mehrseillängenroute – eine echte Herausforderung! Zur Belohnung gab’s danach ein erfrischendes Bad in der Maggia.
Tag 7 – Freitag:
Zum Abschluss ging’s noch einmal ins Klettergebiet Balladrum, wo wir die letzten Routen genossen. Am Abend feierten wir gemeinsam beim Bunten Abend. Das Highlight: Tischbouldern, das für viel Begeisterung sorgte. Auch das gemeinsame Spiele spielen war sehr lustig.
Anabel Wüst und Ronja Schlatter
Wetter: sonnig und am Nachmittag heiss
Verhältnisse: Aufstieg von Buochs angenehm im Bergschatten. Gitzitritt und Gipfelregion trockene Wegspur.
Teilnehmer: 2 (Tourenleiter + 1)
Fotos: beide
Staufrei und gut gelaunt reisen wir zu siebt nach Interlaken. Bei Kafi und Gipfeli geniessen wir bereits die ersten Sonnenstrahlen auf der Restaurantterrasse. Philipp macht einen Tagesausblick bevor wir zum Klettergarten Bockstor dislozieren
Die ersten zwei Stunden haben wir freue Routenwahl, ab Mittag herrscht dann schon beinahe Hochbetrieb. Philipp scheut keinen Aufwand und wird sogar richtig kreativ um uns noch 2-3 Kletterrouten in TopRope zu ermöglichen. Während die einen ihrem knurrenden Magen Abhilfe leisten, klettern andere unermüdlich weiter bis wirklich alle Routen geklettert sind.
Wir räumen das Feld und machen uns gemeinsam auf den Weg nach Isenfluh. Die ersten Höhenmeter lassen wir uns bequem von der kleinen Gondelbahn hochbringen. Bei der Bergstation Sulwald entdecken wir eine lange Reihe fein säuberlich parkierter Monstertrottis. Glücklicherweise haben wir nur ein einfaches Billett gekauft, denn die Art der Talfahrt am Samstag ist bereits für alle klar. Nach einer guten Stunde und rund 370 Höhenmeter erreichen wir die Lobhornhütte. Eine sehr schöne, kleine Hütte, mit viel Liebe eingerichtet und einem sehr sympathischen Hüttenteam. Einzig das kleine, bei bester Aussicht platzierte WC Häuschen gibt einen Bewertungsstern Abzug – wer lange die Luft anhalten kann, ist klar im Vorteil.
Am Samstag steigen wir nach rund 1.5 Stunden Zustieg kurz vor 9 Uhr in die erste Seillänge der Route Ost-West ein. Knackiger Einstieg, der speckige Fels fordert uns, zumindest bis das Seil an der zweiten Expressschlinge eingehängt ist. Bis zur ersten Abseilstelle ist nur eine weitere 2er Seilschaft hinter uns in der Route. Wir geniessen die sehr abwechslungsreiche Kletterei, bei traumhaft schönem Wetter. Am nächsten Stand angekommen, bleibt zum Glück immer etwas Zeit um die einmalige Bergkulisse mit Eiger, Mönch und Jungfrau zu bestaunen. Beim Abseilen benötigen wir als Gruppe mit drei Seilschaften etwas Zeit, so dass uns weitere Gruppen einholen, wer kennt es nicht, unsere hinterste Seilschaft etwas stresst. Am «Daumen» vorbei, vor der «Spiegelwand» stehend, fühlt sich der eine oder andere Vorsteiger nochmal gefordert. Vielleicht lag es auch daran, dass Mann/Frau sich an dieser Stelle nicht mit schönem Bergpanorama ablenken konnte? Am nächsten Stand angekommen, sind wir uns aber einig, dass es schwieriger aussah als es ist. Die letzte Seillänge in luftiger Gratkletterei zum Gipfel ist nochmal ein Genuss. Janine und Philipp richten die Abseilstellen ein, der Rest der Gruppe darf die Gipfelaussicht noch etwas länger geniessen. Nur fast in Philipps Zeitplan aber überaus glücklich und zufrieden machen wir uns auf den Rückweg zur Hütte.
In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit und mit grosser Vorfreude auf die coole Trottiabfahrt verzichten wir auf den leckeren Kuchen in der Hütte. Dem geschichtsträchtigen «Referat» eines Immobilienspezialisten können wir uns trotzdem nicht entziehen. Philipp scheint einen so «begeisterten» Eindruck zu machen, dass er sogar eine Visitenkarte des Referenten eingesteckt bekommt.
Grosse Enttäuschung bei der Ankunft an der Bergstation, gerade mal ein Trotti steht dort noch zur Abfahrt bereit. Und Nachschub ist nicht in Sicht. Wir trösten uns mit Leckereien im Bergrestaurant. Ganz unauffällig dekorieren wir den Blumentopf auf unserm Tisch mit der schönen Visitenkarte, bezahlen unsere Konsumation und stellen uns dann in die Warteschlange der Bahn für die Talfahrt. Dicht hinter uns der Referent von vorhin. Kurz darauf rennt die Servicefachfrau auf uns zu, eine Visitenkarte in die Luft haltend….Sofort ist die gesamte Gruppe sehr intensiv mit Rucksackpacken oder Vögel beobachten beschäftigt, so dass der Referent die Karte entgegennimmt und sie wieder einsteckt.
