Umbauinformationen

Die Gründe des Umbaus

Im Jahr 1960 wurde die Hütte durch einen kleinen Anbau auf der Ostseite erweitert. Es entstanden ein paar zusätzliche Schlafplätze, ein geräumiges Entrée und ein einladender Vorplatz. Schon beim damaligen Umbau stand nicht eine Kapazitätserweiterung, sondern eine Komfortverbesserung für die Gäste im Vordergrund. Bei einem weiteren Umbau von 1986/87 erhielt die Gelmerhütte ihr heutiges Aussehen. Der Zugang wurde von der Ost- auf die Westseite verlegt. Ein Sanitärtrakt mit Waschraum, WC, Kalt- und Warmwasserduschen, sowie ein separates Zimmer mit Lavabo für das Hüttenwartpaar wurden realisiert. Die beiden Umbauten wurden sehr sorgfältig und mit viel Liebe zum Detail ausgeführt.

Die Hütte weist nach wie vor eine erstklassige Bausubstanz auf. Sie fügt sich harmonisch ins Landschaftsbild ein. Inzwischen haben sich die Rahmenbedingungen, aber vor allem auch die Gästebedürfnisse, geändert.

Eine besondere Herausforderung ist, dass die Lage der Hütte in die «rote» Lawinengefahrenzone eingeteilt wurde und gegen ein 300-jähriges Lawinenereignis geschützt werden muss.

Die Ziele des Umbaus

Mit dem Umbau sollen folgende Mängel behoben werden: mangelnder Schutz gegen Lawinen; zu kleine Küche mit Mängeln im Brandschutz; ungenügende und dezentrale Lagerräume; kein Zimmer für Hüttenpersonal; kein direkter Ausgang von der Küche auf die Terrasse; zu grosse Schlafräume (30 Plätze) und teilweise zu niedrige Schlafplätze unter dem Dachfirst; sehr lärmiger und zu kleiner Aufenthalts- und Essraum; fehlender Theorieraum für Kurse, Schulen etc.; diverse Mängel im Sanitärbereich, beim Brandschutz, bei der Wasserver- und -Entsorgung und der Wärmedämmung.

Die Hütte soll so umgebaut werden, dass sie einem 300-jährigen Lawinenereignis standhält. Behördliche Auflagen betreffend Brandschutz und Abwasserreinigung müssen umgesetzt werden. Mit dem Umbau soll ein zeitgemässer, effizienter Hüttenbetrieb sichergestellt und die Attraktivität der Hütte durch Neugestaltung der Schlafräume und der Aufenthaltsbereiche gesteigert werden. Die bestehende Bausubstanz und Infrastruktur soll, so weit wie möglich, erhalten und ergänzt werden. Von einer Erhöhung der Kapazität wird abgesehen.

Der Zeitplan des Umbaus

2020 - 2021 Steinschlag- und Lawinengutachten
2022 Machbarkeitsstudie, Studienauftrag mit fünf eingeladenen Architekturbüros
2023 Bestimmung Siegerprojekt
2023 - 2024 Ausarbeitung Vorprojekt und Bauprojekt
2024 Genehmigung Bauprojekt durch Sektion Brugg und Präsidentenkonferenz SAC Schweiz
2025 Baubeginn
2026 Fertigstellung, Einweihung und Feier des 100-jährigen Jubiläums der Gelmerhütte