Die tolle, gutgelaunte Gruppe, die souveräne Führung von Philipp, das prachtvolle Herbstwetter und natürlich die Lobhörnerüberschreitung an sich machten diese zwei Tage zu einem unvergesslichen Tourenerlebnis.
Tablettes als Tourenziel tönt etwas eigenartig. Tabletten nehme ich nur, wenn ich etwas Unerwünschtes bewältigen will. Tatsächlich ist aber eine Wanderung über die Tablettes sehr zu empfehlen und sicher heilsam bei aufkommender trüber Stimmung!
In Noiraigue steigen Wanderlustige meist aus dem Zug, um den Creux du Van zu erleben. Wir haben uns der Gegenseite zugewandt. Die Westwand des Creux haben wir aus dem Zug im schönsten Morgenlicht bestaunt.
In der Auberge beim Bahnhof Noiraigue begrüsst Hansueli unsre Neunergruppe am Frühstückstisch der Hotelgäste und gibt eine kurze Vorschau auf die Wanderung. Eine bedeutsame Aussage, die er dabei macht, wird im PS ausgeführt.
Wir haben einen prächtigen Spätsommertag erwischt, die Sonne wärmt, und wir sind froh, dass der Aufstieg nördlich des Dorfes durch den Wald führt. Oben lichtet sich der Wald, und nach zwei Stunden erreichen wir einen ersten Höhepunkt der Route: Solmont. Höhepunkt bezieht sich allerdings nur auf die Höhe über Meer (1265m) und auf die Gelegenheit, das Mittagsbrötchen zu verzehren und gemütliche Gespräche zu führen. Die Aussicht auf das Alpenpanorama ist durch hohe Bäume verdeckt. Die Förster haben offensichtlich eine spannende Inszenierung der Wanderung geplant, erst nach einer weiteren Stunde gibt es auf Les Tablettes freie Sicht auf den Alpenkranz. Wirklich prächtig zeigt sich das Panorama von der Gegend der Tierberge über Wetterhorn, Schreckhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau, Blüemlisalp bis zum Mont Blanc.
Nach einem sanften Abstieg erreichen wir die Passstrasse und das Hôtel de La Tourne. Die Gartenwirtschaft und das Wetter sind so einladend, dass wir den ersten Bus nach Neuchâtel auslassen und uns bei Zwetschgenkuchen und verschiedensten Tranksamen vergnügen. Besonders typisch ist der weisse Neuenburger non-filtré mit der verkehrt montierten Etikette, die man dann liest, indem die Flasche auf den Kopf gestellt wird, dadurch ist gesichert, dass der Hefetrub sich verteilt. Der Wein ist trüb, süffig und leicht, gerade ideal zum Abschluss dieser herrlichen Wandertour. Hansueli hat uns damit einen seiner vielen Geheimtipps im Jura gezeigt – herzlichen Dank für dieses Erlebnis!
Ruedi Hintermann
P.S.: Während unserer heutigen Tour hat uns Hansueli Fehlmann orientiert, dass dies ein spezieller Tag für ihn sei, da es die letzte offizielle SAC-Tour ist, die er leite.
Daniela und mich erfüllte diese Mitteilung mit viel Wehmut, dachten wir doch dankbar an die vielen schönen SAC-Touren, die wir mit Hansueli erleben durften. Er war nicht nur der «Lehrer» von Daniela, und sie seine «Lehrtochter», er brachte auch mir die Grundlagen des alpinen Wanderns bei. Dabei wurde der Lehrer zum vertrauten Freund. So dürfte es auch einigen Mitgliedern in unserer Gruppe ergangen sein, schluckten doch mehrere leer, als sie diese Mitteilung erst verdauen mussten. Über 30 Jahre lang lebte Hansueli seine Passion, Touren zu leiten, sei es auf luftigen Hochtourengipfeln, steinigen Pfaden, auf Schneeschuhen oder Ski. So viele Tage zu leiten ohne nennenswerten Unfall, das zeugt von der Ernsthaftigkeit und Umsicht, mit der er diese Aufgabe wahrnahm.
Lieber Hansueli, wahrlich, eine ganze Generation von SAC-Kollegen und Kolleginnen durften die herrliche Alpenwelt unter deiner kundigen Führung erleben, Sonnenschein, Regen und Schneesturm geniessen oder ihnen trotzen. Wir alle danken dir von ganzem Herzen für die uns gebotenen schönen Stunden in Kameradschaft. Wir freuen uns, dich wieder in unserer Mitte zu sehen, jetzt als «Mitläufer».
Besten Dank!
Urs Suter
